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Der Religionskurs re92 von Frau Jabs fuhr vom 23. – 25.01.2019 nach Nordhausen. Unter pädagogischer Anleitung setzten sie sich mit den im KZ Mittelbau Dora geschehenen Verbrechen auseinander. Neben der Besichtigung des Lagers und der Stollenanlage, in denen nach der Bombardierung von Peenemünde die sog. Wunderwaffe gefertigt wurde, standen die Frage nach Schuld und Nicht-Schuld, nach den Überlebenden und deren Biographien im Fokus.

Die 13 Schülerinnen und Schüler kommen an dieser Stelle selbst zu Wort und schildern ihre Eindrücke.

Stollen Mittelbau-Dora

Am Donnerstag, den 24.01.2019, betraten wir den Stollen Mittelwerk durch einen neu angelegten Eingang. Durch diesen erreichten wir den Fahrstollen A. Jonte Walther und ich, Jannis Rusch, waren sehr beeindruckt von seiner Größe und von den Temperatur, da sie 8 Grad Celsius betrug, obwohl außerhalb des Stollens Temperaturen von -6 Grad Celsius herrschten. Im Fahrstollen A befand sich ein Modell des Stollens und noch ein paar Tafeln, wo sich Informationen über den Stollen befanden. Wir folgten dem Fahrstollen A, welcher voll mit Schutt und Trümmern bedeckt war. Deswegen wurde ein erhöhter holziger Pfad angelegt, damit man nicht über die Trümmer steigen musste. Wir kamen an einigen Schlafstollen vorbei, welcher auch wieder mit Schutt und Trümmern bedeckt waren. Gegenüber von den Schlafstollen lagen die sanitären Anlage. Dann verließen wir den Fahrstollen A und gingen durch einen Querstollen zu einem Fabrikstollen, welcher durch ein Stahlgerüst in drei Etagen unterteilt war. Allerdings war dieser mit Grundwasser bedeckt.

Aufbau des KZ Mittelbau-Dora und der Baracken

Das KZ lässt sich in drei große Bereiche einteilen. Dem Industriebereich, welcher hauptsächlich aus dem Bahnhof bestand, dem SS-Bereich, in welchem sich die Unterkunftsbaracken der SS-Männer befanden, und dem Häftlingslager, welches den Appellplatz, Baracken sowie die Wäscherei, die Effektenkammer zur Aufbewahrung der persönlichen Wertgegenstände der Häftlinge, das Krankenrevier, das Krematorium, das Kino sowie ein Bordell umfasste.

Durch das Kino und das Bordell wurden Anreize für Häftlinge geschaffen, gute Arbeit zu leisten. Es war allerdings nur für Produktions- und Funktionshäftlinge möglich, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, da diese von höherem Wert für die SS waren. Die Bauhäftlinge, welche von geringstem wert für die SS waren, waren „ersetzbar“ und mussten schwerste körperliche Arbeiten verrichten. Die Produktionshäftlinge hingegen mussten technisches Vorwissen mitbringen und arbeiteten an der V2 unter Tage. In beiden Gruppen wurden Funktionshäftlinge bestimmt, welche kleinere Aufgaben der SS übernahmen und für die Organisation der Baracken zuständig waren.

Die einstöckigen Baracken waren aufgeteilt in einen Essbereich und einen Schlafbereich, welche durch einen sanitären Bereich getrennt waren. In den Baracken der Bauhäftlinge mussten etwa 300 Personen im Schlafbereich in den vierstöckigen Betten Platz finden, während die Produktionshäftlinge auf gleichem Raum mit „nur“ etwa der Hälfte Platz finden mussten.

Nach schließung des KZs wurden die Baracken von den Nordhäusern abgebaut und sämtliche Materialien mitgenommen, da nach Ende des Krieges Materialnot herrschte. Heutzutage sind deshalb nur noch die Umrisse zu erkennen.  

Das Krematorium des KZ-Lagers Mittelbau-Dora

Ein zentraler Teil der Gedenkstätte ist das Krematorium. Hier wurden die Leichen und Überreste der Häftlinge verbrannt. Dazu wurden zwei Verbrennungsöfen errichtet. Wenn nötig, wurden mehrere Häftlinge gleichzeitig verbrannt. Die überrestliche Asche wurde auf dem Hang hinter dem Krematorium entsorgt. Die hier verrichtete Arbeit wurde von den Häftlingen selbst getätigt. Einige verbrannte Häftlinge waren noch nicht tot, sondern befanden sich in einem Koma-ähnlichem Stadium. Der Qualm des Krematoriums verbreitete sich durch das komplette Lager bis nach Nordhausen. Die Anwohner beschwerten sich über die starke Rauchentwicklung mit der Bitte, nur zu angekündigten Zeiten Häftlinge zu verbrennen. Einige Häftlinge wohnten sogar im Krematorium selbst und verzierten dieses zum Teil mit selbstgemalten Blumen. Heute hängen im Verbrennungsraum Gedenktafeln für dort verbrannte Häftlinge. Diese wurden von Angehörigen in der Nachkriegszeit dort aufgehängt. Vor dem Gebäude liegt eine weitere Gedenktafel, auf der die Nationen der dort inhaftierten Häftlinge aufgelistet sind. Daneben befindet sich eine Skulptur, die ebenfalls den Häftlingen des KZs gedenken soll.

Biografien

Am zweiten Tag haben wir uns mit einzelnen Biografien von überblenden Häftlingen beschäftigt.

Einer der Inhaftierten war Georg Stein. Dieser wurde aufgrund dass er Jude war, aus seiner Heimat in Rumänien über verschiedene Zwischenstationen nach Mittelbau-Dora deportiert. Er wurde nur, weil er eine technische Ausbildung hatte, nicht getötet. Diese technische Ausbildung musste er im Stollen bei der Produktion der V2 einsetzten. Zu Anfang musste er 6 Monate im Stollen arbeiten und leben, da das Lager um den Stollen noch nicht aufgebaut war. In dieser Zeit sah er nicht einmal das Tageslicht. Nach seiner Befreiung konnte er nicht in seine Heimat zurück. Dies lag zu einem daran, dass er staatenlos war und kein Staat in wieder einbürgern wollte und zum Anderen daran, dass in seiner Heimat die Häuser besetzt waren. Somit floh er nach Israel und wurde Mitglied der Armee. Da nach der Unabhängigkeit von Israel 1948 dort keine Sicherheit herrschte, wanderte er mit seiner Familie und seiner Frau nach Australien aus. In Australien gelang es ihm eine Autowerkstatt zu eröffnen. Die Erlebnisse im Stollen konnte er jedoch nie vergessen und leidet heute immer noch unter den psychischen Problemen.

Dieser Lebenslauf war kein Einzelfall, Menschen wurden aus unterschiedlichsten Gründen inhaftiert, z.B das sie Teil des Widerstands waren. Das erstaunliche dabei war jedoch, dass die Anschuldigungen willkürlich waren, also es keine Beweise für die Tat gab. Nach der Inhaftierung mussten sie dann bei der Produktion von V1 und V2 mitarbeiten. Dies geschah jedoch unter unmenschlichen Bedingungen. Ein Beispiel dafür wären die Transportwege, denn dort wurden ca. 100 Menschen über mehrere Tage in ein Viehwaggon gesperrt. Das Schlimme dabei ist, dass die Menschen selbst nach der Befreiung kein vernünftiges Leben führen konnten, da sie unter den Folgen des KZ litten.

Was macht einen Menschen zum Täter?

Die Antwort  der Frage hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich bewusst ist, was er tut, ist schuldig. Wer das Motiv verfolgt, Menschen gezielt zu diskriminieren und auszulöschen, ist schuldig. Also ist die grundlegende Frage: „Tut der Mensch dies freiwillig?“ Inwiefern ist ein Mensch also schuldig, wenn er gezwungen wird?

Mit dieser Frage haben wir uns in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen auseinandergesetzt. Beispielsweise haben wir uns mit dem Beruf als Lokführer beschäftigt. Der Lokführer bringt volle Waggons mit Häftlingen zum KZ. Wird der Lokführer damit zum Täter? Was spricht dafür, was dagegen? Wenn sich der Lokführer bewusst war, dass er tausende von Menschen in den Tod befördert, ist er schuldig. Wird der Lokführer jedoch von der SS dazu gezwungen, tut er dies nicht freiwillig und folgt nicht dem Motiv Menschenmassen in den Tod zu führen. Er ist nicht schuldig.

Die Frage lässt sich also nicht pauschal beantworten, es ist ein Zusammenspiel aus langen Ketten unterschiedlicher Faktoren. Egal, ob gewollt oder ungewollt, direkt oder indirekt, jeder Mensch war ein kleines Rad im Getriebe und hat zum Funktionieren des NS-Regimes beigetragen.

Fotos

Wenige historische Ereignisse haben europaweit so viel verändert wie die Reformation. Das gesellschaftliche Erdbeben, das vor 500 Jahren von Wittenberg, Zürich, Genf und vielen anderen Orten ausging, hat das Miteinander Europas verändert. Von Europa aus strahlte diese Bewegung auf andere Kontinente, prägte Kulturen und Regionen.

Seit November 2016 knüpft der Europäische Stationenweg ein Band. Im Mai 2017 kommt dieser Weg in Mitteldeutschland an und mündet in Wittenberg in die Weltausstellung Reformation.

36 Stunden lang wird jeweils Station gemacht: Regionale und ökumenische Partner laden zu einem Fest mit zahlreichen Veranstaltungen ein, um lokale Beziehungen zur Geschichte der Reformation aufzudecken.

Durch überraschende Inszenierungen wird lebendig, was war. Persönliche Erzählungen bezeugen, wie aktuell reformatorische Perspektiven sind. Jede Station gibt eine Erinnerung mit zur Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. (https://r2017.org/europaeischer-stationenweg/)

So rief das Kloster St. Marienberg zu Helmstedt bereits im Sommer 2016 Schulen und Kindergärten ihrer Stadt dazu auf Beiträge für den Stationenweg zu entwerfen und damit an einem Wettbewerb teilzunehmen. Den Gewinnerbeiträgen winkte eine Reise auf dem Truck quer durch Europa bis hin zur großen Weltausstellung in Wittenberg im Reformations-Sommer 2017.

Vom GaBö meldeten sich gleich zwei Klassen aus der Sek I, zwei Kurse aus der E-Phase und zwei Kurse aus der Q-Phase zur Teilnahme. Die Kinder aus der 6a drehten unter der Leitung von Frau Hahn Kurzvideos zu Martin Luther und der Reformation, die Schülerinnen und Schüler der 7a schrieben unter der Anleitung von Frau Schwarz von Begegnungen mit „reformatorischen“ Menschen, die sie oder eine fiktive Person aus der heutigen Zeit lebensverändernd beeindruckt haben, oder sie recherchierten historische Ereignisse aus der Zeit der Reformation in Helmstedt.

Die Jugendlichen aus dem 10. Jahrgang beschäftigten sich im Unterricht von Frau Jabs mit Auswirkungen der Reformation, die bis heute andauern und sie am meisten beeindrucken. Schließlich gingen die jungen Erwachsenen aus dem 11. Jahrgang nach Aufforderung von Frau Jabs in sich und formulierten sehr persönliche Stellungnahmen zur Freiheit eines Christenmenschen, nachdem sie sich mit eben dieser Schrift Luthers auseinandergesetzt hatten.

Am 2. Adventswochenende war es soweit: das Geheimnis wurde gelüftet. Die Jury hatte getagt und eröffnete während des Aufenthaltes des Luther-Trucks in Helmstedt, welche aus Helmstedt eingereichten Beiträge gewonnen hatten und mit dem Truck weiter auf die Reise durch Europa und bis nach Wittenberg gehen durften.

Das grandiose Ergebnis fürs GaBö lautete: Vier Beiträge aus der 7a, namentlich von Lasse Bartling, Jannis Haese, Jonah Maekler und Jonas Sauer gingen mit auf Reisen, aus der E-Phase eine Plakatserie von Lisa Schefski, Emma Schwesig, Celia Hamann und Svea Friese zum Thema „Lutherische Bildung“ sowie eine Portrait-Zeichnung zu Luther von Kim Martschin und aus dem 11. Jahrgang die Beiträge von Corinna Sauer & Elisa Petter, Alina Wuschek & Luisa Pape Morgado, Lüder Apel & Joshua Schaar, Bianca Vogt, Emma Leifheit! Alle Beiträge sind unter diesem Link einsehbar und nachzulesen: https://r2017.org/europaeischer-stationenweg/blog/ Sämtliche Tonbeiträge der 6a und der E-Phase konnten aus technischen Gründen leider nicht in die Wertung einbezogen werden.

Da die Jury eigentlich alle Beiträge der Q1-Kurse beeindruckend fand, aber nicht mehr als zwanzig Beiträge für den Truck auswählen durfte, erhielten alle Schülerinnen und Schüler der beiden Religionskurse aus der Q1 zusätzlich einen Preis: nämlich einen Theater-besuch nach Wahl im Braunschweiger Staatstheater mit Pausengetränk und Laugen-brezel-Snack sowie Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geschenkt. Dieser 1. Preis im Wert von rund 900 € wurde von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) gestiftet. Mit einem angemessenen Rahmenprogramm wurde der Preis feierlich am Dienstag 07.03.17 im Kloster St. Marienberg überreicht.

Mittlerweile ist der Preis eingelöst: Am Freitag, 24.03.17 fuhren über vierzig Schülerinnen und Schüler mit Frau Jabs zu „Sweeney Todd“ nach Braunschweig und erlebten einen wunderbaren Abend. Ein herzliches Dankeschön auch auf diesem Wege an die SBK!!!

Fotos

Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres nahmen vier Religionskurse des GaBö am Landeswettbewerb Ev. Religion mit dem Oberthema „Respekt“ teil: zwei Kurse aus dem 12. Jahrgang (Q2) unter Leitung von Frau Schwarz sowie zwei Kurse aus dem 11. Jahrgang (Q1) unter Leitung von Frau Jabs. Ziel war die Erstellung eines Portfolios zu einem Unterthema, das mit „Respekt“ zu tun hat. Zunächst entschieden sich alle Schülerinnen und Schüler der vier Kurse, lieber Gruppen- als Einzelarbeiten anzufertigen. Schon allein die Arbeit im Unterricht lohnte sich, machte Spaß, brachte zum Teil ungeahnte Fähigkeiten einzelner Gruppenmitglieder zutage und führte zu selbstständigem Arbeiten in den Gruppen und am Ende zu positiven Rückmeldungen auf allen Seiten (und in den meisten Fällen auch Noten) am Ende des Halbjahres. Zur Horizonterweiterung trugen die vielen Außentermine bei, die immer diejenigen Gruppen besuchten, für deren Themen sie relevant waren; manchmal schlossen sich noch weitere Interessent/innen an:

  • SOLWODI Gottesdienst (Solidarity with Women in Distress, eine Organisation für Frauen in Not und gegen Menschenhandel), Ortstermin mit Interview in Braunschweig
  • Veranstaltung gegen Cybermobbing in JFBZ Helmstedt
  • Syrien-Vortrag in der KVHS zum Thema „Warum fliehen Menschen aus Syrien?“
  • Veranstaltung mit Florian Sitzmann zum Thema „Miteinander leben“ mit anschließendem Interview
  • Termin beim Amtsgericht Helmstedt; dabei Besuch von zwei Gerichtsverhandlungen und Interviews mit einer Richterin, einem Strafverteidiger und einem Justizvollzugsbeamten
  • Besuch in der Wohngemeinschaft der Lebenshilfe Helmstedt (direkt neben dem GaBö)
  • Besuch und Hospitation an der Rudolf-Dießel-Schule in Königslutter
  • Organisation eines Tanz-Nachmittags mit Flüchtlingsfrauen und deren Kindern

Nach dem Einreichen der Portfolios Anfang Februar verging einige Zeit, bis den Lehrkräften die Ergebnisse der hochkarätig besetzten Jury mitgeteilt wurden. Die Freude und Überraschung war umso größer, als die Mitteilung des rpi Loccum (Religionspädagogisches Institut und Ausrichter des Wettbewerbs) eintraf, dass unter den neun Gruppen des 12. Jahrgang, die am Wettbewerb teilgenommen hatten, fünf Gruppen, bestehend aus  insgesamt 21 Schüler/innen, sowie zwei Gruppen aus dem 11. Jahrgang, bestehend aus 5 Schülerinnen, zu den Preisträgern gehörten und damit zur feierlichen Preisverleihung in Hannover eingeladen waren. Damit ist das GaBö die Schule, die die größte Anzahl von Preisträgern aus ganz Niedersachsen stellt. Obwohl einige der Abiturienten schon einen Urlaub gebucht hatten, kamen fast alle Preisträger/innen mit zur Prämierungsfeier.

Die Freude steigerte sich noch, als bekannt wurde, dass eine Gruppe des GaBö sogar zu den Preisträgern gehört, die einen Geldpreis gewonnen hat! Mit Spannung saßen also alle nach Hannover angereisten Schüler/innen in der Neustädter Kirche. Die Landeskirche Hannover hatte sich wie zuletzt vor drei Jahren wieder um einen würdigen Rahmen der Prämierungsfeier gekümmert. So war neben den Laudationes auf die je ersten fünf Preisträger der Einzel- und Gruppenbeiträge auch für Musik und leibliches Wohl gesorgt. Für weitere Aufmerksamkeit sorgten die Personen, die die Grußworte hielten, denn es war neben den kirchlichen Würdenträgern (dem ehemaligen Vorsitzenden der Ev. Kirche Deutschlands – EKD – Prof. Dr. Huber als Schirmherr des Wettbewerbs und dem Landesbischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers Ralf Meister) auch die Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Frauke Heiligenstadt, zugegen.

Zunächst wurden die Buchpreise vergeben, so dass sich die Spannung etwas löste, da danach klar war, welche unserer Schüler zu den Geldpreis-Gewinnern gehörten. Die Frage blieb allerdings, wie weit nach vorne sich die Gruppe geschrieben hatte …!?!

Mit dem folgenden Beitrag „Respekt vor Sterbenden. Ethische und theologische Betrachtung der Palliativmedizin“ erreichten Leopold Reiche, Philipp Nennewitz und Kevin Kalberlah den 3. Platz niedersachsenweit in der Kategorie Gruppenbeiträge, dotiert mit 400,00 € für die Schüler!!!

 

Landeswettbewerb_Evangelische_Religion_2016_Titelbild

v. li.: OKR Marc Wischnowski, Frau Jabs i. V. für Frau Schwarz, Philipp Nennewitz, Leopold Reiche, Kevin Kalberlah

Die Laudatio zu diesem gelungenen Portfolio von OKR Marc Wischnowski kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

 

Buchpreise – alle gleichwertig und in keiner besonderen Rangfolge – erhielten die hier aufgeführten Beiträge der anderen sechs Gruppen (Bilder siehe unten):

  1. Respektlosigkeit gegenüber Frauen (Mareike Bertram, Mara-Lina Kesting, Svenja Hitzemann, Lea Mellien, Q2)
  2. Respekt vor Menschen mit Behinderungen (David Thomalla, Jonas Minge, Tom Lüpke, Q2)
  3. Respekt vor Sterbenden. Palliativmedizin (Lena Kammann, Franziska Stier, Nele Schröder, Wiebke Holze, Q2)
  4. Respekt in der JVA (Christian Lopez, Jana Tangorra, Niels Lemke, Phil Drexler, Lillie Bädekerl, Q2)
  5. Toleranz & Akzeptanz als Synonym von Respekt gegenüber Homosexualität (Gina-Lea Fischer, Melina Menzel, Josefin Turbanisch, Q1)
  6. Tod und Sterbehilfe (Franziska Burgdorf, Michelle Klose, Q1)

Unsere Schüler/innen kommentierten die feierliche Preisverleihung mit folgenden Worten:

  • Mit einer solch feierlichen Verleihung hätte ich nicht gerechnet. Zwar waren die Grußworte der Gäste lang, aber dennoch hatte man bei den Verleihungen einen interessanten Eindruck der anderen Portfolios gewinnen können. Die Laudatio zu unserer Verleihung war auch recht interessant und unterhaltsam gestaltet, und das Buffet am Ende der Veranstaltung war auch sehr nett.
  • Durch drei Grußworte wurden wir schwungvoll in die Veranstaltung eingeführt. Daraufhin wurden abwechslungsreiche Buchpreise an die meisten der anwesenden Gruppen verliehen. Zwischen den Preisverleihungen lockerte ein Trio musikalisch die Stimmung auf und brachte die nötige Abwechslung in das Geschehen. Nach der facettenreichen Präsentation der Sonderpreise für außergewöhnliche Arbeiten durch verschiedene Laudatoren schlossen sich die Vorstellungen der Plätze 1-4 an. Nach den vielfältigen, informativen Laudatien über besonders gelungene Möglichkeiten, „Respekt“ auszulegen und darzustellen beendete die Veranstalterin Frau Rabe (rpi) die Ehrung. Anschließend standen ein kleiner Snack und eine vielfältige Auswahl an Erfrischungsgetränken zur Verfügung.
  • War gut!

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger/innen! Nach diesem großen Erfolg freuen wir uns schon auf den nächsten Landeswettbewerb in zwei Jahren.

Außerdem wurden die folgenden Themen bearbeitet, für die betreffenden Schüler/innen gab es Teilnahmeurkunden:

  • Respekt im Sport (zwei Gruppen)
  • Respektvoller Umgang mit Flüchtlingen (4 Gruppen)
  • Mobbing als Form der Respektlosigkeit (2 Gruppen)
  • Respekt im Umgang mit Menschen mit Behinderungen (weitere 4 Gruppen)
  • Respekt vor der Schöpfung – wie essen wir eigentlich?
  • Respekt vor sexueller Vielfalt
  • Respekt im Internet
  • Respekt in der Gastronomie

 

Fotos

Am Donnerstag, den 19.Februar, besuchten wir, der Religionskurs bestehend aus Schülern der E3 und der E4, die türkisch-islamische Gemeinde in Helmstedt. Gegen 9:15 machten wir uns gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Hahn auf den Weg in die Innenstadt Helmstedts. Im Voraus hatten wir uns bereits viele Gedanken über die Begegnung mit der türkisch-islamischen Gemeinde gemacht und uns viele interessante und kritische Fragen überlegt.

Anfang der Dritten Stunde trafen wir in dem vorerst unscheinbaren Haus ein. Empfangen hat uns Herr Torun, der sich später als Dolmetscher vorstellte. Den Respekt gegenüber des Korans stellten wir bereits im Flur fest, als wir gebeten wurden die Schuhe auszuziehen und die Handys auszuschalten. Wir wurden in den großen Gebetsraum gebracht, welcher mit Teppich ausgelegt war. Dort setzten wir uns alle in einen Halbkreis und hörten gleich aufmerksam den Worten des Vorbeters zu, der uns erst einmal über die Grundlagen des muslimischen Glaubens aufklärte. Danach waren wir an der Reihe um unsere Fragen zum Thema Islam und Terrorismus zu stellen, die uns in den letzten Wochen doch sehr beschäftigten. Uns war es trotz der ruhigen und freundlichen Stimmung sehr unangenehm die muslimischen Menschen mit dem Thema Terrorismus zu konfrontieren und ihnen Fragen dazu zu stellen. Aber Herr Torun und der Vorbeter gingen ruhig und sachlich auf alle Fragen ein und ließen keine aus. Die Unsicherheit verflog und wir wurden letztendlich sogar zu traditionellem Apfeltee und Gebäck eingeladen. Dort haben wir uns noch ein bisschen mit den Frauen der islamischen Gemeinde unterhalten. Sie stellten klar, dass alle Menschen gleich sind und Vorurteile ihr persönlich sehr nahe gehen. Am Ende lud uns Herr Torun ein, die Gemeinde erneut zu besuchen. Uns hat vor allem die Gastfreundschaft der muslimischen Menschen in der islamischen Gemeinde beeindruckt, die wir viel stärker erlebt haben als die Gastfreundschaft, die häufig in unserer Gesellschaft üblich ist. Wir haben uns sehr wohl gefühlt diese Gemeinde besuchen zu dürfen.

Einigen sind die Worte des Vorbeters im Gedächtnis geblieben und auch heute, zwei Wochen nach dem Besuch der türkisch-islamischen Gemeinde, sprechen wir gerne und oft darüber.

-Romy und Pia-