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Nachts um 2 Uhr ging die aufregende Reise los. Abgeholt wurden wir mit einem Bus, der uns zum Flughafen nach Düsseldorf brachte. Die vierstündige Busfahrt wurde mit einem langen Nickerchen überbrückt, da die Reise von allen mit purer Übermüdung gestartet wurde. Trotzdem fieberten wir der Reise erwartungsvoll mit unseren Lehrkräften Frau Wolf und Frau Barz entgegen. Am Flughafen angekommen, ging es ohne Probleme ab nach Dublin. In Dublin angekommen, fuhren wir in einem Doppeldeckerbus zu unserem Generator Hostel. Gut zu wissen ist, dass es in Dublin überall W-Lan gibt, doch ob es funktioniert, ist die andere Frage. Nach einer kurzen Pause ging es direkt weiter in die Innenstadt, wo ein Tour Guide auf uns wartete. Gewappnet mit einer Edeka Plastiktüte stürzten wir uns in die Historik von Dublin und sahen viele Sehenswürdigkeiten. Nachdem alles gesehen war, hatten wir, wie jeden Abend, noch etwas Zeit für uns.

Am Dienstag ging es für uns raus aufs Meer und wir machten eine dreistündige Bootstour mit einem Stopp an einem schönen Hafen, wo wir viele Fotos machten. Anschließend ging es ins Whiskey Museum, aber natürlich ohne Geschmacksprobe. An diesem Tag bemerkten wir auch, dass Dublin ein Ort ist, der niemals schläft – Krankenwagen und Polizei sind dauerhaft im Einsatz.

Am nächsten Tag wurden wir schon früh aus den Federn geworfen. Nach einem ausgewogenen Frühstück ging es nach einem Fußmarsch nach Malahide. Tipp für alle Busreisenden in Dublin: Coins only! Dort angekommen, wurden wir von einer roten, Kinderlieder spielenden Bimmelbahn abgeholt und zum Castle gebracht, wo uns Pug, der Hausgeist, empfing. Wieder angekommen in Dublin, besichtigten wir die Saint Patrick‘s Cathedral. Unser eigentliches Abendritual war es, abends im Hostel Billiard zu spielen, wobei eine Seniorengruppe der Meinung war, uns Mittwochabend einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Am vorletzten Tag ging es bis abends hinaus in die Berge. Nach einer einstündigen Busfahrt nahmen wir die erste Hürde auf uns und wanderten außer Atem einen hohen Berg hinauf. Dieser war sogar noch steiler als der GaBö-Berg und das ist kaum zu toppen. Dennoch zahlte sich das Wandern aus. Die Aussicht war atemberaubend, ein wahrer Instagram/Snapchat-Ort. Anschließend ging es weiter zu einem weiteren sehenswürdigen Ort, wo wir die Chance hatten, uns etwas zu wünschen. Allerdings musste man dafür ein Kreuz umarmen. Für die Großen etwas einfacher, für die Kleinen eine knifflige Angelegenheit. Die Wild Wicklow Mountains Tourwar ein Ausflug voller Wunder, denn es ging danach noch zu einem unfassbar schönen See.

Die Rückreise war dem Freitag gewidmet. Nach einem angenehmen Flug kam der unangenehme Teil. Wir fuhren sechs Stunden mit dem Bus zurück, inklusive Stau. Jedoch freuten sich alle auf zu Hause. Am GaBö angekommen, warteten die Eltern schon sehnsüchtig auf uns. Es war eine wunderschöne und ereignisreiche Woche.

Wir bedanken uns vielmals bei Frau Wolf und bei Frau Barz für das kurzfristige Einspringen, ohne sie hätten wir Dublin nie kennengelernt. Wir hoffen, ihnen hat die Fahrt genauso gut gefallen wie uns.

Verfasst von Vivien Dube, Lena Klitsch und Annika Koch

Fotos

Das gesellschaftswissenschaftliche Profil der Q2 fuhr in diesem Jahr nach Polen auf Kursfahrt. Damit begaben wir uns auf eine praxisnahe Expedition, um das inhaltliche Schwerpunktthema „Das deutsch-polnische Verhältnis“ des 3. Semesters im Kurs mit erhöhtem Anforderungsniveau Geschichte genauer zu ergründen. Natürlich war auch Ziel, unseren direkten Nachbarn näher kennenzulernen.

Auf dem Programm standen neben einer ausführlichen Erkundung der Kulturhauptstadt Polens auch thematische Stadtführungen zur Geschichte der Stadt sowie zur Geschichte der Juden in Krakau, die bis zur Verfolgung durch die Deutschen eine wichtige gesellschaftliche Position in Krakau einnahmen.

Untergebracht in dem zentralen und hippen Viertel „Kazimierz“ konnten viele wichtige Sehenswürdigkeiten wie der Wawelhügel, das Weichselufer, der beindruckende Marktplatz samt Tuchhallen, das Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers (bekannt durch den Film „Schindlers Liste“ des Regisseurs Stephen Spielberg) sowie eine Synagoge und ein jüdischer Friedhof besichtigt werden. Aber auch kulinarisch konnte die Stadt mit vielen stylischen Restaurants, exotischen Spezialitäten und chilligen Bootslokalen beim Kurs punkten. Den Höhepunkt bildete dabei zweifelsfrei der Klezmer-Abend in einem traditionellen jüdischen Restaurant, der zur eh schon guten Laune enorm beitrug.

Jedoch setzten wir uns neben all dem Spaß auch mit dem dunklen Kapitel deutscher Geschichte auseinander. Neben der Judenverfolgung und der Zuweisung ins Ghetto, beginnend 1941, spielte Kraukau auch ein wichtige Rolle bei der auf der Berliner Wannseekonferenz organisierten „Ausrottung der Juden“. Das Konzentrationslager Auschwitz sowie die Vernichtungsstätte Auschwitz-Birkenau mit seinen Gaskammern und Krematorien liegen etwa eine Busstunde von Krakau entfernt.

Der Anblick der Ausstellungsstücke aus dem Besitz der Ermordeten (LKW-Ladungen von abgeschnittenen Haaren, riesige Haufen an konfiszierten Brillen, Schuhen, Koffern, Haushaltsutensilien), die in der Gedenkstätte ausgestellt waren, schnürte vielen von uns die Luft weg. Auch die Begehung des riesigen Geländes und der Baracken in Auschwitz-Birkenau, wo circa eine Million unschuldige Menschen in Gaskammern umgebracht wurden, wirkten noch lange nach. Umso unverständlicher war es für uns, dass es Menschen gibt, die diesen Teil der Geschichte leugnen oder bagatellisieren.

 

Unter den Sport LKs bereits bekannt hat die Area47 nun auch ihren Reiz auf die diesjährigen Sport P1-Abiturienten und auf uns als Begleiter (Frau Tiesler
und Herr Salzmann) ausgeübt. Hin und zurück wurden wir mit dem Zug transportiert, zu Aller Erstaunen ohne Verspätung. Untergebracht in Tipis starteten wir in die Action-Sport-Woche.

Den ersten Tag verbrachten wir in atemberaubenden 30 m Höhe unterhalb einer Brücke, in einem der höchsten Hochseilgärten der Welt. Wer noch nicht genug hatte vom Klettern, konnte sich nachmittags am Kletterfelsen erneut in die Höhe schwingen. Jeden Tag stand uns zudem die „Water Area“ mit zahlreichen Rutschen, Sprungschanzen, Blobbing, einer Wasserkanone und vielem mehr zur Verfügung. Abends wurde stets der Volleyball noch ein wenig gequält.

Der Mittwoch war der vollste Tag. Er begann mit einer Rafting Tour auf der Inn. Fast jeder fand im Spiel mit dem kühlen Nass seinen Spaß. Tequila wurde dabei besonders häufig ausprobiert. Tequila steht natürlich dafür, den Oberkörper soweit über die Reling zu kippen, dass der Kopf komplett in den schmackhaften Fluten verschwindet. Am Mittwochnachmittag wurde dann in die Pedale getreten, um zum Piburger Bergsee zu gelangen. Höhepunkt der Tour war ein 30 minütiger Anstieg, der nur im ersten Gang überwunden werden konnte. Anerkennung und Erstaunen über Fahrräder ohne Motor war der Dank.

Der Donnerstag war ein besonderer Tag für eine Teilnehmerin, deren Volljährigkeit gemeinsam gefeiert wurde. Daneben verbrachten vier Sportler
ihre erste Stunde auf einem Wakeboard. Zudem begab sich eine Gruppe von acht Personen auf Expedition in eine tiefe Schlucht, welche ein Fluss in den Fels gerissen hatte. Die Expedition namens “Canyoning” forderte volle Aufmerksamkeit beim Abseilen und beim Wasserfallrunterrutschen oder -runterspringen. Abends wurde dann der Geburtstag und letzte Abend der Kursfahrt gebührend im River Haus gefeiert.

Der Regen, welcher ab Donnerstag einsetzte und Freitags bereits ohne Pause strömte, war für uns das Zeichen, das Ötztal wieder gen Bötschenberg nach vier Tagen voll Aktivität zu verlassen. Diesmal erreichten wir das geliebte Helmstedt zwei Stunden später wie geplant => „Typisch Bahn“

 

Fotos

Am 21. August erreichte der Sportleistungskurs, gemeinsam mit Herrn Gerlach und Herrn Kramer, mit dem Zug das Ötztal in Österreich. Mit guter Laune und großen Erwartungen kamen wir in der „Area 47“ an.

Die „Area 47“ ist ein großer Freizeitpark mit Rafting, Canyoning & anderen Wasseraktivitäten, Konzerten & Übernachtungsmöglichkeiten.
Nach einer kräftigen Stärkung im Restaurant und der ersten Erkundung des Geländes, bezogen wir unsere Holz-Tipis. Gemeinsam ließen wir den Abend ausklingen und freuten uns riesig auf den nächsten Tag, denn es stand der Hochseilgarten in unserem Programm.

Am nächsten Tag meisterten wir alle zusammen, nach einer kurzen Einführung, die Hindernisse in schwindelerregenden 27 Metern Höhe. Den Rest des Tages nutzten wir die „Water-Area“, genossen das sonnige Wetter und einige von uns suchten den absoluten Adrenalin-Kick beim „Mega-Swing“, bei dem die Teilnehmer vom Startpunkt in 27 Metern Höhe ins Nichts fallen. Mehr als 12 Meter freier Fall warteten auf die drei, bevor der Speed von rund 100 km/h in die Schwingbewegung überging. Natürlich wurde an diesem Tag Beachvolleyball gespielt und die „Water-Area“ mit Rutsche, Wakeboard & Co. genutzt.

Am Mittwoch versuchten wir uns an der „Kletterwand“ mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden, welche ebenfalls 27 Meter hoch ist. Anschließend folgte erneut ein spannendes Beachvolleyball-Spiel.
Nachdem einige von uns mit dem Mountainbike die Berge unsicher machten, gab es am Strand ein Barbecue, wobei der Sonnenuntergang die unglaublich entspannte Stimmung an diesem Abend unterstrich.

Das große Highlight unserer Kursfahrt folgte am Donnerstag. Bei strahlendem Sonnenschein statteten wir uns aus mit Neoprenanzügen, Schuhen, Westen und Helmen. Mit den Booten kämpften wir uns durch die Strömungen der Ötztaler Ache und genossen die atemberaubende Aussicht.

Am Freitag den 25. August hieß es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es wieder in die Heimat, doch die adrenalinreichen und actionreichen Tage in der „Area 47“ werden wir niemals vergessen. Für uns war diese Kursfahrt das Highlight unserer Schullaufbahn und ein gelungener Abschluss und vielleicht werden wir das Ötztal bald wieder besuchen.

Ein großes Dankeschön an unseren Tutor Herrn Kramer und an Herrn Gerlach für diese unvergesslichen Tage! – sf84 / SP81