Besuch aus unserer Partnerstadt Fiuggi (Italien)

In der letzten Woche haben die achten Klassen ihre GastschülerInnen aus der 60 Kilometer von Rom entfernten Thermalstadt Fiuggi in Empfang genommen. Der Andrang für den beliebten Austausch war so groß, dass in diesem Jahr ganze 36 SchülerInnen und vier Lehrkräfte aus Italien anreisten. Begrüßt wurden sie dabei schon am Flughafen Tegel in Berlin von einer Gesandtschaft des GaBö. Neben einer Stadttour durch Berlin stand auch der obligatorische Besuch der Kaffeerösterei „Starbucks“ an oberster Stelle der Tagesordnung. Bei den italienischen Jugendlichen scheint dies momentan, neben der Modekette „Primark“, der letzte Schrei zu sein. 

Geschafft wurden die Italiener am Abend von den Gastfamilien am Bötschenberg in Empfang genommen. Die Woche gab ihnen Einblicke in den ganz normalen Schulalltag hier in Deutschland. Natürlich wurde auch die Autostadt in Wolfsburg besucht. Die Highlights dieser Woche waren jedoch zweifelsohne der Trip in die Hansestadt Hamburg mit einer ortstypischen Barkassenrundfahrt, der Workshop-Tag an der Schule und natürlich das Abschlussfest. 

Mit Unterstützung der Eltern wurden an einem Schultag Koch-, Geocaching-, Filmschnitt- und Radiomoderationskurse angeboten. So konnten zum Schluss dieses spannenden Tages die Ergebnisse gegessen, gehört und gesehen werden. Neben der Hilfe der Eltern muss auch die Arbeit von Thomas Wendt und die Unterstützung des Helmstedter Partnerschaftsverein (http://www.hpv-online.de/) hervorgehoben werden, die erheblich dazu beitrugen, dass dieser Austausch mal wieder reibungslos funktionierte.  

Das Abschlussfest im Schützenhaus in Emmerstedt stand unter dem Motto „Oktoberfest“. Begrüßt wurden die Italiener in typischen Lederhosen und Dirndl. Es war ein krönender Abschluss einer wirklich tollen Woche. Beim Gedanken an die Verabschiedung kullerten schon erste Tränen, sodass für die Abfahrt vorgesorgt werden musste. Laut nicht bestätigten Berichten, soll eine ganze Haushaltsrolle verbraucht worden sein, um die Tränen der schluchzenden SchülerInnen aufzusaugen. Italienisch-deutsche Freundschaften sind entstanden und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, in dem wieder ein Austausch stattfinden soll.

NEU! Ergebnisse des Filmschnitt- und Radiomoderationskurses:https://www.gaboe.de/hoer-und-sehbare-ergebnisse-unserer-projekte/

English Version: Visit from our twin town Fiuggi (Italy)

Last week, the eighth graders welcomed their host students from the famous thermal city of Fiuggi, 60 kilometers from Rome. Around 36 students and four teachers from Italy participated this year in the popular exchange. They were welcomed at the airport Tegel in Berlin by a delegation of our school. In addition to a city tour through Berlin, they also visited the coffee roasting company “Starbucks” at the Brandenburg Gate. For the Italian youth this seems to be „hip“ right now, alongside with the fashion chain “Primark”.

In the evening the Italians were then received enthusiastically by the host families at the Bötschenberg. The week gave them insights into the normal school life here in Germany. Of course, the „Autostadt“ was visited in Wolfsburg. The highlights of this week, however, were undoubtedly the trip to the Hanseatic city of Hamburg with a local „Barkassenrundfahrt“, the workshop day at school and of course the closing party.

With the support of the parents, cooking, geocaching, film-editing and radio-broadcasting courses were offered on a school day. So at the end of this exciting day, the results could be eaten, heard and seen. In addition to the help of parents, the work of Thomas Wendt and the support of the HPV (Helmstedt’s Society for Twinnings and International Exchange) must be highlighted, which contributed significantly to the fact, that this exchange once again worked smoothly.

The closing party at the “Schützenhaus” in Emmerstedt was themed “Oktoberfest”. The Italians were greeted in typical „Lederhosen“ and „Dirndl“. It was the culmination of a really great week. Just thinking about the soon to be farewell, already first tears dropped. According to unconfirmed reports, a whole household role of tissues has been used to soak up the tears of the sobbing students at the farewell. Italian-German friendships have emerged and we look forward to next year, in which an exchange should take place again!

New! Results of the film-editing and radio-broadcasting course:https://www.gaboe.de/hoer-und-sehbare-ergebnisse-unserer-projekte/

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Am Donnerstag, den 14.03.2019, war es wieder soweit. Zu unserem dritten Drehtermin wurden wir von der Freiwilligen Feuerwehr abgeholt. In Königslutter durften wir dann live bei ihrer Feuerwehrübung dabei sein. Die Übung umfasste eine Personenrettung aus dem zweiten Stock eines Gebäudes auf dem Markt in Königslutter.

Für die aufgeregten 27 Skifahrerinnen und Skifahrer des Gymnasiums am Bötschenberg ging es in diesem Jahr nach Fügenberg ins Zillertal, um die Pisten dort unsicher zu machen. 

Sechs Tage lang wurden die Pisten im Hochzillertal rund um Fügenberg befahren. Die Anfänger verließen sehr schnell den „Babyhügel“ und fuhren am Freitag bereits mit den Könnern die schwarzen Pisten in dem großen Skigebiet sicher herunter. Dabei wurden die Skifahrer motiviert durch den großartigen Sonnenschein und die gute kulinarische Verpflegung im Gasthaus Zum Schoner. 

Auch die Abende wurden von den Schülerinnen und Schülern mit viel Spannung und Unterhaltung unter anderem mit den Strategiespiel „Werwolf“ und anderen Gruppenspielen zu einer Hüttengaudi, bei der sich aus den Schülerinnen und Schülern der sechsten bis elften Klassen sehr schnell eine begeisterte Après-Ski- Gemeinschaft bildete. 

Der Donnerstagabend bildete für alle ein unvergessliches ein Highlight. Bei der Hochfügennigth durften waghalsige Sprünge von Freestylern bestaunt werden und das bunte Rahmenprogramm wurde abgeschlossen durch ein atemberaubendes Höhenfeuerwerk. 

Alle begeisterten Skifahrerinnen und Skifahrer sind sich einig: Eine gelungene Ski Gaudi, die sich im nächsten Jahr wiederholen sollte, um so der sportlichen Ausrichtung des GaBös noch ein weiteres Highlight hinzuzufügen. 

Schülerinnen und Schüler aus 11 Grundschulen im gesamten Landkreis Helmstedt waren am Freitag, den 15.02.2019, der Einladung des Gymnasiums am Bötschenberg gefolgt und erlebten an 13 Stationen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen des GaBös einen unterhaltsamen Nachmittag mit ihren Eltern und Verwandten zum Thema „Geschichten aus aller Welt“. Die erste Besonderheit in diesem Jahr war, dass die Vorlese- und Mitmachstationen ausschließlich von Schülerinnen und Schülern gestaltet wurden. Weiterhin wurde auch von Schülerinnen mit Migrationshintergrund vorgelesen und zwar auf Deutsch – für diese Schülerinnen das erste Mal, dass sie vor so großem Publikum vorgelesen haben. Diese zwei Besonderheiten zeigen sehr deutlich das Leitbild der Schule –  die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu entdecken, damit die Welt zu verändern und für alle ein unvergessliches Erlebnis zu gestalten. 

Im Mittelpunkt der vorgestellten Geschichten standen jugendliche Helden, die aber eine Gemeinsamkeit haben: Sie alle müssen sich Herausforderungen und Abenteuern stellen. Sei es Harry Potter, der im Trimagischen Turnier bestehen; Won-a-pa-lei, die allein auf einer einsamen Insel überleben muss oder Rico und Oskar, die gemeinsam ihr erstes Weihnachten feiern und auch noch Familienzuwachs erwarten. An den Stationen wurde aber nicht nur vorgelesen und zugehört, es wurden Bilder gemalt, Ketten gebastelt und Origami gefaltet. 

Zwischendurch konnten sich die fleißigen Zuhörer im Lesecafé stärken, welches von der Klasse 9b unter der Leitung von Frau Gföller zahlreiche Kuchen anbot. Darüber hinaus waren viele Schülerfirmen des 9. Jahrgangs vor Ort, um ihre Produkte – Drucksachen, Postkarten oder Smoothies – vorzustellen oder Anteilsscheine an interessierte Förderer zu verkaufen.

Weiterhin möchten wir uns für die Unterstützung der Buchhandlung „Julius.Buch“ bedanken, die es ermöglicht hat, dass die vorgestellten Bücher für die häusliche Lektüre am Wochenende käuflich erworben werden konnten.  Dazu konnte der passende „Leseknochen“ auch gleich noch gekauft werden. Die Schülerin, Louisa Bahr, stellt diese praktischen Kissen her und verkauft sie z.B. in ortsansässigen Buchhandlungen oder über das Internet (Email an: zweigefaedelt@t-online.de).  Zum Abschluss der vielen spannenden und unvergesslichen Geschichten aus aller Welt gab es für die fleißigen Zuhörer noch ein kleines Geschenk, mit dem die entspannte Lektüre zu Hause erleichtert wird. 

Wir freuen uns, wenn wir auch zu unserem Kreativnachmittag am Donnerstag, den 14.03.2019 ab 16.30 Uhr, auch wieder so viele Schülerinnen und Schüler aus allen Grundschulen des Landkreises begrüßen dürfen, um gemeinsam weitere Stärken der Schule zu erleben. Dann finden eine Reihe von Workshops statt mit so vielfältigen Themen wie „Roboterfußball“, „Das alte Ägypten“ oder „Trampolinspringen mit den Flying GaBös“.

Fotos

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Am 13.02.19 unternahm die 9a mit ihrer Religionslehrerin Frau Jabs eine Exkursion zu einem außerschulischen Lernort. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Sterben und Tod“ suchte sie den geprüften Bestatter Schliephake in Esbeck auf, ein Unternehmen, das seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist und verantwortungsvoll geführt wird.

Herr Schliephake empfing die Klasse im sog. Abschiedsraum, so wie er auch eine Trauergesellschaft empfangen würde, mit ruhiger Musik. Der vordere Bereich war mit Kerzen und Pflanzen geschmückt, mittendrin ein großer moderner Sarg. Die Schülerinnen und Schüler wurden zunächst wie bei einer Trauerfeier begrüßt, bevor der Bestatter dann dazu überging über die verschiedenen Bestattungsarten und auch deren Kosten zu sprechen. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, als sie hörten, was mit menschlicher Asche zur Erinnerung alles so gestaltet werden kann: Vom Pressen eines Diamanten über das Einstreuen in einen Kristall, hin zum Füllen einer Phiole oder eines Kästchen an Kette oder Armband! Die wider Erwarten zögerlichen Fragen der Klasse beantwortete Herr Schliephake ruhig und offen.

Ein „Highlight“ war der Ausstellungsraum mit den Särgen, insbesondere das Fan-Modell für Eintracht-Fans, in dem zum Amüsement der anderen ein Schüler probeliegen durfte. Mit Gruselfaktor durften die Schülerinnen und Schüler in die Pathologie gucken; ein Raum, in dem die Toten gewaschen und wieder hergerichtet werden, sofern die Angehörigen das wünschen: Gesichtsaufbau etwa oder Schminken mit spezieller Schminke für Leichname.

Kurz vor Schluss durfte die Gruppe den Transportwagen des Bestatters bestaunen: eine 80.000 € teure Sonderanfertigung mit Bergungstragen, -gurten, einer ausfahrbaren Bahre mit Rollgestell (wie in einem Sanitätswagen), mit zwei Etagen für mehrere Personen, die gleichzeitig abgeholt werden müssen, mit sphärischer Beleuchtung. Die Frage nach den PS des Wagens bezog sich weniger auf das Tempo, als vielmehr auf die Kraft, die der Wagen haben muss um auch schwerste Personen transportieren zu können. Die Jugendlichen waren betroffen und amüsiert zugleich, dass immer mehr Sonderanfertigungen bei Särgen vorgenommen werden und Tote mitunter sogar mit der Hilfe von schwerem Gerät der Feuerwehr geborgen werden müssen, da die Menschen für Normalanfertigungen zu übergewichtig werden!

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Blick in das Café, in dem Trauergesellschaften, die keine kirchliche Bestattung wollen, im Anschluss an die Trauerfeier den „Leichenschmaus“ abhalten können.

Für mich als Lehrkraft war es interessant festzustellen, dass noch im Vorfeld des Besuches „sensationslüsterne“ Jungs plötzlich doch so etwas wie „gefangen genommen werden“ von einer Atmosphäre, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache zu verschlagen schien … um sich sofort im Anschluss daran wieder Bahn zu brechen! 😉

Text und Fotos: Ulrike Jabs

Wir, die Klasse 6c, haben vor Kurzem eine dreitägige Fahrt nach St. Andreasberg im Harz unternommen. Im Schullandheim Oberharz nutzen wir drei Tage, um uns untereinander besser kennenzulernen. Unter Anleitung von zwei Erlebnispädagoginnen und unseren Lehrerinnen Frau Barz und Frau Pfeiler bewältigten wir außerdem auf spielerische Art und Weise zahlreiche kooperative Aufgaben. Dabei ging es immer um die Themen Vertrauen, Zusammenarbeit, Kooperation und Kommunikation.

Nachdem am Sonntag die Austauschschüler mit ihren Partnern vom gemeinsamen Essen bei “Buongiorno” zurückkehrten, blieb erstmal Zeit für die Gastfamilien, sich mit ihren spanischen Gästen vertraut zu machen. Am Montag durften die Austauschschüler in der ersten und zweiten Stunde ein besonderes Programm genießen, während die deutschen Schüler regulären Unterricht hatten. Nach der Pause kamen die Gäste mit in den Unterricht, in den sie die Lehrer

Der Religionskurs re92 von Frau Jabs fuhr vom 23. – 25.01.2019 nach Nordhausen. Unter pädagogischer Anleitung setzten sie sich mit den im KZ Mittelbau Dora geschehenen Verbrechen auseinander. Neben der Besichtigung des Lagers und der Stollenanlage, in denen nach der Bombardierung von Peenemünde die sog. Wunderwaffe gefertigt wurde, standen die Frage nach Schuld und Nicht-Schuld, nach den Überlebenden und deren Biographien im Fokus.

Die 13 Schülerinnen und Schüler kommen an dieser Stelle selbst zu Wort und schildern ihre Eindrücke.

Stollen Mittelbau-Dora

Am Donnerstag, den 24.01.2019, betraten wir den Stollen Mittelwerk durch einen neu angelegten Eingang. Durch diesen erreichten wir den Fahrstollen A. Jonte Walther und ich, Jannis Rusch, waren sehr beeindruckt von seiner Größe und von den Temperatur, da sie 8 Grad Celsius betrug, obwohl außerhalb des Stollens Temperaturen von -6 Grad Celsius herrschten. Im Fahrstollen A befand sich ein Modell des Stollens und noch ein paar Tafeln, wo sich Informationen über den Stollen befanden. Wir folgten dem Fahrstollen A, welcher voll mit Schutt und Trümmern bedeckt war. Deswegen wurde ein erhöhter holziger Pfad angelegt, damit man nicht über die Trümmer steigen musste. Wir kamen an einigen Schlafstollen vorbei, welcher auch wieder mit Schutt und Trümmern bedeckt waren. Gegenüber von den Schlafstollen lagen die sanitären Anlage. Dann verließen wir den Fahrstollen A und gingen durch einen Querstollen zu einem Fabrikstollen, welcher durch ein Stahlgerüst in drei Etagen unterteilt war. Allerdings war dieser mit Grundwasser bedeckt.

Aufbau des KZ Mittelbau-Dora und der Baracken

Das KZ lässt sich in drei große Bereiche einteilen. Dem Industriebereich, welcher hauptsächlich aus dem Bahnhof bestand, dem SS-Bereich, in welchem sich die Unterkunftsbaracken der SS-Männer befanden, und dem Häftlingslager, welches den Appellplatz, Baracken sowie die Wäscherei, die Effektenkammer zur Aufbewahrung der persönlichen Wertgegenstände der Häftlinge, das Krankenrevier, das Krematorium, das Kino sowie ein Bordell umfasste.

Durch das Kino und das Bordell wurden Anreize für Häftlinge geschaffen, gute Arbeit zu leisten. Es war allerdings nur für Produktions- und Funktionshäftlinge möglich, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, da diese von höherem Wert für die SS waren. Die Bauhäftlinge, welche von geringstem wert für die SS waren, waren „ersetzbar“ und mussten schwerste körperliche Arbeiten verrichten. Die Produktionshäftlinge hingegen mussten technisches Vorwissen mitbringen und arbeiteten an der V2 unter Tage. In beiden Gruppen wurden Funktionshäftlinge bestimmt, welche kleinere Aufgaben der SS übernahmen und für die Organisation der Baracken zuständig waren.

Die einstöckigen Baracken waren aufgeteilt in einen Essbereich und einen Schlafbereich, welche durch einen sanitären Bereich getrennt waren. In den Baracken der Bauhäftlinge mussten etwa 300 Personen im Schlafbereich in den vierstöckigen Betten Platz finden, während die Produktionshäftlinge auf gleichem Raum mit „nur“ etwa der Hälfte Platz finden mussten.

Nach schließung des KZs wurden die Baracken von den Nordhäusern abgebaut und sämtliche Materialien mitgenommen, da nach Ende des Krieges Materialnot herrschte. Heutzutage sind deshalb nur noch die Umrisse zu erkennen.  

Das Krematorium des KZ-Lagers Mittelbau-Dora

Ein zentraler Teil der Gedenkstätte ist das Krematorium. Hier wurden die Leichen und Überreste der Häftlinge verbrannt. Dazu wurden zwei Verbrennungsöfen errichtet. Wenn nötig, wurden mehrere Häftlinge gleichzeitig verbrannt. Die überrestliche Asche wurde auf dem Hang hinter dem Krematorium entsorgt. Die hier verrichtete Arbeit wurde von den Häftlingen selbst getätigt. Einige verbrannte Häftlinge waren noch nicht tot, sondern befanden sich in einem Koma-ähnlichem Stadium. Der Qualm des Krematoriums verbreitete sich durch das komplette Lager bis nach Nordhausen. Die Anwohner beschwerten sich über die starke Rauchentwicklung mit der Bitte, nur zu angekündigten Zeiten Häftlinge zu verbrennen. Einige Häftlinge wohnten sogar im Krematorium selbst und verzierten dieses zum Teil mit selbstgemalten Blumen. Heute hängen im Verbrennungsraum Gedenktafeln für dort verbrannte Häftlinge. Diese wurden von Angehörigen in der Nachkriegszeit dort aufgehängt. Vor dem Gebäude liegt eine weitere Gedenktafel, auf der die Nationen der dort inhaftierten Häftlinge aufgelistet sind. Daneben befindet sich eine Skulptur, die ebenfalls den Häftlingen des KZs gedenken soll.

Biografien

Am zweiten Tag haben wir uns mit einzelnen Biografien von überblenden Häftlingen beschäftigt.

Einer der Inhaftierten war Georg Stein. Dieser wurde aufgrund dass er Jude war, aus seiner Heimat in Rumänien über verschiedene Zwischenstationen nach Mittelbau-Dora deportiert. Er wurde nur, weil er eine technische Ausbildung hatte, nicht getötet. Diese technische Ausbildung musste er im Stollen bei der Produktion der V2 einsetzten. Zu Anfang musste er 6 Monate im Stollen arbeiten und leben, da das Lager um den Stollen noch nicht aufgebaut war. In dieser Zeit sah er nicht einmal das Tageslicht. Nach seiner Befreiung konnte er nicht in seine Heimat zurück. Dies lag zu einem daran, dass er staatenlos war und kein Staat in wieder einbürgern wollte und zum Anderen daran, dass in seiner Heimat die Häuser besetzt waren. Somit floh er nach Israel und wurde Mitglied der Armee. Da nach der Unabhängigkeit von Israel 1948 dort keine Sicherheit herrschte, wanderte er mit seiner Familie und seiner Frau nach Australien aus. In Australien gelang es ihm eine Autowerkstatt zu eröffnen. Die Erlebnisse im Stollen konnte er jedoch nie vergessen und leidet heute immer noch unter den psychischen Problemen.

Dieser Lebenslauf war kein Einzelfall, Menschen wurden aus unterschiedlichsten Gründen inhaftiert, z.B das sie Teil des Widerstands waren. Das erstaunliche dabei war jedoch, dass die Anschuldigungen willkürlich waren, also es keine Beweise für die Tat gab. Nach der Inhaftierung mussten sie dann bei der Produktion von V1 und V2 mitarbeiten. Dies geschah jedoch unter unmenschlichen Bedingungen. Ein Beispiel dafür wären die Transportwege, denn dort wurden ca. 100 Menschen über mehrere Tage in ein Viehwaggon gesperrt. Das Schlimme dabei ist, dass die Menschen selbst nach der Befreiung kein vernünftiges Leben führen konnten, da sie unter den Folgen des KZ litten.

Was macht einen Menschen zum Täter?

Die Antwort  der Frage hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich bewusst ist, was er tut, ist schuldig. Wer das Motiv verfolgt, Menschen gezielt zu diskriminieren und auszulöschen, ist schuldig. Also ist die grundlegende Frage: „Tut der Mensch dies freiwillig?“ Inwiefern ist ein Mensch also schuldig, wenn er gezwungen wird?

Mit dieser Frage haben wir uns in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen auseinandergesetzt. Beispielsweise haben wir uns mit dem Beruf als Lokführer beschäftigt. Der Lokführer bringt volle Waggons mit Häftlingen zum KZ. Wird der Lokführer damit zum Täter? Was spricht dafür, was dagegen? Wenn sich der Lokführer bewusst war, dass er tausende von Menschen in den Tod befördert, ist er schuldig. Wird der Lokführer jedoch von der SS dazu gezwungen, tut er dies nicht freiwillig und folgt nicht dem Motiv Menschenmassen in den Tod zu führen. Er ist nicht schuldig.

Die Frage lässt sich also nicht pauschal beantworten, es ist ein Zusammenspiel aus langen Ketten unterschiedlicher Faktoren. Egal, ob gewollt oder ungewollt, direkt oder indirekt, jeder Mensch war ein kleines Rad im Getriebe und hat zum Funktionieren des NS-Regimes beigetragen.

Fotos

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Wir wollten mit der Aktion einfach ein bisschen Freude verbreiten und den Schülern eine Möglichkeit geben ihrem Freunden und Lehrern danke zu sagen. 

Caroline Tischer

Viele liebe Grüße und schöne Feiertage 

Im Dezember fand jeden Donnerstag in den Pausen ein von den SchülerInnen in Eigenregie organisierter Weihnachtsmarkt an der GaBö-Bar auf dem Schulhof statt.

Gekauft werden konnten neben warmen Kinderpunsch und Kakao auch Kekse und sogar außergewöhnliche Cake-Pops. Insgesamt wurden ca. 20 Liter Kinderpunsch und 15 Liter Kakao ausgeschenkt sowie unzählige Packungen mit selbst gebackenen Keksen.

Zusammengekommen sind zum Schluss 150€ an Gewinn! Dieser soll zum einen an einen wohltätigen Verein gespendet werden, der Kinder aus Dritte-Welt-Ländern in Afrika und Asien mit Schulsachen unterstützt und zum anderen an ein Tierheim in der Region.

Wir bedanken uns bei allen Eltern, Unterstützern und KundInnen, die diese Weihnachtsaktion zu einem Erfolg gemacht haben und freuen uns schon auf die nächste Verkaufsaktion.

Unter dem Motto „Weihnachten“ fand am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien der erste Spiritday des GaBös statt. Schüler, Lehrer und Kollegen durchstöberten ihren Kleiderschrank nach weihnachtlichen Outfits und sorgten so für einen weihnachtlichen Start in die Ferien!

Die SV wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Fotos

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