Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlichen Profils der Oberstufe des GaBö hatten am Dienstag die Gelegenheit, im Biotechnologischen Schülerlabor in Braunschweig-Stöckheim unter fachkundiger Anleitung gentechnische Experimente selber durchzuführen. Dabei ging es wortwörtlich um die Wurst: Verschiedene Wurstsorten wurden daraufhin untersucht, ob sie Schweine-, Rind-, Huhn- oder Putenfleisch enthalten. Dafür wurde zunächst die DNA mithilfe der heute gängigen Silica-Technik aus den Zellen von Wurst und Fleisch isoliert, im zweiten Schritt mithilfe der PCR (Polymerase-Kettenreaktion) und spezifischen Primern vervielfältigt und zum Schluss durch die Gelelektrophorese aufgetrennt und sichtbar gemacht. Sie Schüler konnten so drei gentechnische Methoden ganz praxisnah kennenlernen, die heutzutage in der Lebensmittelindustrie, aber auch in der Medizin und der Kriminalistik eine nicht mehr wegzudenkende Rolle spielen.

Nach dem Labortag waren die Schülerinnen und Schüler etwas geschafft, aber alle waren sich einig, dass sich der Tag gelohnt hat. Ein Biss ins Wurstbrot entschädigte für die Anstrengung: Die untersuchte Salami enthielt übrigens Rind- und Schweinefleisch, die Mortadella Pute und Huhn.

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Die Ausstellung „Typografische Inklusion“ ist eine vielfältige und zugleich interessante künstlerische Auseinandersetzung und Bereicherung zu der viel diskutierten Thematik Inklusion.

Den Auftakt der Vernissage bildete ein Text von Julia Herzog mit der Leitfrage „Was ist Inklusion?“. Die Frage wurde u.a. durch eine sehr spannende Inszenierung des Darstellenden Spiel Kurses beleuchtet. Dabei wurde die Problematik ganz wunderbar aufgegriffen und umgesetzt. Eine Antwort auf die Frage „Was ist Inklusion?“ gab Yasmin Krüger mit ihrem Text „Das ist Inklusion“. Schockierend ehrlich, emotional und sogleich sehr ernsthaft griff sie einige Auffassungen vom „PERFEKTsein“ auf und brachte ihre Meinungen textsicher auf den Punkt.

So brachten nicht nur diese sehr ergreifenden Fragen, Antworten und Inszenierungen Anstöße zum Nachdenken mit sich, sondern auch die verschiedenen Kunstwerke stellen Fragen an den Betrachter und weisen auf unterschiedlichste Art und Weise auf die Thematik Inklusion hin.

Wer ist schon perfekt? Was bedeutet ein Miteinander statt ein Nebeneinander? Wie funktioniert Inklusion wirklich im Alltag?

Herzlichen Dank an die kreativen Oberstufenschüler, die sich diesen Fragen gestellt und sich dieses wichtige Thema bewusst gemacht haben und für die tollen, künstlerischen sowie beeindruckenden Antworten!

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Exkursion_Palaeon_2014

Bereits im November und Dezember letzten Jahres unternahmen die 5. Klassen im Rahmen des Unterrichtsthemas “Steinzeit” Geschichtsexkursionen in das Paläon. Dabei erprobten Schülerinnen und Schüler ein vom Gaboe neu entwickeltes Konzept zum selbstständigen Lernen im Museum, welches in einem Kooperationsprojekt zwischen Schule und Paläon entstanden war.

Ausgestattet mit den neuen Fragebögen konnten die Schülerinnen und Schüler die Museumsräume erkunden. An ausgewählten Stationen erarbeiteten die jungen Forscher in Eigeninitiative wie sich der Frühmensch vor etwa 300.000 Jahren entwickelte, wie er sich ernährte und welche Werkzeuge und Waffen er verwendete.

Dieser etwas andere Museumsbesuch fand bei den Schülern großen Anklang. Mit sprichwörtlichem Feuereifer näherten sich die Schüler ihren urzeitlichen Vorfahren und forschten insbesondere im Besucherlabor wie echte Archäologen.

Nach intensiver Spurensuche resümierte Ben aus der 5b: “Mir hat das Forschen sehr gut gefallen, weil man viel über Pflanzen, Knochen und Steinwerkzeuge erfahren konnte.”

Zuletzt sei noch Dank gesagt an Heike Schulz und Manfred Ernst (Gaboe) sowie Jana Hugler (Paläon), ohne deren Hilfe dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können.

Am 13.02.2015 fand der alljährliche Lesenachmittag am Gymnasium am Bötschenberg statt. Dieses Jahr lautete das Motto “Gruseln am GaBö”, deshalb wurde hauptsächlich schaurige Lektüre gelesen. Zu Beginn der Veranstaltung versammelten sich die 5. und 6. Klassen des GaBö, Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in und um Helmstedt sowie Eltern, Geschwister, Großeltern und Lehrer in der Schulaula. Schon nach kurzer Zeit war der Raum restlos überfüllt.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Frau Hopfgarten-Schröder und dem Organisationsteam gab es einen kurzen Einblick in den Ablauf des Lesenachmittags und dann konnte das schaurige Leseabenteuer beginnen. Insgesamt gab es 11 Lesestationen in den einzelnen Klassenräumen, an denen Lehrer und Schüler des GaBö ihre Gruselgeschichten vorstellten. Die einkehrende Dämmerung versetzte die kleinen und großen Leseratten zusätzlich in eine schaurige Stimmung.

Lehrer und Schüler konnten die spannungsgeladenen Zuhörer mit ihren Erzählungen von geheimnisumwitterten Werwölfen, hungrigen Vampiren, schleimigen und grünen Gespenstern, verfluchten Häusern, bedrohlichen Monstern, schaurigen Stimmen aus dem Jenseits und gruseligen Märchen begeistern und Gänsehaut erzeugen. Aufmerksam und gespannt lauschten “Jung und Alt” den Vorlesern. Zwischendurch konnten sich die Gruselhungrigen im Literaturcafé stärken und am Bücherstand der Buchhandlung Gröpern 5 in den vorgestellten Büchern schmökern oder sie kaufen.

Am Ende des Gruselnachmittags konnten sich die jungen Zuhörer zum Andenken einen Geisteranstecker mitnehmen. Insgesamt war der Lesenachmittag ein großer Erfolg und wird sicherlich für alle Beteiligten in schaurig-schöner Erinnerung bleiben.

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Beim Bezirksentscheid von “Jugend trainiert für Olympia” in der Sportart Handball glänzte die GaBö-Auswahl der Jungen in der WK IV und darf somit beim Landesentscheid in Barsinghausen starten.

Wir sind morgen am GaBö losgefahren nach Salzgitter. In Salzgitter angekommen haben wir uns warm gemacht. Das Spiel begann und wir gingen schnell in Führung. Zur Halbzeit stand es 8:6. In der zweiten Halbzeit konnten wir unsere Führung ausbauen und bis zum Ende verteidigen. Am Ende stand es 15:9. Die Mannschaft war aus dem Göttinger Raum. Am 11.03. geht es nun zum Niedersachsenentscheid nach Barsinghausen.

JTFO_Bezirkssieger_Handball_WKIV_2015

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik Inklusion

Die Oberstufenschüler zweier Kunstkurse haben sich mit dem Thema Inklusion beschäftigt. Dabei haben sie dieses viel diskutierte und wichtige Thema mit ihrem Semesterthema „Plakate“ kombiniert. Der Schwerpunkt bei der Gestaltung der Kunstwerke liegt auf der Typografie, welche ein Gestaltungsprozess mittels Schrift und ein wesentlicher Bestandteil der Plakatgestaltung ist.
Zu Beginn setzten sich die Schüler mit dem „Zauberwort“ Inklusion auseinander.
Was ist das überhaupt? Wo begegnen wir Inklusion? Was bedeutet „normal sein“? Anderssein? In welchen Bereichen findet Inklusion statt? Wo findet sie nicht statt und warum nicht? Was können wir tun? Wie können Begegnungen geschaffen und Grenzen oder Trennungen durchbrochen werden?
Die Schüler näherten sich mithilfe dieser Fragen, Recherchen und ihrem Wissen über Typografie diesem Thema an. Es entstanden Zeichnungen und Fotografien. Inklusion wurde z.B. auch als Wort in die chinesische Sprache übersetzt und dieses wurde als Bild umgestaltet. Auch Lebensmittel wurden verwendet, um Inklusion künstlerisch darzustellen.

Es sind verschiedene und sehr spannende Kunstwerke zum Thema Inklusion und Typografie entstanden, welche am 18.02.2015 um 18 Uhr in der Volksbank in Helmstedt (Kornstr. 2) zu bestaunen sind.
Ebenso gibt es zu dem Auftakt der Vernissage u.a. etwas Poetisches und eine Inszenierung des Darstellendes Spiel Kurses.

Vernissage_Inklusion_2015_Flyer

„Morgens immer müde“. Mit diesen Lied der Gruppe Laing wurde die vierte Show „GaBö and friends“ im Brunnentheater für ihre 600 Gäste eröffnet. Rund 160 Schüler und Lehrer des Gymnasiums am Bötschenberg (GaBö) begeisterten mit hervorragenden Darbietungen ihr Publikum am vergangenen Donnerstagabend im Theater in Helmstedt.

Mit einer Beamerpräsentation wurde das Spektakel begonnen und die Zuschauer auf die nächsten unterhaltsamen Stunden eingestimmt. In jeder der 30 Darstellungen gelang der Schulterschluss zum Thema Schulalltag, das sich wie ein roter Faden durch den Abend zog.

Mit dem Auftritt der Lehrerband und dem von ihnen interpretierten Titel „Upside down“ von Jack Johnson begann der abwechslungsreiche Stundenplan auf der Bühne. Große Anerkennung ernteten auch vier Jongleure, wobei der Kleinste aus einem Koffer kletterte. Gekonnt wirbelten sie ihre Diabolos über die ganze Bühne und hoch durch die Luft.

Die chinesischen Schüler hatten es sich nicht nehmen lassen, auch zum Gelingen des Abends beizutragen. Mit ihrer K-Pop-Choreografie präsentierten sie Jazzdance im koreanischen Stil. Im Secondhandladen „Thrift shop“ brachte die Klasse E3 den Saal in Stimmung und manch Zuschauer hätte gerne selbst das Tanzbein geschwungen. Für ihre Mischung aus Hip Hop, Breakdance und Partnering ernteten die Schüler in ihren ausgefallen Kostümen begeisterte Zurufe.

Mit einer Hommage an Victor von Bülow sorgten die Lehrkräfte in der Anstandsschule für tosendes Gelächter beim Publikum, sind doch die Sketche von Loriot in ihrer Art unvergessen.

Dass der Chemieunterricht einen Feueralarm auslöst, ist zwar nicht die Regel, doch auf der Bühne sehr effektvoll. Die jüngsten der „Flying GaBös“ zeigten nach temporeicher Musik von Pitbulls „Fireball“ ihre ersten Sprünge, die ebenso schnell wie die Feuerwehr waren. Es folgte eine temperamentvolle Bodenturnkür, bei der FlickFlack und Co. bravourös gemeistert wurde.

Shupei Xue setzte ein weiteres musikalisches Zeichen. Mit ihrer Hummelflugvariante am Klavier unterstrich sie mit Unterstützung vieler Schüler, wie hektisch es in der Pause manchmal zugehen kann. Die zwei Gruppen der Dancing GaBös zeigten neben ihrem quirligen Stück „Ihre Bestellung bitte“ auch ihre erfolgreiche Baseballchoreografie, mit der sie nach dem Lied „Supermassive“ die Bühne rockten.

Mit einer außergewöhnlichen Schwarzlicht-Inszenierung leitete die Klasse E2 die Pause ein. Wie durch Zauberei flogen die Mathematikaufgaben durch das Dunkel der Bühne.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Bodypercussion-Nummer, bei der auch die Zuschauer ihr rhythmisches Talent beweisen durften.

Die „Flying GaBös“ zeigten in ihrer Paradedisziplin Trampolinspringen atemberaubende Sprünge in spektakulärer Höhe. Die Decke des Theater hätte fast nicht mehr ausgereicht, so wirbelten die fortgeschrittenen Trampolinturner mit mehrfachen Saltos und Schrauben durch die Luft. Exakt zur Musik sprangen und flogen die Schüler über den Orchestergraben und ein Raunen nach dem anderen ging durch das Publikum. Darauf folgte ihr Pyramidenprogramm mit akrobatischen Hebungen von zwei bis 15 beteiligten Artisten, das die Zuschauer mit stürmischem Beifall zollten.

Mit „Le damp sau“ wurde es kurzzeitig ernst im Theater. Die Ereignisse um Lampedusa und die Errichtung einer inneren Mauer gegen die Zuwanderer wurden eindrucksvoll dargestellt und brachten alle zum Nachdenken.

Die Geschwister Josie und Jenny Langenheim zeigten Moderndance in Perfektion. Neben ihrem Wettkampf-Duo sah man Josie zusammen mit Elias Breitner in einer gemeinsamen Performance aus Tanz und Diabolo-Jonglage. Jenny unterstrich dagegen den einfühlsamen Gesang von Karla Gonnermann. „I see fire“ wurde nicht nur über eine Beamerpräsentation unterstützt, auch die Lehrerband konnte das Lied eindrucksvoll mit Geige und Akkustikgitarre begleiten und sorgte für den „Gänsehautfaktor“.

Die ersten Übungen des Faches „Darstellendes Spiel“ gekonnt in Szene setzen. Das präsentierten die Schüler in ihrer Werkschau, für die sie ebenfalls viel Applaus ernteten. Mit Gedichten von Ringelnatz und anderen wurde das Publikum humorvoll in die Fertig- und Widrigkeiten einer Liebeserklärung eingeweiht.

Die Schülerband „Nameless“ heizte dann noch einmal so richtig ein. Da dauerte es nicht lang und die Bühne füllte sich mit Fans und Groupies, die die Gruppe anfeuerten.

Der TC Schöningen, mit dem das GaBö in Kooperation steht, sorgte mit seiner Bundesligaformation „Imagination“ für ein tänzerisches Highlight. Die Tänzerinnen präsentierten ihr aktuelles Showprotamm „TV Total“, bei dem Stefan „Eli“ Raab natürlich nicht fehlen durfte.

Krönender Abschluss war der Auftritt von Helene „Stephanie“ Fischer, mit dem sich das Kollegium des GaBö von seiner tänzerischen Seite zeigte. Mit Lichteffekten sorgten die Lehrkräfte mit ihrer mitreißenden Choreographie dafür, dass das Publikum den Hit „Atemlos“ lauthals mitsang und frenetischen Applaus spendete.

„‘Wetten dass‘ gibt es nicht mehr, dafür aber das GaBö mit seinem bunten Abend“, so schloss Schulleiter Friedrich Jungenkrüger die vierstündige Show. Mit erschöpften aber glücklichen Gesichtern war für Schüler, Lehrer und Eltern der aufregende nicht ganz alltägliche Schultag zu Ende.


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Oberstleutnant Dietmar Hinze gehört als Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons Germersheim zur Führungsebene der Luftwaffe. Er hat Befehlsgewalt über ca. 1000 Soldaten und war schon oft im Inland (z.B. beim Hochwassereinsatz in Passau, Elbe) und im Ausland (am Horn von Afrika und in Afghanistan) bei Einsätzen der Bundeswehr dabei. Zu seinen Aufgaben bei der Bundeswehr zählt im Augenblick die Einsatzvorbereitende Ausbildung. Zu diesem Zweck gibt es an seinem gegenwärtigen Standort ein Übungsdorf, in dem sich Soldaten und Offiziere auf den Einsatz in Afghanistan vorbereiten können. Er selbst war in Afghanistan mit seiner Einheit, der Multinational Force Protection Task Force, im Bereich um Mazar-e Sharif eingesetzt und hatte einen Verantwortungsbereich (in der Militärsprache Blue Box) zu kontrollieren, in dem 16 afghanische Dörfer liegen. Aufgrund seiner Erfahrungen konnte er den Schülern des GaBö in einem engagierten Vortrag, bei dem er sie mit auf eine fiktive Patrouille nahm, verdeutlichen, wie die Menschen in Afghanistan leben, wie die deutschen Soldaten vor Ort agieren und in welchen Spannungsfeldern sie stehen. Die Soldaten litten, so Hinze, z.B. darunter, dass sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland von der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen oder sogar abgelehnt würden, obwohl sie doch im Auftrag des Deutschen Bundestages gehandelt hätten. Weitere Probleme bestanden in seinem Kontingent zwischen den NGO und deren manchmal unklaren eigenen Auftragslage und in fehlgeleiteten Hilfsleistungen.

Hinze, der selbst zum Ehrenmalik (Ehrenbürgermeister) des Bergdorfes Ghandaki in Afghanistan ernannt worden ist, zeigte den Schülern eine ganze Reihe von Fotos und vermittelte so Eindrücke von seinem Einsatz und von seinen Kontakten zu Einheimischen. Dabei wies er auch auf die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Afghanen hin. So habe er sich beispielsweise während des Einsatzes einen Bart wachsen lassen, um besser ins Gespräch zu kommen. Wenn man bei einer Gesprächsrunde die Hand aufs Bein gelegt bekomme, so sei dies ein Zeichen dafür, dass man unter dem Schutz der betreffenden Person stünde. Umarmungen seien demgegenüber nicht üblich. Das Tragen einer Waffe gelte in Afghanistan als Zeichen der Männlichkeit. Vorehelicher Geschlechtsverkehr sei verboten. Allerdings gebe es in vielen Dörfern noch feminine männliche Personen (Hinze nennt sie Loverboys), die dazu da seien, eine Triebabfuhr zu ermöglichen.

Auch über die Einsätze der Soldaten erfuhren die Schüler viel Wissenswertes: So verlassen die meisten Soldaten das Feldlager während ihres Einsatzes nicht. Die Regeln, an die sie sich halten müssen, sind auf einer kleinen grünen Doppelkarte notiert. Das Gewicht der Ausrüstung beträgt 30 Kilogramm. Und vor Hausbesuchen werden zur Aufklärung oft kleine Drohnen eingesetzt, die die Umgebung erforschen.

Nebenbei erfährt man auch etwas über die Fachsprache der Bundeswehr im Auslandseinsatz: Ein Pre-Check ist z.B. eine erste Kontrolle vor dem Einlass in das Feldlager und wenn die Soldaten im Außeneinsatz mal eine Pinkelpause machen müssen, so nennen sie diese Yellow-Break.

Auf Nachfrage der Schüler gab Hinze auch Auskunft über Probleme im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Ein Problem sei natürlich der Drogenanbau. Aber das eigentliche Problem, das dahinter stehe, sei die Armut der Bevölkerung. Für die Arbeit im Feldlager bekäme ein Arbeiter z.B. ca. 800 Dollar und das wäre genug, um damit ein ganzes Dorf zu ernähren. Auch gäbe es sprachliche Probleme aufgrund der Multinationalität der ISAF-Truppe. Es gebe Probleme wegen des Klimas. Große Temperaturunterschiede seien nichts Ungewöhnliches und von Zeit zu Zeit gäbe es einen Sandsturm. Auch die Bilder, die Hinze zeigt, vermitteln den Eindruck von einem Land, in dem die Menschen in einfachsten Verhältnisse leben. Es gibt kaum Bäume oder Sträucher zu sehen (Brennholz ist knapp) und überall liegt Plastikmüll auf dem Boden herum. Wilde Müllkippen mitten auf der Straße sind nichts Ungewöhnliches. Man sieht kleine Kinder in einem Flüchtlingsdorf (die Flüchtlinge stammen aus Pakistan), die auf dem hartgefrorenen Boden mit Lehmkugeln spielen.

Im Anschluss an seinen Lichtbildvortrag diskutiert Hinze noch mit den Schülern und geht dabei durchaus kritisch mit dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan um. Man merkt an der gespannten Atmosphäre, dass er Eindruck auf seine Zuhörer gemacht hat.

Die Klasse 7b hat im November und Dezember das Projekt„Helmstedt im Mittelalter – Ein historischer Stadtrundgang“durchgeführt. Dabei ging es darum, das Leben in einer Stadt und in einem Kloster im Mittelalter am Beispiel von Helmstedt zu erforschen und anschließend das eigene Expertenwissen im Rahmen einer Stadtführung den Mitschülern zu vermitteln.

Unter der Leitung von Frau Pfeiler sammelten die Schüler im Unterricht Informationen über die Entstehung von Helmstedt und das Leben im Mittelalter in dieser Region. Sie haben zu verschiedenen Gebäuden z.B. dem Kloster St. Ludgeri, dem Rathaus, dem Marktplatz oder zu den Verteidigungsanlagen in Büchern, im Internet und vor Ort recherchiert.

Am Montag, den 24.November 2014 war es soweit: Die Kinder gingen mit den Lehrerinnen Frau Pfeiler und Frau Sienknecht zu den unterschiedlichen Stationen und berichteten ihren Mitschülern über ihre Recherchen aus dem Unterricht.

Die nächste Stunde verbrachten sie damit, einen Flyer mit ihren Informationen zu gestalten. Er soll es auch anderen ermöglichen, einen historischen Stadtrundgang durch Helmstedt zu erleben und kann als pdf-Dokument hier heruntergeladen werden.

Fazit:
Wir fanden diese Idee sehr gut und danken Frau Pfeiler für ihre Unterstützung. Es war auf jeden Fall lustiger, lehrreicher, spannenderund einprägsamer als das Thema nur mit Hilfe des Schulbuchs zu lernen.

(Gabriel Gabbey und Jonas Krömer)

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels zählt zu den größten bundesweiten Schulwettbewerben. Er wird seit 1959 jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen durchgeführt und zeigt, dass es immer noch sehr viele, vor allem jüngere Schülerinnen und Schüler gibt, die Spaß am Lesen und Vorlesen haben. Die sechs Schüler des GaBö, die am Dienstag im Musikraum der Schule im Vorlesen gegeneinander antraten, waren allesamt bereits Klassensieger und zeigten durchweg ein hohes Leseniveau, was darauf schließen lässt, dass sie auch zu Hause viel lesen und spannende Geschichten nicht nur aus dem Fernsehen oder aus Computerspielen kennen.

Vorgelesen wurden in diesem Jahr vor allem gruselige Geschichten, wie die Werwolf-Geschichte „Changeling“ oder der Gruselroman „Der Schatten an meiner Wand“ von Kerstin Lundberg Hahn. Aber auch Detektivgeschichten wie die „Drei Fragezeichen-Kids“ und der Ratekrimi „Falsches Spiel in der Arena“ von Fabian Lenk, der die Zuhörer zurück ins alte Rom versetzt, stehen bei den Kids ganz oben auf der Liste. Ein wenig überraschend war es, dass bei den Schülern des sechsten Jahrgangs auch schon sehr ernsthafte Themen auf der Leseliste stehen. So wurde z.B. aus dem Buch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green vorgelesen und die Zweitplatzierte des Wettbewerbs Sophie Pilarski aus der Klasse 6a las aus dem Roman „Das Schweigen in meinem Kopf“ von Kimm Hood vor, in dem es um ein Mädchen geht, das sich um einen schwerbehinderten Jungen kümmert.

Alles, was vorgelesen wurde, machte neugierig und regte zum Weiterlesen an, weil es den Schülern gelang, die Zuhörer durch ihre Stimmführung in den Bann zu ziehen und die jeweilige Atmosphäre des Buches „richtig rüberzubringen“.

Nach den Textvorträgen, die auch einen nicht geübten Text einschlossen, fiel es der Jury nicht leicht, einen Gewinner zu ermitteln, aber schließlich setzte sich Emilia Besecke (6b) mit knapper Mehrheit beim Schulentscheid durch und wird das GaBö damit auch weiterhin im Vorleswettbewerb vertreten.

Die Leseförderaktion des deutschen Buchhandels möchte Kinder ermutigen, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen und aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen.

Leselust und Lesespaß sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Die Zuhörer des Wettbewerbs machten die Erfahrung, dass Bücher zwischen Spannung, Unterhaltung und Information viele Facetten bieten und Lesen sowie Vorlesen die Phantasie anregt und neue Welten eröffnet.

Am Mittwoch, den 03.12.2014 und Donnerstag, den 04.12.2014 fand das Projekt “Gemeinsam Leben – gemeinsam Sport treiben” statt.

Zunächst vermittelte und der körperlich beeinträchtigte Kabarettist und Paraympics-Goldmedaillengewinner im Tischtennis, Rainer Schmidt im Avacon Gebäude, wie man trotz einer Behinderung lernt, mit seinem Leben umzugehen und so ein Teil in der Gesellschaft werden kann. Durch viel Selbstironie gelang es ihm, den Zuschauern die Furch vor Menschen mit Behinderung zu nehmen.

Am folgenden Tag hat der Sportleistungskurs von Herrn Huth einen Aktionstag für die 7. Klassen veranstaltet. Die Kinder sollten Erfahrungen mit Behinderung im Sport sammeln, damit sie sich in Menschen mit Behinderung einfühlen können. Zu Beginn haben alle Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Paten einen Blindenhindernißparcours durchlaufen. Dieser beinhaltete Hindernisse aus verschiedenen Turngeräten, so z.B. Parallelbarren und Matten. Im Anschluss nahmen sie an einem Blindenfußballturnier teil. Die Schülerinnen und Schüler wurden dabei von Mitgliedern des Sport-LK gelotst, da sie mit einr Augenbinde künstlich der Blindheitausgestzt waren. Anschließend mussten sie mit einer anderen Behinderung umgehen: Beim Sitzvolleyballturnier ging es darum, den Schülerinnen und Schülern nahe zu bringen, wie man trotz einer Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten ein eigentlich gewöhnliches Rückschlagspiel betreiben kann.

Im Rahmen des diesjähigen Projekts “Gemeinsam Leben – gemeinsam Sport treiben” erlebten alle Teilnehmer sowohl bei dem Vortrag von Rainer Schmidt als auch beim Aktionstag, dass man mit einem Leben mit Behinderung nicht nur umgehen, sondern es sogar genießen kann. Schließ hat jeder Mensch Schwächen, mit denen er leben muss, auch wenn es bei manchen ausgeprägter ist.

Julian Bohn & Christin Tracums


Interview der Radio-AG mit Rainer Schmidt, durchgeführt von Paul Knop:


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Paul Knop aus der 9b produzierte das folgende Video auf der Veranstaltung “Profis in der Schule”, die in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Fußballverband und dem VfL-Wolfsburg am 16.10.2014 am GaBö stattfand. (Bericht hier!)

Außerdem berichtete der VfL-Wolfsburg selbst in der 5. Ausgabe des Magazins “Unter Wölfen” von der Veranstaltung. Den Bericht veröffentlichen wir hier mit Genehmigung des VfL-Wolfsburg:

Profis in der Schule

Benaglio, Trasch, Sprenger, Odebrecht und Dengler besuchen Gymnasium in Helmstedt

Profis in der Schule – die seit Jahren vom Niedersäch sischen Fußballverband (NFV) veranstaltete Aktion soll Schülern und Lehrern Sport in seiner gesamten Attrak tivität präsentieren. Dabei geht es nicht darum, dass gestandene Profis aus dem Sport die Schulbank drü cken, sondern dass diese das Gespräch mit den Schü lern suchen, ihnen einen Einblick in den Sport und das Dasein als Profi geben. Wie in den vergangenen Jahren unterstützte auch in diesem Jahr der VfL Wolfsburg diese Veranstaltung und schickte eine kleine Delega tion nach Helmstedt, um die Kinder des Gymnasium am Bötschenberg für Fußball im Speziellen und Sport im Allgemeinen zu begeistern. Diego Benaglio, Christian Träsch und Moritz Sprenger führten die fünfköpfige VfL-
Gruppe als namensgebende Profis an. Begleitet wurden die drei von Viola Odebrecht, die zuletzt zweimal die Deutsche Meisterschaft und die Champions League mit den Frauen des VfL gewann, und von Thore Dengler aus der U19 des VfL als potenziell angehendem Profi.

In der Sporthalle des Helmstedter Gymnasiums begrüß ten gut 450 Schüler der Klassenstufen fünf bis zwölf die Fußballer mit einem tosenden Applaus. Bei der Podiumsdiskussion mit dem VfL-Tross, an der sich die Schüler durch allerlei Wortmeldungen rege beteilig ten, drehte sich anschließend alles um Schule und den Fußball. So berichteten etwa Viola Odebrecht, Moritz Sprenger und Thore Dengler, dass neben Sport auch Mathe zu ihren Lieblingsfächern zählte, während Christian Träsch und Diego Benaglio eher in den sprachlichen Fächern ihre Vorlieben hatten. Alle gemeinsam legten den jungen Zuhörern aber nahe, immer ihr Bestes in der Schule zu geben, da ein guter Schulabschluss das A und 0 sei.

Natürlich waren vor allem die VfL-Fans unter den Schülern, die auch zahlreich in grün-weißen Trikots zum Aktionstag mit buntem Rahmenprogramm erschienen waren, interessiert an fußballerischen Themen und stellten immer wieder Fragen zum Profi-Dasein bei den Wölfen. So erläuterte Moritz Sprenger wie man es als Jugendspieler in den Profi-Kader schafft. „Man muss immer Einsatz
zeigen und sich stets weiterentwickeln wollen. Natürlich spielt auch Talent eine Rolle, aber manchmal kommt es mehr auf die Einstellung an“, so der 19-jährige Jungprofi. Auf die anschließende Frage, welchen Fußballverein Diego Benaglio am wenigsten mag, gab sich der Kapitän der Wölfe mit einem Augenzwinkern ganz diplomatisch: „Generell habe ich gegen keinen Verein etwas. Am wenigsten mag ich aber die Vereine, die gegen uns gewinnen.”

Und da mit Viola Odebrecht auch eine Spielerin der äußerst erfolgreichen Frauenmannschaft des VfL vor Ort war, war auch der Frauenfußball ein Thema. So wollte Ann-Kathrin aus dem Publikum wissen, was die männlichen Spieler von den kickenden Damen halten. Christian Träsch lobte dabei vor allem die Schritte, die der gesamte Sport in den letzten Jahren gemacht hat. „Ich finde, der Frauenfußball hat eine vorbildliche Entwicklung genommen. Das zeigt sich auch an den Zuschauerzahlen.“ Und auch Odebrecht
zeigte sich begeistert über die generelle Entwicklung im Frauenfußball, der laut ihr immer professioneller, und spe ziell beim VfL immer weiter voran gebracht werde. „Das neue AOK-Stadion wird ein Highlight. Da drin wird eine super Atmosphäre herrschen”, so die 31-Jährige.

Die Spieler gaben sich sehr offen und scherzten auch das eine oder andere Mal mit den jungen Zuhörern. So erzählte Diego Benaglio nicht ganz ernst gemeint, dass, wenn eine Karriere als Fußballer nicht geklappt hätte, er einfach Astronaut geworden wäre. Denn diese wür den bestimmt in seinem Heimatland der Schweiz noch gebraucht. Christian Träsch gab zu, „auch mal einen
Hamburger zu verputzen”, das wäre nicht so schlimm, riet den Schülern aber grundsätzlich, auf eine gesunde
Ernährung zu achten.

Anschließend nahmen sich die Spieler ausgiebig Zeit, um die zahlreichen Autogramm- und Fotowünsche zu erfüllen. Dabei dienten auch Schuhe, Rucksäcke und weitere Schulutensilien der Schüler als gern genomme ne Materialien für die Unterschriften der Fußballspieler. Als kleines Gastgeschenk für das Gymnasium am Bötschenberg, welches auch „Anstoß VfL“-Partnerschule im Rahmen der CSR-Initiative „Gemeinsam bewegen” ist, hatten die Gäste übrigens noch ein signiertes Wölfe-Trikot im Gepäck, welches dem Schuldirektor von Christian Träsch überreicht wurde.

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