Am 13.02.19 unternahm die 9a mit ihrer Religionslehrerin Frau Jabs eine Exkursion zu einem außerschulischen Lernort. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Sterben und Tod“ suchte sie den geprüften Bestatter Schliephake in Esbeck auf, ein Unternehmen, das seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist und verantwortungsvoll geführt wird.

Herr Schliephake empfing die Klasse im sog. Abschiedsraum, so wie er auch eine Trauergesellschaft empfangen würde, mit ruhiger Musik. Der vordere Bereich war mit Kerzen und Pflanzen geschmückt, mittendrin ein großer moderner Sarg. Die Schülerinnen und Schüler wurden zunächst wie bei einer Trauerfeier begrüßt, bevor der Bestatter dann dazu überging über die verschiedenen Bestattungsarten und auch deren Kosten zu sprechen. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, als sie hörten, was mit menschlicher Asche zur Erinnerung alles so gestaltet werden kann: Vom Pressen eines Diamanten über das Einstreuen in einen Kristall, hin zum Füllen einer Phiole oder eines Kästchen an Kette oder Armband! Die wider Erwarten zögerlichen Fragen der Klasse beantwortete Herr Schliephake ruhig und offen.

Ein „Highlight“ war der Ausstellungsraum mit den Särgen, insbesondere das Fan-Modell für Eintracht-Fans, in dem zum Amüsement der anderen ein Schüler probeliegen durfte. Mit Gruselfaktor durften die Schülerinnen und Schüler in die Pathologie gucken; ein Raum, in dem die Toten gewaschen und wieder hergerichtet werden, sofern die Angehörigen das wünschen: Gesichtsaufbau etwa oder Schminken mit spezieller Schminke für Leichname.

Kurz vor Schluss durfte die Gruppe den Transportwagen des Bestatters bestaunen: eine 80.000 € teure Sonderanfertigung mit Bergungstragen, -gurten, einer ausfahrbaren Bahre mit Rollgestell (wie in einem Sanitätswagen), mit zwei Etagen für mehrere Personen, die gleichzeitig abgeholt werden müssen, mit sphärischer Beleuchtung. Die Frage nach den PS des Wagens bezog sich weniger auf das Tempo, als vielmehr auf die Kraft, die der Wagen haben muss um auch schwerste Personen transportieren zu können. Die Jugendlichen waren betroffen und amüsiert zugleich, dass immer mehr Sonderanfertigungen bei Särgen vorgenommen werden und Tote mitunter sogar mit der Hilfe von schwerem Gerät der Feuerwehr geborgen werden müssen, da die Menschen für Normalanfertigungen zu übergewichtig werden!

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Blick in das Café, in dem Trauergesellschaften, die keine kirchliche Bestattung wollen, im Anschluss an die Trauerfeier den „Leichenschmaus“ abhalten können.

Für mich als Lehrkraft war es interessant festzustellen, dass noch im Vorfeld des Besuches „sensationslüsterne“ Jungs plötzlich doch so etwas wie „gefangen genommen werden“ von einer Atmosphäre, die ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache zu verschlagen schien … um sich sofort im Anschluss daran wieder Bahn zu brechen! 😉

Text und Fotos: Ulrike Jabs

Wir, die Klasse 6c, haben vor Kurzem eine dreitägige Fahrt nach St. Andreasberg im Harz unternommen. Im Schullandheim Oberharz nutzen wir drei Tage, um uns untereinander besser kennenzulernen. Unter Anleitung von zwei Erlebnispädagoginnen und unseren Lehrerinnen Frau Barz und Frau Pfeiler bewältigten wir außerdem auf spielerische Art und Weise zahlreiche kooperative Aufgaben. Dabei ging es immer um die Themen Vertrauen, Zusammenarbeit, Kooperation und Kommunikation.

Nachdem am Sonntag die Austauschschüler mit ihren Partnern vom gemeinsamen Essen bei “Buongiorno” zurückkehrten, blieb erstmal Zeit für die Gastfamilien, sich mit ihren spanischen Gästen vertraut zu machen. Am Montag durften die Austauschschüler in der ersten und zweiten Stunde ein besonderes Programm genießen, während die deutschen Schüler regulären Unterricht hatten. Nach der Pause kamen die Gäste mit in den Unterricht, in den sie die Lehrer

Der Religionskurs re92 von Frau Jabs fuhr vom 23. – 25.01.2019 nach Nordhausen. Unter pädagogischer Anleitung setzten sie sich mit den im KZ Mittelbau Dora geschehenen Verbrechen auseinander. Neben der Besichtigung des Lagers und der Stollenanlage, in denen nach der Bombardierung von Peenemünde die sog. Wunderwaffe gefertigt wurde, standen die Frage nach Schuld und Nicht-Schuld, nach den Überlebenden und deren Biographien im Fokus.

Die 13 Schülerinnen und Schüler kommen an dieser Stelle selbst zu Wort und schildern ihre Eindrücke.

Stollen Mittelbau-Dora

Am Donnerstag, den 24.01.2019, betraten wir den Stollen Mittelwerk durch einen neu angelegten Eingang. Durch diesen erreichten wir den Fahrstollen A. Jonte Walther und ich, Jannis Rusch, waren sehr beeindruckt von seiner Größe und von den Temperatur, da sie 8 Grad Celsius betrug, obwohl außerhalb des Stollens Temperaturen von -6 Grad Celsius herrschten. Im Fahrstollen A befand sich ein Modell des Stollens und noch ein paar Tafeln, wo sich Informationen über den Stollen befanden. Wir folgten dem Fahrstollen A, welcher voll mit Schutt und Trümmern bedeckt war. Deswegen wurde ein erhöhter holziger Pfad angelegt, damit man nicht über die Trümmer steigen musste. Wir kamen an einigen Schlafstollen vorbei, welcher auch wieder mit Schutt und Trümmern bedeckt waren. Gegenüber von den Schlafstollen lagen die sanitären Anlage. Dann verließen wir den Fahrstollen A und gingen durch einen Querstollen zu einem Fabrikstollen, welcher durch ein Stahlgerüst in drei Etagen unterteilt war. Allerdings war dieser mit Grundwasser bedeckt.

Aufbau des KZ Mittelbau-Dora und der Baracken

Das KZ lässt sich in drei große Bereiche einteilen. Dem Industriebereich, welcher hauptsächlich aus dem Bahnhof bestand, dem SS-Bereich, in welchem sich die Unterkunftsbaracken der SS-Männer befanden, und dem Häftlingslager, welches den Appellplatz, Baracken sowie die Wäscherei, die Effektenkammer zur Aufbewahrung der persönlichen Wertgegenstände der Häftlinge, das Krankenrevier, das Krematorium, das Kino sowie ein Bordell umfasste.

Durch das Kino und das Bordell wurden Anreize für Häftlinge geschaffen, gute Arbeit zu leisten. Es war allerdings nur für Produktions- und Funktionshäftlinge möglich, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, da diese von höherem Wert für die SS waren. Die Bauhäftlinge, welche von geringstem wert für die SS waren, waren „ersetzbar“ und mussten schwerste körperliche Arbeiten verrichten. Die Produktionshäftlinge hingegen mussten technisches Vorwissen mitbringen und arbeiteten an der V2 unter Tage. In beiden Gruppen wurden Funktionshäftlinge bestimmt, welche kleinere Aufgaben der SS übernahmen und für die Organisation der Baracken zuständig waren.

Die einstöckigen Baracken waren aufgeteilt in einen Essbereich und einen Schlafbereich, welche durch einen sanitären Bereich getrennt waren. In den Baracken der Bauhäftlinge mussten etwa 300 Personen im Schlafbereich in den vierstöckigen Betten Platz finden, während die Produktionshäftlinge auf gleichem Raum mit „nur“ etwa der Hälfte Platz finden mussten.

Nach schließung des KZs wurden die Baracken von den Nordhäusern abgebaut und sämtliche Materialien mitgenommen, da nach Ende des Krieges Materialnot herrschte. Heutzutage sind deshalb nur noch die Umrisse zu erkennen.  

Das Krematorium des KZ-Lagers Mittelbau-Dora

Ein zentraler Teil der Gedenkstätte ist das Krematorium. Hier wurden die Leichen und Überreste der Häftlinge verbrannt. Dazu wurden zwei Verbrennungsöfen errichtet. Wenn nötig, wurden mehrere Häftlinge gleichzeitig verbrannt. Die überrestliche Asche wurde auf dem Hang hinter dem Krematorium entsorgt. Die hier verrichtete Arbeit wurde von den Häftlingen selbst getätigt. Einige verbrannte Häftlinge waren noch nicht tot, sondern befanden sich in einem Koma-ähnlichem Stadium. Der Qualm des Krematoriums verbreitete sich durch das komplette Lager bis nach Nordhausen. Die Anwohner beschwerten sich über die starke Rauchentwicklung mit der Bitte, nur zu angekündigten Zeiten Häftlinge zu verbrennen. Einige Häftlinge wohnten sogar im Krematorium selbst und verzierten dieses zum Teil mit selbstgemalten Blumen. Heute hängen im Verbrennungsraum Gedenktafeln für dort verbrannte Häftlinge. Diese wurden von Angehörigen in der Nachkriegszeit dort aufgehängt. Vor dem Gebäude liegt eine weitere Gedenktafel, auf der die Nationen der dort inhaftierten Häftlinge aufgelistet sind. Daneben befindet sich eine Skulptur, die ebenfalls den Häftlingen des KZs gedenken soll.

Biografien

Am zweiten Tag haben wir uns mit einzelnen Biografien von überblenden Häftlingen beschäftigt.

Einer der Inhaftierten war Georg Stein. Dieser wurde aufgrund dass er Jude war, aus seiner Heimat in Rumänien über verschiedene Zwischenstationen nach Mittelbau-Dora deportiert. Er wurde nur, weil er eine technische Ausbildung hatte, nicht getötet. Diese technische Ausbildung musste er im Stollen bei der Produktion der V2 einsetzten. Zu Anfang musste er 6 Monate im Stollen arbeiten und leben, da das Lager um den Stollen noch nicht aufgebaut war. In dieser Zeit sah er nicht einmal das Tageslicht. Nach seiner Befreiung konnte er nicht in seine Heimat zurück. Dies lag zu einem daran, dass er staatenlos war und kein Staat in wieder einbürgern wollte und zum Anderen daran, dass in seiner Heimat die Häuser besetzt waren. Somit floh er nach Israel und wurde Mitglied der Armee. Da nach der Unabhängigkeit von Israel 1948 dort keine Sicherheit herrschte, wanderte er mit seiner Familie und seiner Frau nach Australien aus. In Australien gelang es ihm eine Autowerkstatt zu eröffnen. Die Erlebnisse im Stollen konnte er jedoch nie vergessen und leidet heute immer noch unter den psychischen Problemen.

Dieser Lebenslauf war kein Einzelfall, Menschen wurden aus unterschiedlichsten Gründen inhaftiert, z.B das sie Teil des Widerstands waren. Das erstaunliche dabei war jedoch, dass die Anschuldigungen willkürlich waren, also es keine Beweise für die Tat gab. Nach der Inhaftierung mussten sie dann bei der Produktion von V1 und V2 mitarbeiten. Dies geschah jedoch unter unmenschlichen Bedingungen. Ein Beispiel dafür wären die Transportwege, denn dort wurden ca. 100 Menschen über mehrere Tage in ein Viehwaggon gesperrt. Das Schlimme dabei ist, dass die Menschen selbst nach der Befreiung kein vernünftiges Leben führen konnten, da sie unter den Folgen des KZ litten.

Was macht einen Menschen zum Täter?

Die Antwort  der Frage hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich bewusst ist, was er tut, ist schuldig. Wer das Motiv verfolgt, Menschen gezielt zu diskriminieren und auszulöschen, ist schuldig. Also ist die grundlegende Frage: „Tut der Mensch dies freiwillig?“ Inwiefern ist ein Mensch also schuldig, wenn er gezwungen wird?

Mit dieser Frage haben wir uns in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen auseinandergesetzt. Beispielsweise haben wir uns mit dem Beruf als Lokführer beschäftigt. Der Lokführer bringt volle Waggons mit Häftlingen zum KZ. Wird der Lokführer damit zum Täter? Was spricht dafür, was dagegen? Wenn sich der Lokführer bewusst war, dass er tausende von Menschen in den Tod befördert, ist er schuldig. Wird der Lokführer jedoch von der SS dazu gezwungen, tut er dies nicht freiwillig und folgt nicht dem Motiv Menschenmassen in den Tod zu führen. Er ist nicht schuldig.

Die Frage lässt sich also nicht pauschal beantworten, es ist ein Zusammenspiel aus langen Ketten unterschiedlicher Faktoren. Egal, ob gewollt oder ungewollt, direkt oder indirekt, jeder Mensch war ein kleines Rad im Getriebe und hat zum Funktionieren des NS-Regimes beigetragen.

Fotos

Die Schulleitung, das Kollegium und alle MitarbeiterInnen des Gymnasium am Bötschenberg heißen die neuen Studienreferendarinnen Frau Sommer (SO) für Mathematik/Deutsch, Frau Mrotzek (MR) für Geschichte/Englisch und Frau Wehlmann (WM) für Chemie/Deutsch herzlich willkommen und wünschen einen guten Start ins Referendariat.

Für die Eingewöhnungszeit an unserer schönen Schule stehen ihnen immer alle Türen und Ohren offen.

Frau Sommer, Frau Mrotzek und Frau Frau Wehlmann zusammen mit Schulleiter Jungenkrüger

In dieser Woche haben wir Besuch aus der Stadt Martorell im Nordosten Spaniens. Sie liegt in der Nähe von Barcelona und hat eine ganz besondere Bindung zu unserer Region. In Martorell ist der Sitz der Volkswagen-Marke SEAT und damit auch eines der modernsten Werke des Konzerns.

„Willkommen am Bötschenberg – am magic mountain“. Mit diesen Worten wurden die über 600 Fans des bunten Abends zur achten Show „GaBö and friends“ begrüßt. Rund 200 Schüler und Lehrer des Gymnasiums am Bötschenberg (GaBö) begeisterten mit hervorragenden Darbietungen ihr Publikum am vergangenen Dienstagabend im Brunnentheater in Bad Helmstedt.

Wir wollten mit der Aktion einfach ein bisschen Freude verbreiten und den Schülern eine Möglichkeit geben ihrem Freunden und Lehrern danke zu sagen. 

Caroline Tischer

Viele liebe Grüße und schöne Feiertage 

Im Dezember fand jeden Donnerstag in den Pausen ein von den SchülerInnen in Eigenregie organisierter Weihnachtsmarkt an der GaBö-Bar auf dem Schulhof statt.

Gekauft werden konnten neben warmen Kinderpunsch und Kakao auch Kekse und sogar außergewöhnliche Cake-Pops. Insgesamt wurden ca. 20 Liter Kinderpunsch und 15 Liter Kakao ausgeschenkt sowie unzählige Packungen mit selbst gebackenen Keksen.

Zusammengekommen sind zum Schluss 150€ an Gewinn! Dieser soll zum einen an einen wohltätigen Verein gespendet werden, der Kinder aus Dritte-Welt-Ländern in Afrika und Asien mit Schulsachen unterstützt und zum anderen an ein Tierheim in der Region.

Wir bedanken uns bei allen Eltern, Unterstützern und KundInnen, die diese Weihnachtsaktion zu einem Erfolg gemacht haben und freuen uns schon auf die nächste Verkaufsaktion.

Unter dem Motto „Weihnachten“ fand am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien der erste Spiritday des GaBös statt. Schüler, Lehrer und Kollegen durchstöberten ihren Kleiderschrank nach weihnachtlichen Outfits und sorgten so für einen weihnachtlichen Start in die Ferien!

Die SV wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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