Gemeinsam Leben – Gemeinsam Sport treiben

ABLAUF

Erwärmung

Zur Erwärmung wurde das Spiel „Spinne und Fliege“ gespielt. Dabei
verteilen sich alle Kinder im abgegrenzten Bereich und setzen sich
breitbeinig auf den Boden. Zu Beginn werden ein Fänger, die Spinne, und einen Läufer, die Fliege ausgewählt. Das Spiel kann nun beginnen. Ziel ist es, so lange wie möglich wegzulaufen. Sobald die Spinne die Fliege fängt, wird die Fliege zur Spinne und jagt nun die vorige Spinne. Als Abwehr kann man nun die umher sitzenden Kinder nutzen, man setze sich zwischen die Beine und ist nun nicht mehr der Läufer. Das Kind, welches auf dem Boden saß wird nun zur Spinne, sodass die Rollen wechseln, und immer so weiter, bis jeder entweder einmal Spinne und oder Fliege gewesen ist.

Einteilung

Eingeteilt wird in drei Gruppen. Jeweils 1/3 der Klasse wird immer
zugeteilt. Dabei sollte möglichst darauf geachtet werden , dass nicht nur
Jungen und nicht nur Mädchen zusammen sind. Die erste Gruppe spielt Goalball, die zweite Gruppe durchläuft den Blindenparqour und die dritte spielt Sitzvolleyball. Dabei werden pro Station 30 Minuten angerechnet, von der Erklärung des Spiels, über die
Durchführung bis hin zum Resümee.

Goalball

Im Spiel Goalball spielen zwei Teams, mit je drei Feldspielern
gegeneinander. Dabei wird blind, also mit verbundenen Augen auf ein Tor geworfen. Der Ball, jedoch trägt Glöckchen in sich, und muss deshalb erhört werden, dazu sollte es möglichst still sein. Verteidigt wird, in dem man sich lang auf den Boden legt. Um ein Tor zu erzielen muss der Ball ins gegnerische Tor gerollt werden.

Blindenparcours

Im Spiel Blindenparcours durchlaufen die Kinder blind einen Parcours,
wer hätte es gedacht. Dabei werden ihnen verschieden Hindernisse, wie zum Beispiel diverse Spielgeräte, Kästen und Matten, in den Weg gelegt, die sie versuchen müssen zu überwinden, eigentlich ganz simpel. Hinzu kommt, dass die blinde Person eine helfende Hand neben sich
hat. Und zwar versucht die zweite Person, durch Kommandos, den „Blinden“ durch den Parcours zu lotsen.

Sitzvolleyball

Im Spiel Sitzvolleyball werden zwei Mannschaften zugeteilt, diese setzen sich dann gegenüber, auf ihrer Spielhälfte verteilt, auf den Boden. Die Regeln sind die selben wie beim Volleyball, nur, dass das ganze Spiel eine Etage nach unten verlagert wird. Wichtig hierbei ist, dass nicht aufgestanden wird, mindestens die Knie müssen auf dem Boden sein, ansonsten nur im Sitzen.

Reflexion

In Einbeziehung beider Klassen wurden der Blindenparcours als am besten / am lustigsten empfunden. Wohingegen ihnen Goalball und Sitzvolleyball auch viel Spaß gemacht hat. Aus Rückfragen unsererseits gaben die Kinder folgende Antworten: Sie haben erkannt, wie schwierig es mit Behinderung sein muss zu leben, geschweige denn Sport zu treiben. Das Zurechtfinden im Leben, stellen sie sich als eine schwierige Herausforderung vor. Weiterhin haben sie erkannt, dass Menschen die eine Einschränkung haben Hilfe benötigen, sei es beispielsweise durch einen Blindenhund oder einer anderen Person. Außerdem, und dies als besonderen Punkt, haben sie erkannt, dass man immer noch Mensch ist und bleibt, egal ob eine Behinderung vorliegt oder nicht.
Im Allgemeinen wurde das Thema gut aufgenommen und respektvoll behandelt. Der Spaß, aber auch die Erkenntnis eingeschränkt zu sein, stand an erster Stelle.

ANNEGRET, LAURA, JONAS, NOAH