Sterben gehört zum Leben

Die zwei Kunstkurse der E-Phasen haben sich im Rahmen der 6. Helmstedter Hospiztage mit dem Thema „Sterben gehört zum Leben“ beschäftigt und künstlerisch auseinandergesetzt. 

Dieses Thema, worüber nicht „gerne“ gesprochen wird, gerade vielleicht auch weil die eigene Familie oder ein Freund betroffen ist oder worüber man auch zu wenig weiß, wie man z.B. mit dem Sterben und dem Tod umgehen kann, ist oft negativ behaftet und wird an manchen Stellen sogar tabuisiert. Natürlich ist dies vollkommen verständlich, denn ein geliebter Mensch geht und verlässt einen. Aber genau dieses „Gehen“ bzw. Sterben gehört zum Leben und daher ist es enorm wichtig sich damit zu beschäftigen.

„Dem Sterben ein Zuhause geben“ ist der Grundgedanke der Hospizarbeit. Jene Menschen, die dieses vollbringen, leisten täglich wertvolle Hospizarbeit mit und für Menschen, die „gehen“ und die, die zurückbleiben und mit dieser Situation, diesem Verlust und Schmerz umgehen müssen.

Drei von diesen beeindruckenden Menschen, ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen, sind Jana Drossel, eine ehemalige Schülern des GaBös, Frau Kuhlmann und Frau Leson, die uns in der Schule besuchten, um von ihren Erfahrungen, Erlebnissen und Aufgabenbereichen zu erzählen.

Die zum Anfang eher negative und zurückhaltende Stimmung gegenüber dem Thema Sterben und Tod wandelte sich durch die persönlichen Erfahrungen und Geschichten der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Es gab nun auch positive Einblicke und Beispiele, wie z.B. die Erfüllung eines Herzenswunsch des „Besuchers im Hospiz“ mit der Fahrt eines „Wunschbus“ zu einem Konzert oder an das Meer, die neu und ergreifend für uns waren. 

Auch wenn das Sterben und der Tod nichts „Schönes“ und schwer zu be- greifen sind, sind dennoch wunderschöne Kunstwerke entstanden, die sowohl nachdenklich, traurig und auch fröhlich stimmen. Ebenso wurden berührende und tolle Texte von Schülerinnen geschrieben, die am Abend der Vernissage vorgetragen wurden.

Wir danken euch, liebe Schülerinnen und Schüler, dass ihr euch auf dieses Projekt mit eingelassen habt und wunderschöne Kunstwerke und Texte kreiert habt, den ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen, für ihre Zeit, mitgeteilten Erfahrungen und Erlebnisse, Herrn Scherrieble und Herrn Schneiss, dass wir Teil der Helmstedter Hospizarbeit sein durften und der tollen Zusammenarbeit sowie dem Pferdestallteam für die Räumlichkeiten und einen wieder gelungenen Abend.

Und für eure Meinung nach unserem Projekt zu dem Thema Hospizarbeit: 

Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema, dem mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung geschenkt werden sollte und deshalb ist es eine gute Sache, dass Schüler die Möglichkeit bekommen sich die Erfahrungen von Menschen anzuhören, welche täglich mit dem Tod und auch mit der Sterbehilfe zu tun haben. Die Gespräche zeigten uns auch viele Aspekte zu dem Thema auf , wie z.B. den „Wunschwagen“, um letzte Wünsche zu erfüllen […].“

Dadurch, dass wir das Thema Hospiz in der Schule hatten, bekam man neue und positive Eindrücke von der Sterbehilfe und der Hospizarbeit. Besonders gut und sehr hilfreich waren die Besuche der Hospizmitarbeiterinnen, die einem viele Fragen beantwortet und genaue Einblicke und Erfahrungen mitgeteilt haben.“