Unser Waldausflug

Am 17.05.17 um 8.30 Uhr begann unser Projekttag zum Thema „Wald“. Zuerst traf sich unsere Klasse mit unserer Klassenlehrerin Frau Hahn und mit Frau Zechmann auf der großen Wiese mit Uwe, dem Jäger.

Am Waldrand besprachen wir die Merkmale eines Waldes und „maßen“ das Licht auf dem Parkplatz. Als wir kurz darauf in den Wald gingen, zeigte Uwe uns eine Menge Pflanzen, die man essen konnte, welche giftig waren und aus welchen man sich einen Tee machen konnte. Anschließend teilte er uns alle in Gruppen ein und gab uns folgende Aufgabe: Aus Stöckern und Ästen sollten sich die Gruppen eine Leiter bauen. In der ersten Spalte sollte alles so bleiben, wie es war. In der zweiten war es das Ziel, alle Blätter des letzten Jahres heraus zu sammeln, so dass nur noch alte kaputte Blätter dort zu sehen waren. In der dritten Spalte war es die Aufgabe, nur noch Äste in den Spalten zu lassen. Und in der letzten sollte alles weg sein. Wir sollten sichtbar machen, wie im Laufe der Jahre aus Laub Waldhumus wird.

Danach zeigte Uwe uns mehrere Geweihe verschiedener Waldtiere, beispielsweise des Rothirsches oder des Rehbockes und erklärte die Unterschiede. Uwe beschrieb auch noch, was die Rehe z.B. in einem Wald anrichteten. Da wir alle Hunger hatten, machten wir eine kleine Frühstückspause an einem See. Nach der Pause zeigte uns Jäger Uwe Knochen mehrerer Mäuse, die ein Raubvogel verschlungen, doch nicht verdaut hatte.

Dann wurden wir wieder in Gruppen eingeteilt und jeder bekam einen Zettel mit einer bestimmten Farbe und einem Begriff. Insgesamt gab es vier: Jäger, Mountainbiker, Naturschutz und Holzkäufer. Alle, die das gleiche Wort auf ihrem Zettel hatten, fanden sich zu einer Gruppe. Nun sollte sich jede Gruppe einen Wald überlegen, der für die Interessengruppe nützlich wäre. Für einen Mountainbiker wären es dann möglicherweise große Wege. Mit den gesammelten Ideen sollten wir dann einen Wald bauen, der die Ideen beinhaltete. Als Material diente der Wald. Als das erledigt war und wir alle Exemplare gesehen hatten, war die Aufgabe, aus allem einen Wald zu bauen, der allen zu Gute kam. Wir konnten sehen, dass ein Wald, der allen dient, immer Kompromisse voraussetzt. Doch bevor wir gingen, werteten wir noch die Lichtmessung des Waldes mit der des sonnigen Parkplatzes aus und stellten fest, dass es einen riesigen Unterschied gab, denn es gibt auf dem Parkplatz ca. zwanzigmal mehr Licht als im Wald. Zum Schluss, als wir den Wald verließen, hatten alle eine Menge gelernt.

Lara Schmidt

 

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