Der erste Plenartag begann mit einer Regierungserklärung von Ministerpräsident Stephan Weil zur inneren Sicherheit in Niedersachsen. Im Anschluss daran folgte ein Schlagabtausch im Landtag. Für uns war das Gelegenheit, erste O-Töne aufzunehmen und einen ersten „gebauten Beitrag“ zu produzieren.

In der aktuellen Stunde, mit der jede Plenarwoche eröffnet wird, ging es unter anderem um die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft und um den Lehrermangel an Niedersachsens Schulen. Die Aktuelle Stunde verfolgten wir von der Pressetribüne des provisorischen Landtags. Von dort oben kann man die Parlamentarier gut beobachten. Als wir genug Material gesammelt hatten, produzierten wir zwei weitere „gebaute Beiträge”.

Der provisorische Landtag gefiel uns sehr gut. Er hat eine schöne Atmosphäre, auch wenn die Räumlichkeiten etwas eng sind. So gibt es zum Beispiel keine Zuschauertribüne.

Wir waren übrigens nicht das einzige Radioteam im Landtag. Auch ein Radioteam der Multi-Media-Berufsbildenden Schulen war vor Ort und berichtete für Radio LeineHertz. Wir nutzten die Gelegenheit, um uns gegenseitig zu interviewen und über unsere Projekte zu berichten.

Unsere Paten Uwe Strümpel und Björn Försterling waren sehr fleißig, guckten immer mal wieder in unsere Redaktionsräume herein und versorgten uns mit Interviewpartnern.

Herr Strümpel nahm uns sogar mit zu einem Parlamentarischen Abend, zu dem der Gesamtbetriebsrat von VW eingeladen hatte. Diese Einladung nahmen wir natürlich gern an. Am nächsten Tag befragten wir Uwe Strümpel zu den Parlamentarischen Abenden und zum Lobbyismus im Allgemeinen.

Die Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns, die wir eigentlich zum Thema Pflege befragen wollten, wurde leider kurzfristig krank. Also sprang unser Pate Björn Försterling ein und beantwortete unsere Fragen. Später bekamen wir auch noch die Möglichkeit, die Sozialministerin Cornelia Rundt zur Situation der Pflegekräfte in Niedersachsen zu befragen.

Im Mittelpunkt unseres zweiten Tages im Landtag stand ein Interview mit Ministerpräsident Stephan Weil. Die Fragen überlegten wir gemeinsam in einer Teamsitzung. Das Interview führte Elias. Die Staatskanzlei bat um die Rechte an dem Material, um es auf der eigenen Homepage zu verwenden. Wahrscheinlich könnt ihr bald auch dort einen Ausschnitt ansehen.

Außerdem hatten wir am zweiten Plenartag die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt vor dem Mikrofon. Sie nahm Stellung zum Vorwurf, dass an Niedersachsens Schulen zu viel Unterricht ausfällt und erklärte uns, was das Land tun will, damit den Schulen die Integration der Flüchtlingskinder gelingt.

Am Freitag bereiteten wir uns auf unsere Live-Sendung vor. Aber auch da gab es natürlich auch noch aktuelle Ereignisse, auf die wir reagieren wollten. Wie zum Beispiel die Meldung, dass VW wegen eines Streits mit einem Zulieferer in Teilen seine Produktion einstellen muss.

 

Elias:

Die Tage hier im Landtag gingen länger als erwartet. Sie waren auch sehr anstrengend aber informativ und auch sehr abwechslungsreich. Begonnen hatte alles mit einer Schweigeminute bis hin zu mehreren Debatten. Zum Teil empfand ich die Debatten als sehr unruhig und auch schlimmer als in der Schule. Alles in allem waren die drei Tage jedoch eine tolle Erfahrung für mich.

Anton:

Ich fand alles im Großen und Ganzen gut, allerdings hätte ich mir ab und zu mehr Unabhängigkeit beim Erarbeiten der Beiträge gewünscht.

Kevin:

Ich habe einen guten Eindruck in die vielseitige Arbeit als Politiker und als Journalist bekommen.

Paul:

Ich fand es gut, mal wieder im Niedersächsischen Landtag zu sein. In den drei Tagen habe ich mir einen guten Eindruck von dem Arbeitsalltag eines Journalisten machen können.

 

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