„Ermelo die Zweite“

Im April war es endlich soweit, dass langersehnte Warten hatte ein Ende und unsere niederländischen Freunde kamen für eine Woche nach Helmstedt.

Der Austausch stand in der Woche unter dem Thema „Geschichte, Kunst und ich“. Ein Highlight für dieses gemeinsame Projekt war die Exkursion nach Berlin. Dort wurde die längste Kunstgalerie der Welt, die East Side Galery, besucht und bestaunt. Das Symbol der deutschen Teilung wurde im 1989 nach dem Fall der Mauer und im Frühjahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern gestaltet. So entstand zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke auf einer Länge von 1316 Metern ein unvergleichliches Kunstwerk und Denkmal mit beeindruckenden und bedrückenden Bildern. Zahlreiche Besucher aus aller Welt kommen täglich, um die Einzigartigkeit des Ortes zu erleben. Mit gemischten Eindrücken ging es weiter zum Mauermuseum, dem Checkpoint Charlie Museum, dem Brennpunkt des kalten Krieges, dort wo die Weltenteilung begann und wo sie endete. Die Geschichte, zahlreiche Geschehnisse und z.B. originale Objekte gelungener Fluchten unter, auf und über der Erde konnten auf verschiedenste Weise entdeckt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse und Informationen konnten für die anstehenden gemeinsamen Projekte ver- und aufgearbeitet werden, die am Abschlussabend den Eltern, Lehrern und der ganzen Gruppe präsentiert wurden. So entdeckten unsere Austauschschüler nicht nur in Berlin etwas über die Geschichte Deutschlands, sondern auch in Helmstedt lernten sie verschiedenste Denkmäler, Orte und Historisches kennen. Ergänzt durch den Besuch beim Bürgermeister und dessen interessanten Informationen über Helmstedt, haben sie auch Helmstedt gut kennengelernt. Zwischendurch gab es sportliche Aktivitäten wie z.B. Discgolfen im Helmstedter Piepenpark und Trampolinstunden mit den Flying GaBös. Nach einer schriftlichen Evaluation und einem „bildhaften“ Eindruck der gemeinsamen Woche ging es für die niederländischen Schüler am Freitag leider schon wieder gen Heimat.

Es war eine aufregende, spannende, wenn auch anstrengende, aber intensive und unvergesslich schöne Woche, in der sich zwei Kulturen näher gekommen sind.

Ein großes Dankeschön geht dabei an die Klasse 9a und deren engagierte Elternschaft, dem „Austausch-Kollegen-Team“ und an alle Beteiligten an dem Austausch! Herzlichen Dank!

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