Am Donnerstag, den 19.Februar, besuchten wir, der Religionskurs bestehend aus Schülern der E3 und der E4, die türkisch-islamische Gemeinde in Helmstedt. Gegen 9:15 machten wir uns gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Hahn auf den Weg in die Innenstadt Helmstedts. Im Voraus hatten wir uns bereits viele Gedanken über die Begegnung mit der türkisch-islamischen Gemeinde gemacht und uns viele interessante und kritische Fragen überlegt.

Anfang der Dritten Stunde trafen wir in dem vorerst unscheinbaren Haus ein. Empfangen hat uns Herr Torun, der sich später als Dolmetscher vorstellte. Den Respekt gegenüber des Korans stellten wir bereits im Flur fest, als wir gebeten wurden die Schuhe auszuziehen und die Handys auszuschalten. Wir wurden in den großen Gebetsraum gebracht, welcher mit Teppich ausgelegt war. Dort setzten wir uns alle in einen Halbkreis und hörten gleich aufmerksam den Worten des Vorbeters zu, der uns erst einmal über die Grundlagen des muslimischen Glaubens aufklärte. Danach waren wir an der Reihe um unsere Fragen zum Thema Islam und Terrorismus zu stellen, die uns in den letzten Wochen doch sehr beschäftigten. Uns war es trotz der ruhigen und freundlichen Stimmung sehr unangenehm die muslimischen Menschen mit dem Thema Terrorismus zu konfrontieren und ihnen Fragen dazu zu stellen. Aber Herr Torun und der Vorbeter gingen ruhig und sachlich auf alle Fragen ein und ließen keine aus. Die Unsicherheit verflog und wir wurden letztendlich sogar zu traditionellem Apfeltee und Gebäck eingeladen. Dort haben wir uns noch ein bisschen mit den Frauen der islamischen Gemeinde unterhalten. Sie stellten klar, dass alle Menschen gleich sind und Vorurteile ihr persönlich sehr nahe gehen. Am Ende lud uns Herr Torun ein, die Gemeinde erneut zu besuchen. Uns hat vor allem die Gastfreundschaft der muslimischen Menschen in der islamischen Gemeinde beeindruckt, die wir viel stärker erlebt haben als die Gastfreundschaft, die häufig in unserer Gesellschaft üblich ist. Wir haben uns sehr wohl gefühlt diese Gemeinde besuchen zu dürfen.

Einigen sind die Worte des Vorbeters im Gedächtnis geblieben und auch heute, zwei Wochen nach dem Besuch der türkisch-islamischen Gemeinde, sprechen wir gerne und oft darüber.

-Romy und Pia-