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Kunstexkursion zu den „Open Studios“ der HBK

Wie in jedem Jahr öffnet die HBK in Braunschweig zum Ende des Sommersemesters für sechs Tage ihre Ateliers, Werkstätten und Seminarräume und gewährt BesucherInnen einen Einblick in die Arbeit der zweitgrößten Kunsthochschule Deutschlands.

Neben vielen spannenden und vielseitigen Veranstaltungen mit Präsentationen, Diskussionen, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Performances und vielem mehr, ist es auch möglich direkt mit den Studierenden bzw. Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Letzteres und viele interessante Eindrücke konnte der Kunstkurs 56 durch eine sehr spannende Führung erlangen. Die Schüler bekamen Informationen zu und über die vorhandenen Studiengänge, den Aufbau der HBK, die verschiedenen Möglichkeiten sich künstlerisch auszuprobieren und zu entdecken sowie Erklärungen zu den unterschiedlichsten Kunstwerken. „Anfassen und ausprobieren“ stand ebenso mit auf dem Entdeckungsprogramm. Auftretende Fragen konnten direkt an die Künstler gestellt werden, die den Prozess von der Idee bis zum fertigen Endprodukt erzählten.

Es war eine sehr spannende, vielseitige Führung durch die „Open Studios“, die sehr viele künstlerische Entdeckungen und sehr interessante Einblicke bereit hielt und auch zeigte, was „Kunst alles sein kann“.

 


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Bericht über die Kursfahrt nach Krakau 2013

Wir schreiben das Jahr 2013 – Zeit für eine Legende!

Die Legende beginnt am 02.09.2013 um 6.30 Uhr auf dem HSV-Parkplatz zu Helmstedt. Nachdem alle Teilnehmer zur Abfahrt erschienen waren, begann unsere montägliche Beschäftigung: Eine Busfahrt ins polnische Krakau. Nach zehnstündiger Fahrt durch die Landschaft Südbrandenburgs und Polens bezogen wir unser Hostel im Zentrum Krakaus. Die erste Erkundung des Stadtkerns mit der Gruppe und die anschließende Einkehr in Lokalitäten unserer Wahl rundete den Tag ab.

Am Dienstag wurden wir am Hostel von zwei Stadtführern herzlich in Empfang genommen. Es schloss sich eine lebendige mehrstündige Stadtführung durch die historische Altstadt Krakaus, das ehemalige jüdische Viertel Kazimiercz und die Burg Wawel an. Der Nachmittag war zur freien Verfügung. Diese Möglichkeit nutzten einige Schüler unter der Begleitung der Lehrer zur Besichtigung des Museums „Deutsche Emaillewarenfabrik“. Nachdem uns die Stadtführung am Vormittag bereits an Drehorte des Films „Schindlers Liste“ geführt hatte, konnten wir nun hier die Geschichte dahinter nachvollziehen.

Der Mitwoch war der historischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen gewidmet. Hierzu bot sich uns das Zeitzeugengespräch mit dem Holocaustüberlebenden Herrn Elbinger am Vormittag sowie der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz an. Dass diese Erlebnisse uns vermutlich alle für die Zukunft prägen sollten, war an der Stimmung während der Besichtigung der Strafzellen, der Hinrichtungswand sowie der Gaskammer in Auschwitz I deutlich wahrzunehmen. Als sich uns am Nachmittag der Eindruck des riesigen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau bot, wurde vielen von uns erstmals der wahre Irrsinn und die unglaublichen Dimensionen der Verbrechen der Deutschen im „Dritten Reich“ bewusst. Auch am Abend verursachten die Ereignisse des Tages noch reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff.

Am Donnerstag stand eine Floßfahrt auf dem Dunajec, dem polnisch-slowakischen Grenzfluss, auf dem Programm. Nach unserer Rückkehr von dieser ruhigen Fahrt durch atemberaubende Natur brach der letzte Abend in der Kulturhauptstadt Krakau an. Wir feierten unseren Abschied von Krakau ausgiebig mit unseren Lehrern während des Besuchs einer Karaoke-Bar. Einige von uns wagten sich hier sogar unter dem Jubel der anderen Gäste auf die Bühne.

Nach dieser abendlichen Exkursion folgte am Freitag die Rückfahrt in die Heimat. Krakau zeigte sich während unseres Besuches von seiner schönsten Seite und ist als Kursfahrtziel nicht nur wegen des insgesamt Verbraucher freundlichen Preisniveau für die folgenden Jahrgänge wärmstens zu empfehlen.

Sören Schliebs und Lukas Gatz


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