Beiträge

Einblick in Lebenswelt und Militärkultur in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Am letzten Schultag vor den Herbstferien hallten Kanonenschüsse über das Gelände des GaBö, jedoch war dies kein Grund zur Beunruhigung, denn es wurde historisch. Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes der 7a zeigten Herr Kalb, Geschichtslehrer der Klasse, und Mitglieder seines Vereins einen Einblick in die Lebenswelt und Militärkultur der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648). Dazu wurden in der Kleidung der Epoche Ausrüstungsgegenstände und Waffen dieser Zeit gezeigt und vorgeführt. Der Dreißigjährige Krieg war in seiner Ausdehnung und Grausamkeit ein Konflikt, der eine bis dahin nicht gekannte Dimension erreichte, beinahe ganz Europa erfasste und ganze Landstriche für fast ein Jahrhundert nahezu entvölkerte.

Dass diese Zeit nichts mit der romantischen Vorstellung der Mantel und Degenfilme der heutigen Zeit zu tun hatte, machten Herr Kalb und seine Vereinskameraden durch lebendige Schilderungen der Lebensumstände der Soldaten und einfachen Leute ebenso deutlich, wie durch anschauliche Erklärungen der verheerenden Wirkungen der in diesem Krieg verwendeten Waffen. Höhepunkt der Vorführung waren die Schüsse von Luntenschlossmuskete und einem Burggeschütz dieser Zeit. Beide wurden im Rahmen der Demonstration, natürlich ohne Kugeln dafür mit echtem Schwarzpulver, abgeschossen. Diese Vorführung verbunden mit der Möglichkeit die Dinge auch anfassen und Fragen stellen zu können, lieferte den Schülerinnen und Schülern einen tiefen Einblick in Funktion und Wirkungsweisen dieser damals revolutionären Waffentechniken sowie der Zeit selbst. Außerhalb des regulären Rahmens von Klassenraum und Büchern wurde Geschichte so lebendig. Da die Veranstaltung vorher natürlich angekündigt wurde, um alle über den Lärm zu informieren, fanden sich neben der 7a auch Schülerinnen und Schüler anderer Jahrgänge, Lehrer und sogar Eltern ein. Der reguläre Schulschluss und der Ferienbeginn gerieten hierbei fast in Vergessenheit. Die letzten Zuschauer verließen Herrn Kalb und seine Mitglieder erst gegen 14:00 Uhr; eine Stunde nach Unterrichtsschluss. Dies lässt darauf schließen, dass es interessant war und Spaß gemacht hat.

Fotos

Leben im Mittelalter – die Klasse 6b im und um den Kaiserdom Königslutter

Am 10.06.2016 traf sich die 6b unter der Leitung von Frau Pfeiler und Herrn Kalb am Kaiserdom in Königslutter, um im Rahmen eines Projekttages zum Thema Mittelalter den Kaiserdom als außerschulischen Lernort zu erkunden. Nach der Begrüßung durch Frau Jahn und ihr Team wurde die Klasse in zwei Workshopgruppen eingeteilt um sich zwei wichtigen Teilbereichen des mittelalterlichen klösterlichen Lebens anzunähern.

Während eine Gruppe zunächst die Schwierigkeiten der mittelalterlichen Dokumenten-, Urkunden und Buchherstellung unter Verwendung von Pergament und Federkiel kennenlernte und sich dabei selbst in der Erstellung von Schmuckinitialen und dem Schreiben mit der Gänsefeder versuchen konnte, begab sich die zweite Gruppe in den Kräutergarten der ehemaligen Klosteranlage. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass in den Klöstern nicht nur die Schriftkultur, sondern auch die Heilkunde gelehrt und gepflegt wurde. Unter fachkundiger Anleitung wurden hier verschiedene Heilpflanzen, die teilweise beinahe in Vergessenheit geraten sind, in Aussehen und Wirkung kennengelernt. Die Unterscheidung der Pflanzen stellte einige ebenso vor echte Herausforderungen wie auch die verschiedenen Wirkweisen zu behalten. Aus den kennengelernten Kräutern mussten dann im Anschluss für verschiedene Krankheitsbilder entsprechende Tees zusammengestellt werden. Nach jeweils 90 Minuten wechselten die Gruppen die Workshops und der Vormittag verging lehrreich und unterhaltsam wie im Flug. Viele fanden in den Workshops sowohl beim Schreiben als auch beim Zusammenstellen verschiedenster Arzneien verborgene Talente und zeigten ein Höchstmaß an Kreativität und Enthusiasmus.

Nach der Mittagspause, welche im schönen Klostergarten verbracht wurde, ging es daran mit dem unter anderem neu erlernten Wissen das Rätsel des unbekannten Grabes zu Füßen der Gräber von Kaiser Lothar III. und seiner Gemahlin zu lösen. Nach anfänglicher Skepsis tauchte die 6b nun als Pilger und Mönche verkleidet in das Leben im Mittelalter ein. Auf der Suche nach dem Geheimnis trafen die einzelnen Gruppen auf Bettler, Steinmetz, Kräuterweib, Alchimist und Abt. Alle forderten für die Informationen, die sie hatten, eine Gegenleistung. So musste mit dem Abt ein gregorianischer Gesang gesungen werden, Alchimist und Kräuterweib forderten Hilfe bei Experiment und Arzneiherstellung und der Steinmetz bat um gestalterischen Beistand. Hierbei erfuhr man quasi nebenbei eine ganze Menge über das Leben im Mittelalter, Adelige, Geistliche und andere Bevölkerungsgruppen. Mit jeder gestellten Aufgabe kamen die Schüler der Lösung ein Stück näher. Am Ende eines ereignisreichen Tages konnte nicht nur mit Spaß das Rätsel des Grabes von jeder Gruppe gelöst werden, sondern alle nahmen auch eine Menge neu erlerntes Wissen mit nach Hause.

Unser Dank gilt Frau Jahn und ihrem Team für die Betreuung und fachkundige Anleitung sowie dem Ensemble der Theatergruppe „Chez Kalle“ unter Leitung von Herrn Geginat, welche den einzelnen Charakteren so liebevoll Leben eingehaucht haben. Beides hat maßgeblich zum spielerischen und erfolgreichen Lernen beigetragen.

Fazit: Prädikat Empfehlenswert!

Bericht: Jan Kalb

Auf Entdeckertour im Museum – ein Kooperationsprojekt von Paläon und Gaboe

Exkursion_Palaeon_2014

Bereits im November und Dezember letzten Jahres unternahmen die 5. Klassen im Rahmen des Unterrichtsthemas „Steinzeit“ Geschichtsexkursionen in das Paläon. Dabei erprobten Schülerinnen und Schüler ein vom Gaboe neu entwickeltes Konzept zum selbstständigen Lernen im Museum, welches in einem Kooperationsprojekt zwischen Schule und Paläon entstanden war.

Ausgestattet mit den neuen Fragebögen konnten die Schülerinnen und Schüler die Museumsräume erkunden. An ausgewählten Stationen erarbeiteten die jungen Forscher in Eigeninitiative wie sich der Frühmensch vor etwa 300.000 Jahren entwickelte, wie er sich ernährte und welche Werkzeuge und Waffen er verwendete.

Dieser etwas andere Museumsbesuch fand bei den Schülern großen Anklang. Mit sprichwörtlichem Feuereifer näherten sich die Schüler ihren urzeitlichen Vorfahren und forschten insbesondere im Besucherlabor wie echte Archäologen.

Nach intensiver Spurensuche resümierte Ben aus der 5b: „Mir hat das Forschen sehr gut gefallen, weil man viel über Pflanzen, Knochen und Steinwerkzeuge erfahren konnte.“

Zuletzt sei noch Dank gesagt an Heike Schulz und Manfred Ernst (Gaboe) sowie Jana Hugler (Paläon), ohne deren Hilfe dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können.

Eine Reise zu den Römern nach Hannover

Am 05. Dezember 2014 unternahm die Klasse 6a im Rahmen des Geschichtsunterrichtes eine Exkursion ins Landesmuseum Hannover. Ziel war die Ausstellung „High-Tech Römer“. Begleitet haben uns dabei unsere Klassenlehrerin Sandra Pfeiler und die Referendarin Stephanie Volkert. (Frederic Wulf)

Im Museum bekamen wir von Frau Abraham eine Führung. Uns wurde erklärt, wie fortschrittlich die Römer waren, zum Beispiel wie die Römer ihre Städte bauten, um vor Kriegen gut geschützt zu sein und auch wie sie früher mit Hilfe von Flaggen mit anderen Wachtürmen kommuniziert haben. Wenn man zum Beispiel eine rote und schwarze Flagge hochhielt, hieß es „Feuer“! Als die Führung zu Ende war, sollten wir in kleinen Gruppen Fragen zu den Themen beantworten. Als auch dies erledigt war, ging es an unseren Workshop zum Thema „Mosaik“. Dort hatten wir eine halbe Stunde Zeit, um aus kleinen Glasplättchen ein Mosaik zu legen. Dabei sind wirklich viele schöne Exemplare herausgekommen. Danach durften wir uns frei in der Ausstellung bewegen und alles ausprobieren. (Tim Ole Vollmer)

In der Ausstellung habe ich gelernt, wie die römische Heizung funktionierte und wie sie gebaut wurde. Außerdem habe ich erfahren, dass die Römer sehr stabile Straßen erfunden haben (Solly Ludewig)

Das Museum war sehr interessant, weil man ganz viele Sachen selbst ausprobieren konnte und das hat sehr viel Spaß gemacht. Zum Beispiel durften wir eine 12kg schwere Rüstung hochheben, das war ganz schön schwierig. (Luisa Kolbig)

Ich empfehle euch den Besuch der Ausstellung, weil man mit Spaß und Mitmachakti-onen viel lernt. (Lasse Grundmann)

Besonders zu empfehlen sind auch die Weihnachtsmärkte in Hannover, wo wir uns ein paar Süßigkeiten gegönnt haben. Als wir wieder in Braunschweig waren, konnten wir gerade noch sehen, wie unser Zug, mit dem wir wieder nach Helmstedt fahren sollten, wegfuhr. Nun mussten wir eine Stunde warten. Aber weil wir alle Hunger hatten, gingen wir zu McDonalds oder Burger King. Als der Zug dann endlich da war, waren alle froh. Im Zug haben wir noch ein Klassenfoto gemacht. (Shirin Mädje)


 

Fotos

Eine Reise in das mittelalterliche Helmstedt

Die Klasse 7b hat im November und Dezember das Projekt„Helmstedt im Mittelalter – Ein historischer Stadtrundgang“durchgeführt. Dabei ging es darum, das Leben in einer Stadt und in einem Kloster im Mittelalter am Beispiel von Helmstedt zu erforschen und anschließend das eigene Expertenwissen im Rahmen einer Stadtführung den Mitschülern zu vermitteln.

Unter der Leitung von Frau Pfeiler sammelten die Schüler im Unterricht Informationen über die Entstehung von Helmstedt und das Leben im Mittelalter in dieser Region. Sie haben zu verschiedenen Gebäuden z.B. dem Kloster St. Ludgeri, dem Rathaus, dem Marktplatz oder zu den Verteidigungsanlagen in Büchern, im Internet und vor Ort recherchiert.

Am Montag, den 24.November 2014 war es soweit: Die Kinder gingen mit den Lehrerinnen Frau Pfeiler und Frau Sienknecht zu den unterschiedlichen Stationen und berichteten ihren Mitschülern über ihre Recherchen aus dem Unterricht.

Die nächste Stunde verbrachten sie damit, einen Flyer mit ihren Informationen zu gestalten. Er soll es auch anderen ermöglichen, einen historischen Stadtrundgang durch Helmstedt zu erleben und kann als pdf-Dokument hier heruntergeladen werden.

Fazit:
Wir fanden diese Idee sehr gut und danken Frau Pfeiler für ihre Unterstützung. Es war auf jeden Fall lustiger, lehrreicher, spannenderund einprägsamer als das Thema nur mit Hilfe des Schulbuchs zu lernen.

(Gabriel Gabbey und Jonas Krömer)

Kunstgeschichtliche Exkursion mit allen Sinnen

Aus welchen architektonischen Elementen besteht eine romanische Kirche? Worin unterscheidet sich die Gotik von der Romanik? Was hat die heutige Ausmalung noch mit dem Mittelalter zu tun? Was sind Kapitelle? Wie sind Säulen aufgebaut? Und was ist das besondere an einem Jagdfries?

iesen und anderen Fragen gingen die Schüler der 7a in einem spannenden Workshop im Dom in Königslutter mithilfe unterschiedlichster Materialien nach. Dabei begaben sich die Schüler aktiv und künstlerisch in verschiedenen Kleingruppen auf die Spuren der mittelalterlichen Baumeister. Entdecken und erforschen sowie die eigene Kreativität standen im Mittelpunkt. Den vier großen Themenbereichen wie z.B. Entdeckung des Kreuzganges mit seinen interessanten Säulen und den unterschiedlichen Kapitellen, Malerei, Grundrissarbeit und Architektur des Doms sowie die Erforschung und mögliche Deutung des Jagdfrieses, konnten die Schüler auf eigene kreative Weise näher kommen.

In der Pause gingen die Entdeckungen weiter. Im Innenhof des Doms waren Bildhauer, die an ihren Skulpturen arbeiteten. Die sehr netten und offenen Künstler luden uns nicht nur zu Gesprächen ein, sondern ein paar Schüler durften auch einmal Meisel selbst in die Hand nehmen und sich an der Skulptur vorsichtig ausprobieren! Sie erfuhren einiges über die Arbeit eines Bildhauers und den verwendeten Stein der Skulptur.

Nach Beendigungen der Gruppenarbeiten stellten die jeweiligen Expertenteams ihre Ergebnisse und Erkenntnisse der gesamten Gruppe vor.

Es war ein sehr interessanter, vielfältiger und intensiver Workshop, in dem der Dom auf eine ganz neue Weise entdeckt wurde.
Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei dem tollen, sehr engagierten und kompetenten Team, die uns diese tollen und wichtigen Entdeckungen und Erkenntnisse ermöglicht haben!


Bilder