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„Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin…“

Die AG „Politisches Theater“ feiert mit „Mädchen?Mädchen!“ Premiere im Brunnentheater

Es sind diese Zeilen des alten Lucilectric-Songs, die den Zuschauern im zweiten Akt des Schauspiels von den Darstellerinnen entgegengesungen, nein, geschrien werden. Wenige Augenblicke zuvor hatten diese noch allzu gängige Frauchen-Witze zitiert, die zunächst noch für einige Lacher, dann aber für betretenes Schweigen sorgten. Das ist das Spannungsfeld, das im Stück „Mädchen?Mädchen!“ von den Darstellerinnen und Darstellern der AG „Politisches Theater“ mutig freigelegt wird: Wo stehen junge Frauen im 21. Jahrhundert eigentlich? Sind es die Püppchen-Vorlagen aus den bekannten Youtube- und TV-Formaten oder doch die taffen Alleskönnerinnen, die locker Aussehen, Karriere, Selbstbewusstsein und Intellekt vereinen? Dass es gerade für Mädchen heute besonders schwer ist, sich zu finden und zu mögen, wurde allen Zuschauern in den sehr unterhaltsamen 90 Theaterminuten deutlich.

Martin, ein Zyniker und selbst ernannter Frauenversteher, lädt neun Models zu einem Casting ein. Schnell stellt sich heraus, dass er nicht irgendeine austauschbare Miss küren wird, sondern die jungen Frauen vor eine schwierige Aufgabe stellt: Sie sollen anhand literarischer Vorbilder wie Emilia Galotti, Gretchen, Luise Miller und Salomé erkennen, was starke Frauen jenseits der Lauftsteg-Pose ausmacht. Wer scheitert, stirbt. So versuchen sich die Mädchen an den alten Texten, lassen Haltung und Attitüde der Dramenfiguren wirken. Doch das perfide Spiel gerät außer Kontrolle – zu stark mischen Liebe, Eifersucht und Melancholie im Geschehen mit. Am Ende bleibt keine Antwort, sondern nur der dringliche Appell, die jungen Frauen einfach mal in Ruhe zu lassen und ihnen nicht fortwährend vorzuschreiben, wie sie zu sein haben.

Der starke Auftritt der Darsteller wurde unterstützt durch die Musiker Constantin Kopp und Erik Quost, die eigens für das Schaupiel Songs komponierten, die die jeweiligen Szenen untermalten. Clarissa Rieger begeisterte mit einem fantastischen Gesangsvortrag des Goethe-Gedichtes „König von Thule“. Auch die Bühnentechnik wurde von Gabö-Schülern unterstützt…

Als der Vorhang fiel, honorierten die gut 500 Zuschauer im Brunnentheater die fantastische Leistung aller Akteure mit minutenlangem Applaus, denn es war gelungen, ein politisches Anliegen auf besonders beeindruckende Weise zu präsentieren. Nach der Uraufführung des selbst verfassten Stückes sollen nun weitere Aufführungen folgen…

 

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Presseartikel

 

Gregor Staub begeistert das Gabö

Am Mittwoch, den 11. März 2015, stellte der renomierte Gedächtnistrainer Gregor Staub den Schülern, Lehrern und Eltern des Gymnasiums am Bötschenberg sein selbstentwickeltes Programm im Brunnentheater vor.

Staub begeisterte sein Publikum mit Techniken in den Bereichen Sprachen, Zahlen, Namen und Spickzetteln. So lernten die Zuschauer auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise thailändische Vokabeln sowie die Staaten von Amerika in kürzester Zeit. Am Ende der Vorstellung waren die Zuhörer begeistert und dazu bereit, die Techniken zu trainieren und auf ihr zukünftiges Alltagsleben anzuwenden.

Pressespiegel

Lesen Sie den Bericht zur Veranstaltung in der Braunschweiger Zeitung hier.


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GaBö and friends 2012 – Galerie

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