In der letzten Woche fuhr die 7b mit Frau Kramer und Frau Gföller vom Montag bis zum Mittwoch in den Südharz nach Gorenzen. Die Beschreibung auf der Jugendherberge „in waldreicher Umgebung“ traf voll und ganz zu – mit Bestürzen stellten die Schülerinnen und Schüler die fehlende Netzabdeckung und kaum nutzbares W-LAN fest. Die 7b begegnete diesen Widrigkeiten mit guter Laune und genoss die Zeit dann eben eher „old school“.

Das Programm war sehr vielseitig und reichte unter anderem vom Besuch des Kyffhäuser-Denkmals über die Barbarossa-Höhle zu Kletterwald und Sommerrodelbahn.

Wir erlebten drei wunderbare, ereignisreiche Tage.

 

Der Tag begann mit einer schönen Zugfahrt in Richtung Hannover in den Landtag, um die Veranstaltung „Europa Café“ zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses PW91 und PW92 fuhren zusammen mit Frau Herlt nach Hannover und wurden dort vom Landtagsvizepräsident empfangen und begrüßt. 

Alles begann mit einem Bericht zur aktuellen Situation in Europa. Danach bekamen die Schüler einen Eindruck zu dem, was sie im Landtag alles machen und wie der Tag in den Tischgruppen aussieht.

Kurze Zeit später begann die erste Diskussionsrunde mit der Tischgruppe zu den Fragen: Was macht die Europäische Union eigentlich und welches Ziel sie verfolgt?

Eine weitere Frage war: Was wäre, wenn es die EU nicht gäbe?

Danach ging es in die erste Pause am Tag.

Die zweite Diskussionsrunde wurde mit einer anderen Tischgruppe durchgeführt zu den Fragen: Was finde ich gut an Europa? Was muss besser werden in Europa? Und wie stelle ich mir ein ideales Europa vor?

Dann mussten wir die für uns am wichtigsten Punkte raus suchen und diese dann in der Runde diskutieren. Nach der 20 minütigen Diskussionsrunde in der Tischgruppe musste der Tischleiter die Argumentation vor allen Leuten vorstellen.

Nach der Vorstellung wurden die Tischgruppen wieder gemischt und es folgte die dritte Diskussionsrunde. In dieser Diskussion wurde aus den vorherigen Punkten, der für uns am wichtigsten war, raus gesucht. Diesen sollten wir erweitern. Darunter fällt, dass wir ein Thema aussuchen sollten, was uns darunter stört und was die Europaparlamentsabgeordneten unserer Meinung nach tun sollen, um dieses Problem zu beheben und zu bekämpfen. Auch die dritte Diskussionsrunde wurde in der großen Runde von dem Tischleiter vorgestellt. Dann sollten wir alle drei wichtige Themen und Problemstellungen heraussuchen, indem wir einen Punkt auf den Themenbogen kleben. Die drei Themen mit den meisten Stimmen wurden dann mit den Landtagsabgeordneten diskutiert. Zwischen der zweiten und dritten Diskussionsrunde gab es eine Mittagspause, in der kleine Häppchen serviert wurden.

Die Landtagsabgeordneten waren aus verschiedenen Fraktionen und Parteien. Sie haben sich sehr gut auf die drei Schwerpunkte eingelassen und intensiv mit uns diskutiert. Nach der 45 minütigen Diskussion wurde der Tag sehr schön vollendet, indem wir alle wieder nach Hause fuhren.

 

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Am 21. August erreichte der Sportleistungskurs, gemeinsam mit Herrn Gerlach und Herrn Kramer, mit dem Zug das Ötztal in Österreich. Mit guter Laune und großen Erwartungen kamen wir in der „Area 47“ an.

Die „Area 47“ ist ein großer Freizeitpark mit Rafting, Canyoning & anderen Wasseraktivitäten, Konzerten & Übernachtungsmöglichkeiten.
Nach einer kräftigen Stärkung im Restaurant und der ersten Erkundung des Geländes, bezogen wir unsere Holz-Tipis. Gemeinsam ließen wir den Abend ausklingen und freuten uns riesig auf den nächsten Tag, denn es stand der Hochseilgarten in unserem Programm.

Am nächsten Tag meisterten wir alle zusammen, nach einer kurzen Einführung, die Hindernisse in schwindelerregenden 27 Metern Höhe. Den Rest des Tages nutzten wir die „Water-Area“, genossen das sonnige Wetter und einige von uns suchten den absoluten Adrenalin-Kick beim „Mega-Swing“, bei dem die Teilnehmer vom Startpunkt in 27 Metern Höhe ins Nichts fallen. Mehr als 12 Meter freier Fall warteten auf die drei, bevor der Speed von rund 100 km/h in die Schwingbewegung überging. Natürlich wurde an diesem Tag Beachvolleyball gespielt und die „Water-Area“ mit Rutsche, Wakeboard & Co. genutzt.

Am Mittwoch versuchten wir uns an der „Kletterwand“ mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden, welche ebenfalls 27 Meter hoch ist. Anschließend folgte erneut ein spannendes Beachvolleyball-Spiel.
Nachdem einige von uns mit dem Mountainbike die Berge unsicher machten, gab es am Strand ein Barbecue, wobei der Sonnenuntergang die unglaublich entspannte Stimmung an diesem Abend unterstrich.

Das große Highlight unserer Kursfahrt folgte am Donnerstag. Bei strahlendem Sonnenschein statteten wir uns aus mit Neoprenanzügen, Schuhen, Westen und Helmen. Mit den Booten kämpften wir uns durch die Strömungen der Ötztaler Ache und genossen die atemberaubende Aussicht.

Am Freitag den 25. August hieß es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es wieder in die Heimat, doch die adrenalinreichen und actionreichen Tage in der „Area 47“ werden wir niemals vergessen. Für uns war diese Kursfahrt das Highlight unserer Schullaufbahn und ein gelungener Abschluss und vielleicht werden wir das Ötztal bald wieder besuchen.

Ein großes Dankeschön an unseren Tutor Herrn Kramer und an Herrn Gerlach für diese unvergesslichen Tage! – sf84 / SP81

Ganz viel Theater mit ERASMUS+ in Ermelo

 

Im Februar begegneten sich erstmals im Rahmen des ERASMUS+-Projektes ca. 25 Schülerinnen und Schüler aus Helmstedt, Mailand, Lyon und Ermelo, um gemeinsam Theater zu spielen und dabei die Frage nach der eigenen (nationalen) Identität im europäischen Kontext in den Blick zu nehmen.

Agnes Ribanski, Ann-Kathrin Breier, Caroline Tischer, Elisa Störmann, Emma Gollmer und Helen Schade (alle Jahrgang 10) fuhren dafür für sechs Tage in die niederländische Stadt Ermelo. Begleitet wurden sie von Frau Hahn und FRau Herlt.

Dass sich die inhaltliche und praktische Vorbereitung im Unterricht gelohnt hatte, spürten die Schülerinnen gleich, auch wenn die Theaterlehrer in Ermelo trotzdem den ein oder anderen Sprung ins kalte Wasser vorbereitet hatten. Die Schülerinnen dokumentierten ihren Aufenthalt per Video…also, sehen Sie selbst:

Die diesjährige Schneefahrt führte ins beschauliche Seefeld in Tirol, Österreich. Nach einer ereignislosen Anreise am Sonntag, den 04.02., startete die Woche mit der Ausleihe des Materials am folgenden Morgen – für einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es Snowboards, die meisten hatten sich für Ski entschieden.

Bei perfekten äußeren Bedingungen – Kaiserwetter, optimal präparierte Pisten, hervorragende Lifte und geringe Wartezeiten – konnten die erfahrenen Wintersportler  zunächst das Skigebiet erkunden, während diejenigen, die nach eigenem Wunsch noch Ausbildungsbedorf hatten, von den beiden Lehrkräften – Herr Salzmann & Herr Kramer – betreut wurden. In den Folgetagen bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann Aufgaben, die sie in Kleingruppen selbständig zu bearbeiten hatten, so z.B. das Entwickeln und Üben einer Formationsfahrt, die dann gefilmt und ausgewertet wurde.

Da das Skigebiet in Seefeld zwar sehr schön, aber etwas klein war, hatte Herr Salzmann im Vorfeld für den Donnerstag einen Ausflug in das Skigebiet Kaltenbach-Hochfügen organisiert – mit ca. 160 Pistenkilometern ein echtes Highlight. Leider war dieser Tag der einzige in der gesamten Woche, an dem das Wetter uns im Stich ließ. Bei sehr bescheidenen Sichtverhältnissen machten aber alle das beste aus dem Tag. Einige der Fortgeschrittenen wählten am Ende sogar die Talfahrt auf der sehr anspruchsvollen „Stephan Eberharter Goldpiste“.

Nach einem weiteren Vormittag auf den Pisten unserer „Heimskigebiets“ in Seefeld ging es dann am Freitag Nachmittag zurück nach Hause. Am Samstag früh um 2:30 Uhr landeten wir erschöpft, aber zufrieden wieder in Helmstedt.

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Die Kursfahrt unseres naturwissenschaftlichen Profils ging nach Barcelona in Spanien. Wir haben uns gemeinsam für dieses Ziel entschieden, um einen zweiten Sommer am schönen warmen Mittelmeer verbringen zu können. In der letzten Augustwoche ging die Reise los. Gemeinsam mit Frau Wolf und Herrn Noll startete unsere Exkursion mit einem zwei stündigen Flug vom Flughafen Hannover.
In Barcelona ging es mit der Metro in unser High-Tech-Hostel Twentytu. Im Zimmer erwarteten uns jeweils vier Betten mit eigenem Bad und WC, was an ein gemütliches und sauberes Jugendherbergszimmer erinnerte. Zudem hatte das Hostel eine wunderschöne Dachterrasse mit vielen modernen und gemütlichen Sitzmöglichkeiten, welche abends zum Zusammensitzen einluden. Mit Blick auf den Torre Agbar, teils auf die Sagrada Familia und die rundherum beleuchtete Stadt ergab sich ein wunderschönes Erlebnis am Abend im Hostel. Zudem wurde ein ausgewogenes Abendprogramm wie Karaoke, BBQ, Paella und Salsa angeboten.
Der Dienstagvormittag bestand aus einer umfangreichen Stadtführung durch die mittelalterliche Altstadt Barcelonas, die auf Grund ihrer verschachtelten Gänge und Gassen sich von der später geplanten Stadt (Blockbau) abhebt. Begleitet wurden wir von einem deutschen Guide, welcher uns in das ehemalige Judenviertel führte und uns neben zahlreichen Kirchen, der ehemaligen römischen Stadtmauer auch eine Oper zeigte. Letztere befindet sich inmitten der Stadt und ist architektonisch mit ihren vielen floralen Mosaiken an den Jugendstil angelehnt. Am Nachmittag besichtigten wir die Sagrada Familia, welche von einem der wichtigsten Architekten der Welt konzipiert wurde – Antoni Gaudi. Die Kirche befindet sich nun seit 1882 in dem Prozess der Fertigstellung und soll vermutlich 2026 zum 100. Todestag Gaudis endlich diesen Prozess beenden. Die Sagrada Familia ist ein Wunder der Baukunst besonders durch ihre Höhe, die Gaudi durch ein sehr stabiles Parabelprinzip erreichte. Die Katalanen tragen einen großen Stolz ihn betreffend in sich. Gaudis Baustil zeichnet sich durch einzigartige Mosaike aus, welche seine Naturverbundenheit verdeutlichen. In der Sagrada Familia herrschte ein wunderbares Lichtspiel durch die verschiedenen Mosaike.
Am Mittwoch besuchten wir das Cosmo Caixa, ein Naturmuseum, welches vergleichbar mit dem Phaeno in Wolfsburg ist. Zu sehen gab es viele Knochen, eine Art Urwald und ein Aquarium mit zahlreichen Fischarten. Physikalische Experimente wie das Foucaultsches Pendel, welches die Erdrotation nachweist, schlossen gut an den Physikunterricht an.
Am Donnerstag besuchten wir den Park Güell, welcher ebenfalls von Antoni Gaudi konzipiert und erbaut wurde. Auch der Park zeichnet sich durch seine zahlreichen Mosaike aus. Der Park war romantisch, gemütlich und naturbelassen und von Bauwerken wie Skulpturen oder Wasserspielen umrandet.
Am letzten geplanten Tag ging es für uns ins Kloster nach Montserrat. Es befindet sich hoch oben im Sandsteingebirge ca. eine Stunde von Barcelona entfernt. Über eine Seilbahn und einen kurzen Wanderweg konnte man die Spitze eines Bergteiles erklimmen, auf dem wir eine wunderschöne Aussicht genießen konnten. Das Kloster überzeugte mit seiner wunderschön angelegten Kirche, deren Mittelpunkt die berühmte schwarze Madonna, ein Pilgerwahrzeichen, bildete. Danach ging es für uns nach einer weiteren Stunde Fahrzeit zum berühmten Cava Produzenten Freixenet. Dort lernten wir erst etwas über die Produktion von Cava und danach besichtigten wir die verschieden Ebenen der Kellerei. Da der Komplex sehr weitläufig ist, sind wir am Ende mit einer internen Shuttlebahn durch die Kellerei gefahren. Abends saßen wir zusammen am Strand und genossen unseren vorletzten Abend.
Der Samstag stand uns Schülern zur freien Verfügung und der von den Lehrern angebotene Ausflug nach Tarragona war fakultativ. Neben Segway fahren und Shoppingtouren genossen viele von uns die heißen 30°C bei strahlender Sonne zum letzten Mal. Am Abend verschlug es noch einige von uns zu den bekannten Wasserspielen Fuente Magica am Plaça d‘ Espanya, welcher auch eine atemberaubende Atmosphäre bot.
Unser Rückflug verlief problemlos. Schlussendlich war die Kursfahrt sehr interessant und schweißte uns als Kurs näher zusammen. Wir lernten viele neue Seiten von uns und von Barcelona kennen. Insgesamt eine gelungene Kursfahrt!

Lea Förster & Jessica Meier

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Der Surfkurs der Q1 ist am Anfang des neuen Schuljahres mit Frau und Herrn Jungenkrüger nach Fehmarn gefahren. Angereist sind wir mittags mit dem Bus, angekommen sind wir gegen Abend. Bei unserer Ankunft sind wir direkt unseren Wohnwagen zugeteilt worden. Insgesamt war die Anreise angenehm und gut geplant. Morgens und mittags haben wir uns innerhalb unseres Wohnwagens selbst verpflegt und abends haben sich alle zum gemeinsamen Essen getroffen. Dabei hat eine  Wohnwagengruppe im Wechsel für alle gekocht. An diesen Abenden bei schönem Wetter haben wir tolle Gespräche geführt . Jeden Morgen um 10 Uhr hieß es für uns: auf zum Surfen! Und so trafen wir uns jeden Morgen mit unseren Surflehrern und bauten die Riggs und Surfbretter auf. Nach einer relativ kurzen Einführungsphase ging es dann auch los. Jeder wurde individuell nach seinem Leistungsniveau gefordert. Alle machten tolle Fortschritte und waren schon nach wenigen Stunden mit dem Sportgerät vertraut. Einige von uns haben auch den Umgang mit dem Trapez gelernt. Nach einer zweistündigen Mittagspause ging es wieder für einige Stunden aufs Wasser. Am Ende der Woche sind wir mit allen eine Regatta gefahren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es ein einmaliges, tolles Erlebnis war. Wir alle hatten sehr viel Spaß und möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei Frau und Herrn Jungenkrüger für die Surffahrt bedanken!

Anna Sievers

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Sonne Wasser, Mücken und gute Laune satt- alle 31 Teilnehmer wagten das Experiment tief im Wasser sitzend das Naturschutzgebiet um Mirow herum zu erkunden. Nach der bequemen Anreise im Bus und dem Beziehen des Camps, wurde als erstes die Geschicklichkeit im und mit dem Boot getestet. Die erste Übung war scheinbar leicht- einfach nur im 3er Kanu geradeaus fahren- nach etwas Übung klappten dann auch die anspruchsvolleren Aufgaben. Den meisten Spaß hatte ein Teil der Truppe mit der Kenterübung und ging dann gezielt baden.

Das war kein Problem, denn das Wetter spielte hervorragend mit und bescherte uns die meiste Zeit ein tolles Badewetter!

Die anderen Tage sind wir dann Tagestouren gefahren und haben dabei unterschiedliche Bootstypen getestet. Erst mit einem 3er Kanu mit Stechpaddel, dann mit einem 2er Kajak und am dritten Tag dann alle zusammen mit den großen 10er Kanus wurde alles ausprobiert und fleißig gepaddelt. Einige Schüler waren abends ganz schön platt und die Arme schwer. Die Touren in den Booten waren insgesamt jedoch gemütlich und entschleunigten vom stressigen Schulalltag. Schließlich haben wir auch lange Pausen zum Baden, Eis essen und einfach nur zum Chillen gemacht.

Abends im Camp wurde dann immer selbst und lecker gekocht, gebadet und auch Volleyball gespielt. Kaum vorstellbar, dass wir ohne Fernseher auskamen!

Außer am Montagabend, da hat ein Teil der Truppe via Internet am Laptop das Relegationsspiel voller Emotionen verfolgt….

Die Tage vergingen wie im Fluge und so freuen wir uns auf das nächste Mal wenn es wieder heißt: Wer kommt mit zum Kanu fahren?

Mirow wir kommen wieder!!!

 

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Derzeit besuchen 13 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Gymnasiums am Bötschenberg in Begleitung von Frau Herlt und Herrn Perner die französische Metropole Lyon im Rahmen eines Schüleraustauschs mit der Partnerschule Lycée le Premier film.

Anlässlich der Gedenkfeier zum 8. Mai 1945 wurden die Schüler gemeinsam mit ihren Gastgebern aus Frankreich zu den offiziellen Zeremonien eingeladen. Dieses Privileg nutzte die Gruppe gern und nahm pünktlich um 10 Uhr die Sitzplätze auf der Tribüne des parc de la tête d’or ein – neben vielen offiziell geladenen Gästen und einigen Veteranen der französischen Steitkräfte. Zunächst sprach im offiziellen Teil der Veranstaltung neben hohen Vertretern des Militärs und der Politik der Oberbürgermeister der Stadt Lyon, Gérard Collomb. Er beeindruckte die Schülerinnen und Schüler mit einer emotionalen Rede, die vor allem die deutsch-französische Geschichte reflektierte und die Bedeutung der beiden Länder als Motor der Europäischen Union betonte. Gerade unter dem Eindruck der Präsidentschaftswahlen in Frankreich, deren Ergebnis am Abend zuvor mit Erleichterung aufgenommen wurde, spürten die Schülerinnen und Schüler, dass sie an einem besonderen Datum in Lyon sein durften.

Nach der Auszeichnung besonders verdienter Soldaten mit höchsten Orden fand eine Militärparade statt, die verschiedene Regimenter präsentierte, darunter die Fremdenlegion. Dann folgten die Schülerinnen und Schüler der Parade zur Kranzniederlegung am Denkmal des unbekannten Soldaten.

Nach diesem emotionalen Höhepunkt war die Gruppe noch zum Empfang in der repräsentativen Orangerie des Parks eingeladen, wo sie glücklicherweise ein intensives Gespräch mit Klaus Ranner, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Lyon, führen konnte. Herr Ranner unterhielt sich angeregt mit den Jugendlichen und verblüffte mit seinen Kenntnissen zur Historie Helmstedts. Die interessanten Berichte des Generalkonsuls aus seiner langen diplomatische Karriere rundeten einen eindrucksvollen Tag in Lyon ab, den die Schülerinnen und Schüler aus Helmstedt nicht vergessen weden.

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In der vergangenen Woche bekamen wir am GäBo Besuch von unseren italienischen AustauschschülerInnen aus der Stadt Fiuggi in der Nähe von Rom. Begleitet wurden die 24 SchülerInnen von ihren Lehrkräften Anna Maria Incocciati, Rosalba Balzano und Thomas Wendt vom Helmstedter Partnerschaftsverein (HPV). Es wurde von allen Seiten betont, dass das Ziel des Austausches nicht nur sei, die bestehende Städtepartnerschaft zu unterstützen, sondern auch gerade in der heutigen Zeit, die Idee eines „Gemeinsamen Europas“ zu stärken. Dies gelinge am Besten, wenn sich junge EuropäerInnen von Person zu Person begegnen und austauschen können. Außerdem machte der Austausch den SchülerInnen bewusst, welche Bedeutung das Fremdsprachenlernen für einen praktischen Kontext haben kann.

Neben den Eindrücken aus dem Unterrichtsalltag in Deutschland standen für die ItalienerInnen die Besuche der geschichtsträchtigen Städte Berlin, Braunschweig und Helmstedt an. Die deutschen GastschülerInnen der Klassen 8 a/b und 9 a/b sorgten dabei für den nötigen Informationsstoff mit selbstorganisierten und in englischer Sprache gehaltenen Stadtrundgängen. Eine besondere Überraschung für die italienischen SchülerInnen war ihre Begrüßung mit einer Präsentation der „Flying Gabös“. Mit Ausdrücken wie „incredibile“, zu Deutsch unglaublich, zeigten die Italiener ihre Begeisterung. Den Höhepunkt bildete sicherlich das von den Eltern, Erziehungsberechtigten und SchülerInnen organisierte Abschiedsfest im Schützenhaus in Barmke, wo bei typisch deutschen Spezialitäten und Musik ausgelassen gefeiert wurde. Somit war es am letzten Tag des Austausches nur verständlich, dass eine Menge Tränen bei der Verabschiedung flossen. Für die beteiligten SchülerInnen und Lehrkräfte stand daher fest: „Fiuggi, ci vediamo presto!“, das heißt auf Deutsch, Fiuggi, wir kommen bald wieder!

Erst einmal gab es Würstchen und Kartoffelsalat, als die 25 Schüler und Schülerinnen des neunten Jahrgangs des Christerlijk College aus Ermelo zusammen mit ihren beiden Lehrern nach einer langen Busfahrt am Montagnachmittag in Helmstedt ankamen. Die 25 französischen Gäste aus Vitré waren schon am Vormittag, ebenfalls in Begleitung von zwei Lehrern, eingetroffen. Am Nachmittag ging es darum, die gastgebende Stadt erst einmal näher kennen zu lernen. Ausgerüstet mit einem Stadtplan, einer Wegbeschreibung und einem Katalog von Fragen machten sich holländische, französische und deutsche Schüler auf den Weg in die Stadt, um sich bei einem längeren Spaziergang die Sehenswürdigkeiten Helmstedts anzuschauen und dabei etwas über die Stadt und ihre Geschichte zu lernen. Eifrig diskutierten die Schüler und Schülerinnen die zum Teil kniffligen Fragen auf Englisch und lernten dabei nicht nur die Stadt, sondern sich auch untereinander besser kennen. Ein Stopp an der Eisdiele war bei schönem Wetter unbedingt erforderlich.

Am darauf folgenden Tag ging es in die Autostadt nach Wolfsburg, wo neben einer Themenführung unter anderem auch eine Werksbesichtigung mit auf dem Programm stand. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste aus dem Ausland hier von den vielen Roboterstraßen, die im VW-Werk zum Einsatz kommen und die vor allem in der Fertigungshalle 54 zu bestaunen sind. Anschließend besichtigten die Gäste zusammen mit ihren Gastgebern die Autostadt auf eigene Faust und viele aßen – als der Hunger schließlich doch einen Aufenthalt an einer Imbissbude erforderlich machte – eine Currywurst.

Auch die Hauptstadt sollte nicht fehlen, wenn man zu Besuch in Deutschland ist. Und so machten sich die Gäste aus Holland und Frankreich zusammen mit ihren Gastgebern auf den Weg nach Berlin. Ausgangspunkt des Berlinbesuchs war eine Stadtrundfahrt, bei der besonders auf die Zeugnisse der deutschen Teilung eingegangen wurde, wie man sie z.B. noch an der Bernauer Straße findet. Die mit Originalteilen nachgebaute Grenzanlage und die Dauerausstellung dort ermöglichen einen Eindruck von der Zeit der deutschen Teilung und von den Ereignissen rund um die Wiedervereinigung. Beeindruckt waren die Gäste auch von den vielen in den Gehweg eingelegten Gedenkplaketten, die jeweils auf einen missglückten oder (in wenigen Fällen auch) geglückten Fluchtversuch hinweisen.

Ein Aufenthalt im Stasi-Museum rundete das Programm des Berlin-Besuchs für die holländischen Gastschüler ab. Die französischen Gäste besuchten stattdessen auf eigenen Wunsch zusammen mit ihren Gastgebern noch das Reichstagsgebäude und verschafften sich so einen Eindruck vom zentralen Gebäude der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Am Nachmittag machten sich die Schüler und Schülerinnen in gemischten Gruppen auf den Weg um am Alexanderplatz noch etwas einzukaufen, bis sich dann alle auf der Museumsinsel wieder trafen, um die Rückfahrt anzutreten.

Natürlich erhielten die Schüler und Schülerinnen aus den befreundeten Schulen auch die Möglichkeit, einen Tag lang ganz normal am Schulunterricht teilzunehmen oder evtl. (falls dies gewünscht wurde) in einem Fach ihrer Wahl zu hospitieren. Außerdem nahmen alle ausländischen Schüler und Schülerinnen für zwei Stunden am regulären Sportunterricht teil. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der gastgebenden Eltern, die sich an der Gestaltung des Programms beteiligten und dafür sorgten, dass sich die Gastschüler in Helmstedt wohlfühlten. Die Eltern organisierten zum Abschluss noch ein großes Kuchenbuffet für alle Beteiligten des Austausches und die Schülerinnen und Schüler bedankten sich dafür mit einem kleinen Programm, das sie selbst erarbeitet hatten.

 

Schülerbericht

Bonjour l´école!

Die französischen Kurse der Jahrgänge 8 und 9 nehmen dieses Jahr an einem Französischaustausch mit der Partnerschule Sainte-Marie in Vitré teil. Am Montag, den 13.3.2017 fing das Abenteuer auch schon an. Nach ihrer 16 -stündigen Fahrt empfingen wir unsere französischen Gäste gespannt. Im Anschluss stand uns ein leckeres Buffet zur Verfügung; dies war die erste Möglichkeit unsere Austauschpartner besser kennenzulernen. Mit vollem Magen ging es weiter mit einer Schulführung und anschließend einer Stadt-Rallye durch Helmstedt, jetzt auch mit den dazugekommenen Holländern. Der Abend wurde in den Familien verbracht.

Am nächsten Tag ging es gleich weiter nach Wolfsburg in die Autostadt, wo wir eine Führung durch das VW – Werk und die Autostadt auf französisch und deutsch bekamen. Die Franzosen waren sehr interessiert und erstaunt über die vielen Autos und Eindrücke. Am Abend ließen wir bei einem leckeren Eis den Tag ausklingen.

Der Mittwochmorgen begann mit der Reise nach Berlin. Nach 3 Stunden Fahrt machten wir zuerst eine Stadtrundfahrt, bei der die ersten Eindrücke gesammelt wurden. Danach ging es gespannt in den Bundestag, wo uns ein atemberaubender Ausblick über Berlin erwartete. Im Anschluss führte uns Frau Helms mit ihren Berlin – Kenntnissen durch die Stadt. Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Wir gingen in kleinen Gruppen essen, shoppen usw. Auf der Rückfahrt lernten wir die französischen Lieder und Tanz-Moves besser kennen.

Die restlichen Tage mit den Franzosen werden mit Treffen, Aktivitäten und Spaß gefüllt sein.

Wir danken der Partnerschule Sainte-Marie und den dazugehörigen Lehrern Monsieur Lebret und Madame Rivière. Außerdem bedanken wir uns bei Frau Helms und Frau Wolf für ihre gute Organisation.

Nun noch ein paar Gedanken der Franzosen:

Quand on a vu nos correspondants pour la première fois on était content et un peu timide. (Als wir unsere Austauschpartner zum ersten Mal gesehen haben, waren wir glücklich, aber auch ein bisschen schüchtern)

Mais avec le temps nous avons sympathisé et partagé nos connaisances de nos pays comme avec le chanteur <JUL> ( Aber mit der Zeit wurden wir vertrauter und wir teilten unsere Kenntnisse der Länder, sowie den Sänger “JUL“.)

Der Fiuggi-Austausch sendet die besten Grüße aus der Ewigen Stadt!