Artikel, Beiträge und Berichte zu Erasmus+ Projekten am GaBö

Etwa 20 Schüler und Schülerinnen aus vier europäischen Städten (Lyon, Mailand, Ermelo und Helmstedt) trafen sich Ende November in Lyon zu einem gemeinsamen Theaterprojekt. Organisiert wurde diesmal das Treffen von der französischen Schule Lycée Professionnel Sermenaz. Bei dem Treffen erarbeiteten die Schüler/innen unter Anleitung eines Schauspielers eine Reihe von szenischen Darstellungen, die zum Schluss zu einer Theatervorstellung verknüpft wurden. Diese Vorstellung, die am letzten Abend des Treffens in englischer Sprache vor Publikum aufgeführt wurde, war ein großer Erfolg. An dem Treffen in Lyon nahmen fünf Mädchen und zwei Jungen aus dem 11. Jahrgang des GaBö teil. Den sieben Schülerinnen und Schülern aus Helmstedt machte die gemeinsame Arbeit sehr viel Spaß und sie äußerten, dass man gerade durch den Kontakt mit anderen Kulturen viele Anregungen erhält und bedeutsame Entwicklungsfortschritte machen kann.

Das Projekt, an dem verschiedene Schülergruppen beteiligt sind, trägt den Titel „Stolz Europäer zu sein!“. Es ist eine „gemeinsame strategische Partnerschaft“, die im Rahmen von Erasmus plus stattfindet und von der Europäischen Union gefördert wird.

Während der zweijährigen Projektdauer beschäftigen sich Schüler und Lehrer der genannten Schulen bei vier Treffen, die an den verschiedenen Schulstandorten stattfinden, mit vier Leitfragen zu der europäischen Identität. Bei dem Treffen in Lyon ging es schwerpunktmäßig um die Erfassung der gemeinsamen europäischen Werte und des europäischen kulturellen Erbes.

Die Workshops zu den einzelnen Leitfragen münden stets in einer szenischen Interpretation. Die Sensibilisierung der Schüler für die Herausforderungen der europäischen Identität erfolgt bei diesem Projekt nicht durch Aufsätze oder andere schriftliche Aufgaben, sondern durch kreative Formen des darstellenden Spiels und des Theaters. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler neben den unterschiedlichen kulturellen Facetten bei jedem Treffen auch neue Techniken und Methoden des Theaterspielens. 

Den Abschluss bildet im Mai 2019 ein gemeinsames Theaterfestival mit einer multinationalen Aufführung im Juleum in Helmstedt. Zu dieser Aufführung mit dem Leitthema Eurotopia,die unter der Schirmherrschaft von Landrat Gerhard Radeck steht, wird jedes Partnerland einen szenischen oder filmischen Beitrag zur gemeinsamen europäischen Zukunft beisteuern. 

Hauptziele des Projektes, das unter Federführung des GaBö als koordinierende Schule durchgeführt wird, sind nach Auskunft der zuständigen PolitiklehrerInnen  Anne-Marie Herlt, David Perner und Thomas Müssiger,  die Schüler nicht nur mit anderen europäischen Identitäten und Kulturen bekannt zu machen sondern auch  ihr gemeinsames kulturelles Erbe zu erfassen. Darüber hinaus verbessern sie  dadurch ihre Sprachkompetenzen, ihre rhetorischen Fähigkeiten und  ihr Selbstbewusstsein  sowie ihre Fachwissen und Arbeitstechniken im darstellenden Spiel mit viel Spaß am Theaterspielen. 

Für das Projekt erhielt das Gymnasium am Bötschenberg das europäische Label Award EYCH (Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018) von der Europäischen Kommission.

Update ERASMUS+: Schüler des Gabös spielen in Mailand und Lyon Theater

 

Schülerinnen und Schüler des 12. und 10 Jahrgangs sind in diesem Herbst im Rahmen des ERASMUS+ Projektes in Mailand und Lyon zu Gast, um die poitische Frage nach der gemeinsamen europäischen Identität mit Methoden des Theaters zu beantworten. Zunächst besuchten 7 Schüler mit Frau Herlt und Herrn Perner die italienische Modehauptstadt Mailand und die Partnerschule, das Collegio San Carlo. Das Motto: Looking over borders – Erzähl die Geschichten der anderen!

Die Vorbereitung der zweiten Schülermobilität verlangte eine Auseinandersetzung mit der Literatur und eben auch Kultur der Projektpartner. Im September in Mailand trafen nun diese Eindrücke aufeinander und verbanden sich zu einer neuen Theaterproduktion. Die entstandene Szenencollage orientierte sich an die szenischen Herangehensweise der Commedia Dell’Arte und betrachtete die Herausforderungen und Chancen die „Looking over borders“ mit sich bringt.

 

 

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In Lyon geht es nun weiter: 7 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse reisen nach Lyon. Zur Vorbereitung setzten sie sich intensiv mit den europäischen Idealen und Realitäten auseinander. Die szenische Umsetzung des Themas wurde unter anderem tatkräftig durch unsere ehemalige Schülerin Pauline Seidlich unterstützt, die als freie Tänzerin und Choreografin ihre Erfahrungen einbringen konnte.

Proud to be European! – Was ist europäische Identität?

Diese politische Fragestellung soll dann auch in Lyon mit den Schülern der Partnerschulen sowohl inhaltlich als auch performativ gefüllt werden. Ziel ist der Entwurf einer „neuen“ Europahymne.

Im Mai 2019 findet dann das Finale des prämierten Projektes in Helmstedt statt. Dann zum Thema EUROTOPIA – Wie stellst Du dir die Zukunft Europas vor? Mehr dazu in Kürze…

Ganz viel Theater mit ERASMUS+ in Ermelo

 

Im Februar begegneten sich erstmals im Rahmen des ERASMUS+-Projektes ca. 25 Schülerinnen und Schüler aus Helmstedt, Mailand, Lyon und Ermelo, um gemeinsam Theater zu spielen und dabei die Frage nach der eigenen (nationalen) Identität im europäischen Kontext in den Blick zu nehmen.

Agnes Ribanski, Ann-Kathrin Breier, Caroline Tischer, Elisa Störmann, Emma Gollmer und Helen Schade (alle Jahrgang 10) fuhren dafür für sechs Tage in die niederländische Stadt Ermelo. Begleitet wurden sie von Frau Hahn und FRau Herlt.

Dass sich die inhaltliche und praktische Vorbereitung im Unterricht gelohnt hatte, spürten die Schülerinnen gleich, auch wenn die Theaterlehrer in Ermelo trotzdem den ein oder anderen Sprung ins kalte Wasser vorbereitet hatten. Die Schülerinnen dokumentierten ihren Aufenthalt per Video…also, sehen Sie selbst: