Unsere Schule ist vielseitig, unsere Lehrer engagiert – den Beweis liefern spannende Projekte, die am 3.und 4. Mai 2018 stattfanden.

Am 24. April 2018 veranstalteten die Bundesländer Niedersachen und Sachsen-Anhalt ihren diesjährigen länderübergreifenden Schülerprojekttag in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn. Als eine von nur drei Schulen in ganz Niedersachsen nahm das Gymnasium am Bötschenberg an diesem Projekttag teil, der dieses Mal unter dem Motto „Aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen. Der DDR-Grenzübergang Marienborn – an der Grenze durch Europa“ stattfand.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c wurden morgens gemeinsam mit den 220 Schülerinnen und Schülern der anderen Schulen vom niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Staatssekretärin im Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt Eva Feußner begrüßt. Beide würdigten sowohl das Interesse der Schüler als auch das besondere Engagement  der Schülerlotsen, die sich bereits am 10. April in der Gedenkstätte eingefunden hatten und sich zu Gedenkstättenlotsen ausbilden ließen. Dazu gehörten auch sechs Schülerinnen des GaBö (Elisa Störmann, Ann-Kathrin Breyer, Caroline Tischer, Anna Biesterfeld, Emma Golmer, Sophie Scholz).

Die Gedenkstättenlotsen führten zu Beginn den Kultusminister und die Staatssekretärin über das Gelände, nach der offiziellen Begrüßung übernahmen sie die Aufgabe, kleine Schülergruppen zu führen und über den Grenzübergang zu informieren. An dieser Stelle bedankt sich das GaBö noch einmal ausdrücklich für das Engagement dieser Schülerinnen, die ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert haben.

Nach der Führung über das Gelände hatten die Schülerinnen und Schüler noch die einmalige Gelegenheit, direkt mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und ihre persönliche Geschichte zu hören. Beispielsweise erzählte Rolf-Joachim Erler von seinem Fluchtversuch, der in Marienborn endete. Erst nach einer längeren Haftstrafe gelangte er über den Häftlingsfreikauf doch noch in den Westen.

Nach einer kurzen Abschlussreflexion fuhren die Schülerinnen und Schüler des GaBö am Ende des Schülerprojekttages mit vielfältigen Eindrücken vom historischen Ort und den Geschichten der Zeitzeugen zurück nach Helmstedt.

Der Tag begann mit einer schönen Zugfahrt in Richtung Hannover in den Landtag, um die Veranstaltung „Europa Café“ zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler des Politikkurses PW91 und PW92 fuhren zusammen mit Frau Herlt nach Hannover und wurden dort vom Landtagsvizepräsident empfangen und begrüßt. 

Alles begann mit einem Bericht zur aktuellen Situation in Europa. Danach bekamen die Schüler einen Eindruck zu dem, was sie im Landtag alles machen und wie der Tag in den Tischgruppen aussieht.

Kurze Zeit später begann die erste Diskussionsrunde mit der Tischgruppe zu den Fragen: Was macht die Europäische Union eigentlich und welches Ziel sie verfolgt?

Eine weitere Frage war: Was wäre, wenn es die EU nicht gäbe?

Danach ging es in die erste Pause am Tag.

Die zweite Diskussionsrunde wurde mit einer anderen Tischgruppe durchgeführt zu den Fragen: Was finde ich gut an Europa? Was muss besser werden in Europa? Und wie stelle ich mir ein ideales Europa vor?

Dann mussten wir die für uns am wichtigsten Punkte raus suchen und diese dann in der Runde diskutieren. Nach der 20 minütigen Diskussionsrunde in der Tischgruppe musste der Tischleiter die Argumentation vor allen Leuten vorstellen.

Nach der Vorstellung wurden die Tischgruppen wieder gemischt und es folgte die dritte Diskussionsrunde. In dieser Diskussion wurde aus den vorherigen Punkten, der für uns am wichtigsten war, raus gesucht. Diesen sollten wir erweitern. Darunter fällt, dass wir ein Thema aussuchen sollten, was uns darunter stört und was die Europaparlamentsabgeordneten unserer Meinung nach tun sollen, um dieses Problem zu beheben und zu bekämpfen. Auch die dritte Diskussionsrunde wurde in der großen Runde von dem Tischleiter vorgestellt. Dann sollten wir alle drei wichtige Themen und Problemstellungen heraussuchen, indem wir einen Punkt auf den Themenbogen kleben. Die drei Themen mit den meisten Stimmen wurden dann mit den Landtagsabgeordneten diskutiert. Zwischen der zweiten und dritten Diskussionsrunde gab es eine Mittagspause, in der kleine Häppchen serviert wurden.

Die Landtagsabgeordneten waren aus verschiedenen Fraktionen und Parteien. Sie haben sich sehr gut auf die drei Schwerpunkte eingelassen und intensiv mit uns diskutiert. Nach der 45 minütigen Diskussion wurde der Tag sehr schön vollendet, indem wir alle wieder nach Hause fuhren.

 

Fotos

Am 21. August erreichte der Sportleistungskurs, gemeinsam mit Herrn Gerlach und Herrn Kramer, mit dem Zug das Ötztal in Österreich. Mit guter Laune und großen Erwartungen kamen wir in der „Area 47“ an.

Die „Area 47“ ist ein großer Freizeitpark mit Rafting, Canyoning & anderen Wasseraktivitäten, Konzerten & Übernachtungsmöglichkeiten.
Nach einer kräftigen Stärkung im Restaurant und der ersten Erkundung des Geländes, bezogen wir unsere Holz-Tipis. Gemeinsam ließen wir den Abend ausklingen und freuten uns riesig auf den nächsten Tag, denn es stand der Hochseilgarten in unserem Programm.

Am nächsten Tag meisterten wir alle zusammen, nach einer kurzen Einführung, die Hindernisse in schwindelerregenden 27 Metern Höhe. Den Rest des Tages nutzten wir die „Water-Area“, genossen das sonnige Wetter und einige von uns suchten den absoluten Adrenalin-Kick beim „Mega-Swing“, bei dem die Teilnehmer vom Startpunkt in 27 Metern Höhe ins Nichts fallen. Mehr als 12 Meter freier Fall warteten auf die drei, bevor der Speed von rund 100 km/h in die Schwingbewegung überging. Natürlich wurde an diesem Tag Beachvolleyball gespielt und die „Water-Area“ mit Rutsche, Wakeboard & Co. genutzt.

Am Mittwoch versuchten wir uns an der „Kletterwand“ mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden, welche ebenfalls 27 Meter hoch ist. Anschließend folgte erneut ein spannendes Beachvolleyball-Spiel.
Nachdem einige von uns mit dem Mountainbike die Berge unsicher machten, gab es am Strand ein Barbecue, wobei der Sonnenuntergang die unglaublich entspannte Stimmung an diesem Abend unterstrich.

Das große Highlight unserer Kursfahrt folgte am Donnerstag. Bei strahlendem Sonnenschein statteten wir uns aus mit Neoprenanzügen, Schuhen, Westen und Helmen. Mit den Booten kämpften wir uns durch die Strömungen der Ötztaler Ache und genossen die atemberaubende Aussicht.

Am Freitag den 25. August hieß es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es wieder in die Heimat, doch die adrenalinreichen und actionreichen Tage in der „Area 47“ werden wir niemals vergessen. Für uns war diese Kursfahrt das Highlight unserer Schullaufbahn und ein gelungener Abschluss und vielleicht werden wir das Ötztal bald wieder besuchen.

Ein großes Dankeschön an unseren Tutor Herrn Kramer und an Herrn Gerlach für diese unvergesslichen Tage! – sf84 / SP81

Der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs steht Frage und Antwort auf die Fragen von den Schülern des Gymnasiums am Bötschenberg

Am Freitag, den 04.05.2018, war der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs, aus dem Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt, am Gymnasium am Bötschenberg zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Europatages zu Gast. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs mit Herrn Mohrs über die Themen Sozial-, Bildungs-, Umwelt, Innen- und Außenpolitik sowie Europapolitik diskutiert.

Nachdem sich Falko Mohrs kurz vorgestellt hatte, wurde die Diskussion von Merle Gask und Niklas Tilg moderiert. Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler an den Vor- und Nachteilen zur Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren. Falko Mohrs erklärte dazu, dass mit der Rückkehr den Schülerinteressen Rechnung getragen wurde und sie dadurch insgesamt weniger Stress und mehr Freizeit haben sollten, um auch außerschulischen Interessen nachgehen zu können.

Eine weitere Frage im Bereich der Bildungspolitik war, wie man körperlich, geistig und psychisch eingeschränkte Menschen auf „normale Schulen“ integrieren kann und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um dieses Ziel zu erreichen. Herr Mohrs führte dazu aus, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssten, beziehungsweise ausgebildetes Personal zur Unterstützung sowie genügend Geld, was dafür erforderlich sei, bereitgestellt werden müsse. Hierzu verlangte  er auch die Aufhebung des Kooperationsverbots. Somit soll durch die Bundesregierung 11 Milliarden Euro für die Modernisierung und den Ausbau von Schulen zur Verfügung gestellt werden. Er wies auch darauf hin, dass dieses Geld nicht reichen werde.

Eine Frage, die zum Thema Sozialpolitik gestellt wurde, war, wie gegen die Kinderarmut vorgegangen werden kann. Herr Mohrs antwortete, dass das Kindergeld erhöht, Kindergartenplätze kostenlos und die Preise für Mittagessen in den Schulen gesenkt beziehungsweise übernommen werden müssten, sodass jeder den Zugang zu kostenloser Bildung habe.

Ein weiteres Thema, welches angesprochen wurde, ist die Digitalisierung in Deutschland und zwar besonders der Mobilfunk und schnelles Internet in kleinen Dörfern. Herr Mohrs antwortete dazu, dass es LTE bis Ende 2019 in Deutschland flächendeckend geben soll und außerdem würde es eine App geben, wo man Funklöcher melden kann, um diese später zu beheben. Auch Glasfaserleitungen sollen bis 2019/2020 in Deutschland ausgebaut werden.

Im Bereich der Umweltpolitik waren für die Schülerinnen und Schüler besonders der Umgang mit dem Dieselskandal und die Reaktion der großen Koalition von Interesse. Hierzu verwies Herr Mohrs auf die bereits von der Koalition umgesetzte Unterstützung und Förderung der Elektromobilität, welche aber insgesamt auch noch intensiviert werden müsse.

Zu der Frage nach der Qualität der Ausstattung der Bundeswehr antwortete Herr Mohrs ganz klar, dass diese unzureichend sei und unbedingt verbessert werden sollte. Was die Flüchtlingsfrage  betrifft, ist Falko Mohrs der Meinung, dass es keine Obergrenze geben soll und das aktuelle Asylrechtsystem bestehen bleiben soll. Eine Überforderung unseres Sozialsystems durch die Flüchtlinge  könnte er bisher nicht erkennen. Die Herausforderung für die Zukunft  wird darin bestehen, so schnell wie möglich die neuen Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wenn dies gelingen wird, wird es keine zusätzliche Belastung für die Gesellschaft werden. Dabei ist er optimistisch, da es auch prima mit den Italienern und anderen Nationalitäten nach dem Krieg z.B. in Wolfsburg geklappt habe.

 

Am Vormittag des 03. Mai 2018 fand im Helmstedter Maschstadion der diesjährige Kreisentscheid von „Jugend trainiert für Olympia“ in der Sportart Leichtathletik statt. Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Helmstedt traten in einem Mannschaftsmehrkampf in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. In der Wettkampfklasse III (Jg. 2003-06) der Mädchen war die Mannschaft des Gabö siegreich und erkämpfte sich damit das Startrecht für den Bezirksentscheid in Braunschweig. Glückwünsche an: Yella Eberle, Janina Jerzyk, Lena Karwacki, Laura Mahncke, Merle Nennewitz und Yvonne Plewka!
 

Seit seinem Umbau und der Neueröffnung im Oktober 2017 erstrahlt er im neuen Glanz: der Landtag in Hannover. 24 Schüler und Schülerinnen der Klasse 10b des Gymnasiums am Bötschenberg hatten jetzt (am 18. April 2018) Gelegenheit, den Niedersächsischen Landtag zu besuchen und sich einen eigenen Eindruck von der Arbeit der Landtagsabgeordneten zu verschaffen.

Nach der Begrüßung hörten die Schüler zunächst einen kurzen Vortrag über die Arbeit des Landesparlaments und über die Geschichte des Leineschlosses. Danach konnten sie sich auf der Besuchertribüne als Zuschauer über die Arbeitsweise im Plenum informieren.

Das Landesparlament debattierte über zwei Gesetzesentwürfe. Zum Einen ging es um einen Antrag der Fraktionen von SPD und CDU, der vorsieht, die Gebühren in Kindertagesstätten abzuschaffen. Zu diesem Tagesordnungspunkt konnten die Schüler einen Beitrag von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hören. Zum Anderen ging es um einen Antrag der AfD, der die Stärkung der Rechte parlamentarischer Minderheiten vorsieht. Einen ähnlichen Antrag legten auch die Oppositionsfraktionen der FDP und der Grünen vor. Im amtierenden Landtag sind die Oppositionsfraktionen  gegenüber den Regierungsfraktionen mit 32 zu 105 Stimmen in der Minderheit.

Im Anschluss an die Parlamentsdebatte hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit mit den Abgeordneten Veronika Koch (CDU), Jörn Domeier (SPD) und Stefan Wirtz (AfD) zu sprechen. Die drei Abgeordneten nahmen sich eine ganze Stunde Zeit und gingen ausführlich auf die Fragen der Schüler ein. Diese wollten u.a. wissen, wie das Verhältnis der anderen Parteien zur AfD ist und wie die Abgeordneten über wichtige gesellschaftspolitische und globale Themen, wie Flüchtlinge, Umweltschutz und Kriegsgefahr denken. Dabei nahmen die Abgeordneten kein Blatt vor den Mund und informierten die Schüler ausführlich über ihre politischen Standpunkte und Überzeugungen. Am Ende des Besuchs waren sich die Schüler darüber einig, dass das Abgeordnetengespräch der Höhepunkt des Tages war.

 

 

Stimmen der Schüler und Schülerinnen:

„Es war definitiv interessant, da wir dadurch mitbekommen haben, wie der Landtag funktioniert. Und die Diskussion im Nachhinein war auch gut, da man dabei mitbekommen hat, dass sich Politiker der AfD gerne mit anderen in die Wolle kriegen.“

Hannes

„Der Besuch im Landtag hat sich gelohnt, weil man den Politikern persönlich Fragen stellen konnte. Außerdem hatte man einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag eines Politikers und konnte sehen, wie eine Plenumsdiskussion abläuft, sodass man an diesem Tag viele Informationen sammeln konnte.“

Ann-Kathrin

„Ich fand es interessant, wie sich die Politiker im Landtag verhalten haben. Im Gegensatz zum Bundestag haben im Landtag viele geredet und sind rumgelaufen. Meiner Meinung nach bekommen die Politiker zu viel Geld für das, was sie tun.“

Jona

„Man konnte sich, ohne dass es verfälscht wird, wie die AfD immer behauptet, ein Bild von dieser Partei machen und davon, wie das Verhältnis zu den anderen Parteien ist. Man hat durch das Gespräch auch einen guten Einblick in den Alltag der Politiker bekommen und erfahren, was sie besonders interessiert.“

Emma

 

Am 29. Mai präsentiert die AG “Politisches Theater” das Stück “Mädchen? Mädchen!” auf der Schultheaterwoche in Braunschweig (18 Uhr in der Brunsviga). Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr die Aufführung besucht und/oder Bekannte, Freunde, Schüler mitbringt…
Karten gibt es ab 02.05. über www.schultheaterwoche.de oder die Telefonnummer 0531-1234509.

Am 15. März nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a, 6a, 6b, 8a und 8b am diesjährigen Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil. Dabei galt es, verschiedene knifflige Aufgaben zu lösen, die in dem Umfang sonst nicht Thema im Mathematik-Unterricht sind.

Dabei hüpfte Jonah Maekler aus der Klasse 8a mit 92,50 Punkten besonders weit und erreichte somit die Spitzenposition aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Schule. Ihm folgen auf den weiteren Plätzen Erik Pinger, 6a, mit 84,75 Punkten, Tim Schwichtenberg, 6b, mit 78,50 Punkten, Noah Ryll, 8a, mit 77,25 Punkten und Ella Schroeder, 5a, mit 77,00 Punkten.

Einen Sonderpreis erhielt Elisabeth Jensen für den weitesten Känguru-Sprung, also die größte Anzahl aufeinanderfolgender richtiger Aufgabenlösungen.

 

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern!!!

Kurz vor den Osterferien brachen 26 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen des Gymnasiums am Bötschenberg im Rahmen eines Schüleraustauschs nach Fiuggi auf.

Die Aufregung unter den Schülern war groß. Für viele war es die erste große Reise, das erste Mal ohne Familie oder der erste Flug.

Auch die Frage „Was anziehen…?“ war nicht einfach zu beantworten. Kurz vor Reiseantritt erreichten uns Bilder vom verschneiten Fiuggi, die eher an Winterurlaub erinnerten als an sonniges Italien.

Nach 10 Stunden in Bus und Flugzeug kamen wir Montagvormittag müde aber glücklich in Fiuggi an und wurden dort schon sehnsüchtig von den Italienern erwartet. Lediglich ein Koffer war auf dem Weg verloren gegangen. Aber in Italien lösen sich Probleme schnell und unkompliziert. So fuhren die Gasteltern nochmals zurück nach Rom und kamen kurze Zeit später mit dem richtigen Koffer wieder.

Die ersten beiden Tage verbrachten wir damit, die Schule und die Umgebung kennen zu lernen. So gab es einen offiziellen Empfang und verschiedene Projekte, die die Italiener liebevoll für uns vorbereitet hatten wie ein Musikprojekt oder Kochen mit den italienischen Mamas. Nachmittags besuchten wir das historische Fiuggi und natürlich die Gemeinde Acuto. Einige der Austauschpartner in diesem Jahr stammen aus Acuto. So gab es auch dort einen offiziellen und ebenfalls sehr herzlichen Empfang und eine Führung durch das historische Zentrum.

Mittwoch früh ging es für alle deutschen und italienischen Schüler gemeinsam auf einen Ausflug nach Rom. Zwischen Pantheon und Trevibrunnen gab es natürlich auch Gelato und Pizza.

Ein weiteres Highlight war am Freitag der Besuch des barocken Königspalastes von Caserta und der Ruinen von Pompeji am Fuße des Vesuvs (gemeinsam mit uns besuchte an dem Tag auch der italienischen Sänger Zucchero die Ruinenstadt).

Samstagabend gab es noch ein großes Abschiedsfest. Bei Pasta, Pizza und Dolci wurde gesungen, bei italienischer Musik getanzt und viel gelacht.

Nach einer aufregenden Woche in Fiuggi, hieß es am Sonntag Abschied nehmen und dabei blieb kein Auge trocken. Gab es die ersten Tage noch vereinzelt Heimweh, wollte man sich nun gar nicht mehr trennen. Nachdem dann doch endlich alle, teilweise schluchzend, im Bus waren, ging es wieder zurück nach Helmstedt.

Wir alle haben in Fiuggi eine sehr schöne Zeit erlebt, die lediglich vom nicht ganz typischen Regenwetter getrübt war. Wir hatten die Chance, einmal in das typische italienische Leben einzutauchen und vor allem die italienische Gastfreundlichkeit zu genießen. Auf den Ausflügen haben wir viel gesehen und vor allem haben wir Freundschaften geschlossen. So können wir es kaum erwarten, dass unsere italienischen Freunde im … zum Gegenbesuch nach Helmstedt kommen. Wir freuen uns schon riesig darauf!

Ganz viel Theater mit ERASMUS+ in Ermelo

 

Im Februar begegneten sich erstmals im Rahmen des ERASMUS+-Projektes ca. 25 Schülerinnen und Schüler aus Helmstedt, Mailand, Lyon und Ermelo, um gemeinsam Theater zu spielen und dabei die Frage nach der eigenen (nationalen) Identität im europäischen Kontext in den Blick zu nehmen.

Agnes Ribanski, Ann-Kathrin Breier, Caroline Tischer, Elisa Störmann, Emma Gollmer und Helen Schade (alle Jahrgang 10) fuhren dafür für sechs Tage in die niederländische Stadt Ermelo. Begleitet wurden sie von Frau Hahn und FRau Herlt.

Dass sich die inhaltliche und praktische Vorbereitung im Unterricht gelohnt hatte, spürten die Schülerinnen gleich, auch wenn die Theaterlehrer in Ermelo trotzdem den ein oder anderen Sprung ins kalte Wasser vorbereitet hatten. Die Schülerinnen dokumentierten ihren Aufenthalt per Video…also, sehen Sie selbst:

Es wurde schon 1933 gegründet und ist damit eines der ältesten Konzentrationslager in Deutschland: das KZ Sachsenhausen. Die nördlich von Berlin in Oranienburg gelegene Einrichtung wurde zunächst von der SA verwendet und diente zur Inhaftierung von politischen Gefangenen. Später wurde das Lager von der SS übernommen, an den Stadtrand von Oranienburg verlegt und durch die Häftlinge selbst vergrößert. Ab jetzt diente es auch zur Unterbringung von rassisch Verfolgten sowie als Modell- und Schulungslager für die SS. Zwischen 1936 und 1945 waren in Sachsenhausen ca. 200.000 Menschen inhaftiert. 3000 von ihnen wurden im April 1945 von polnischen und sowjetischen Soldaten befreit. Nach dem Krieg diente die Anlage Sachsenhausen noch fünf Jahre lang der sowjetischen Besatzungsmacht als Speziallager für „NS-Belastete“ und andere missliebige Personen.

31 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Gymnasiums am Bötschenberg besuchten die Konzentrationslager-Gedenkstätte und informierten sich in verschiedenen Ausstellungen und anhand der erhaltenen Zeugnisse aus der Vergangenheit über das Alltagsleben in einem Konzentrationslager. Dabei wurden sie in Gruppen eingeteilt und erstellten selbst Präsentationen zu ausgewählten Themen, wie z.B. zur Situation der jüdischen Häftlinge im KZ, zum Lageralltag, zur Medizin im KZ Sachsenhausen (hier wurden auch Experimente an Gefangenen durchgeführt), zur Lagerküche und zum Essen. An selbst ausgewählten Exponaten erklärten die Schüler anschließend ihren Mitschülern, was sie über das Leben und die Lebensbedingungen im KZ herausgefunden hatten. So berichtete eine Schülergruppe z.B. auf dem Appellhofplatz, dass hier Häftlinge auf dem wechselnden Untergrund stundenlang im Kreis gehen mussten. Das sogenannte „Schuhläufer-Kommando“ war eine Strafkompanie im Konzentrationslager Sachsenhausen, bei der Häftlinge auf einer Schuhprüfstrecke Schuhe testen mussten. Dabei mussten sie eine Strecke von ca. 48 Kilometern zurücklegen. Auftraggeber waren zivile Schuhunternehmen und Leder-Ersatzstoff-Hersteller, wie z.B. Fagus und Salamander.

Organisiert wurde der Besuch in der Konzentrationslager-Gedenkstätte von der Geschichtslehrerin Cornelia Wolf, die ihn als Beitrag zu einer notwendigen Erinnerungskultur versteht. „Wenn die Schüler in einem Buch etwas über ein Konzentrationslager lesen, dann bleibt das abstrakt und sie können sich die Lebensbedingungen in einem solchen Lager nur bedingt vorstellen. Wenn man sich die überlieferten Zeugnisse ansieht, kann man die Vergangenheit einfach besser begreifen.“

Auch die Schüler waren der Meinung, dass sich der Besuch im Konzentrationslager für sie gelohnt hat.

„Ich fand es sehr wichtig und gut, diese Erfahrung zu machen, da man sich so viel besser in die Zeit des Nationalsozialismus hineinversetzen kann und die ganze Schrecklichkeit erfährt. Weil es so kalt war, ist mir erst bewusst geworden, was für ein Problem die Kälte früher war.“ (Emma, 10. Klasse)

„Mir hat der Besuch im Konzentrationslager sehr gut gefallen, da wir selbst Informationen heraussuchen durften und zum Schluss alle unsere Ergebnisse zusammengetragen haben. Auch die kleine Präsentation am Anfang hat mir geholfen, in das Thema hineinzukommen.“ (Anna, 10. Klasse)

„Der Besuch im Konzentrationslager war sehr interessant. Es war gut, einen Einblick in das in das Lagerleben zu bekommen und zu sehen, was die Häftlinge erleiden mussten und wie sie gelebt haben und welche Aufgaben und Arbeiten sie erledigen mussten.“ (Thomas, 10. Klasse)

„Der Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen war sehr eindrucksvoll und interessant. Die Gruppenarbeit hat es ermöglicht, sich intensiv in das Thema einzuarbeiten. Durch den Besuch konnte man sich die Situation der Menschen damals besser vorstellen und verstehen, was damals passiert ist.“ (Nathalie, 10. Klasse)

„Ich finde es wichtig, dass man einmal ein KZ besucht, um zu verstehen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Allerdings war ich ein bisschen enttäuscht, dass nur noch so wenig von den Gebäuden vorhanden war.“ (Elisa, 10. Klasse)

 

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