Etwa 20 Schüler und Schülerinnen aus vier europäischen Städten (Lyon, Mailand, Ermelo und Helmstedt) trafen sich Ende November in Lyon zu einem gemeinsamen Theaterprojekt. Organisiert wurde diesmal das Treffen von der französischen Schule Lycée Professionnel Sermenaz. Bei dem Treffen erarbeiteten die Schüler/innen unter Anleitung eines Schauspielers eine Reihe von szenischen Darstellungen, die zum Schluss zu einer Theatervorstellung verknüpft wurden. Diese Vorstellung, die am letzten Abend des Treffens in englischer Sprache vor Publikum aufgeführt wurde, war ein großer Erfolg. An dem Treffen in Lyon nahmen fünf Mädchen und zwei Jungen aus dem 11. Jahrgang des GaBö teil. Den sieben Schülerinnen und Schülern aus Helmstedt machte die gemeinsame Arbeit sehr viel Spaß und sie äußerten, dass man gerade durch den Kontakt mit anderen Kulturen viele Anregungen erhält und bedeutsame Entwicklungsfortschritte machen kann.

Das Projekt, an dem verschiedene Schülergruppen beteiligt sind, trägt den Titel „Stolz Europäer zu sein!“. Es ist eine „gemeinsame strategische Partnerschaft“, die im Rahmen von Erasmus plus stattfindet und von der Europäischen Union gefördert wird.

Während der zweijährigen Projektdauer beschäftigen sich Schüler und Lehrer der genannten Schulen bei vier Treffen, die an den verschiedenen Schulstandorten stattfinden, mit vier Leitfragen zu der europäischen Identität. Bei dem Treffen in Lyon ging es schwerpunktmäßig um die Erfassung der gemeinsamen europäischen Werte und des europäischen kulturellen Erbes.

Die Workshops zu den einzelnen Leitfragen münden stets in einer szenischen Interpretation. Die Sensibilisierung der Schüler für die Herausforderungen der europäischen Identität erfolgt bei diesem Projekt nicht durch Aufsätze oder andere schriftliche Aufgaben, sondern durch kreative Formen des darstellenden Spiels und des Theaters. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler neben den unterschiedlichen kulturellen Facetten bei jedem Treffen auch neue Techniken und Methoden des Theaterspielens. 

Den Abschluss bildet im Mai 2019 ein gemeinsames Theaterfestival mit einer multinationalen Aufführung im Juleum in Helmstedt. Zu dieser Aufführung mit dem Leitthema Eurotopia,die unter der Schirmherrschaft von Landrat Gerhard Radeck steht, wird jedes Partnerland einen szenischen oder filmischen Beitrag zur gemeinsamen europäischen Zukunft beisteuern. 

Hauptziele des Projektes, das unter Federführung des GaBö als koordinierende Schule durchgeführt wird, sind nach Auskunft der zuständigen PolitiklehrerInnen  Anne-Marie Herlt, David Perner und Thomas Müssiger,  die Schüler nicht nur mit anderen europäischen Identitäten und Kulturen bekannt zu machen sondern auch  ihr gemeinsames kulturelles Erbe zu erfassen. Darüber hinaus verbessern sie  dadurch ihre Sprachkompetenzen, ihre rhetorischen Fähigkeiten und  ihr Selbstbewusstsein  sowie ihre Fachwissen und Arbeitstechniken im darstellenden Spiel mit viel Spaß am Theaterspielen. 

Für das Projekt erhielt das Gymnasium am Bötschenberg das europäische Label Award EYCH (Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018) von der Europäischen Kommission.

Am 5.12.2018 fand die Weihnachtsfeier der 7a in der Schule statt. In kurzer Zeit wurde die Pausenhalle weihnachtlich geschmückt. Die Eltern sorgten für ein reichhaltiges Buffet mit leckeren Speisen und Getränken. Alle Kinder und die Klassenlehrerin Frau Jungenkrüger hatten viel Spaß beim Basteln von Papiersternen und beim Wichteln. Die Freude war groß, als die Geschenke, die sich die Kinder gegenseitig machen, ausgepackt wurden. Alle waren sich zum Schluss einig, dass eine derartige Veranstaltung den Zusammenhalt in der Klasse stärkt und die Gemeinschaft fördert.

Es gibt sie noch: Schülerinnen und Schüler, die Spaß am Lesen und Vorlesen haben. Das jedenfalls zeigte der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen des Gymnasiums am Bötschenberg, an dem alle drei sechsten Klassen des GaBö teilnahmen und der viel Leselust und Lesespaß vermittelte. Die Zuhörer des Wettbewerbs machten die Erfahrung, dass Bücher zwischen Spannung, Unterhaltung und Information viele Facetten bieten und Lesen sowie Vorlesen die Phantasie anregt und neue Welten eröffnet.

Der Vorlesewettbewerb zählt zu den großen bundesweiten Schulwettbewerben. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulen durchgeführt und beweist, dass vor allem jüngere Schülerinnen und Schüler Spaß am Lesen und Vorlesen haben.

Die sechs Schüler des GaBö, die im Musikraum der Schule im Vorlesen gegeneinander antraten, waren allesamt bereits Klassensieger und zeigten ein hohes Leseniveau, was darauf schließen lässt, dass sie auch zu Hause viel lesen und spannende Geschichten nicht nur aus dem Fernsehen oder von Computerspielen kennen.

Vorgelesen wurde auch in diesem Jahr aus den Lieblingsbüchern der Schüler, z.B. aus Detektivgeschichten wie „Die drei Fragezeichen“ und „Beschützer der Diebe“ von Andreas Steinhöfel oder aus gruseligen Geschichten, wie der Geistergeschichte „The school for Good and Evil“ von Soman Chainani. Aber auch Witziges und Nachdenkliches stand auf dem Programm der sechs Vorleser/innen Adrian Stankefwitz, Merle Nennewitz, Matthew Frohmüller, Emily Pilarsky, Celine Frobart und Laura Hollatz.

Alles, was vorgelesen wurde, machte neugierig und regte zum Weiterlesen an, weil es

den Schülern gelang, die Zuhörer durch Stimmführung und Betonung in den Bann zu ziehen und die jeweilige Atmosphäre des Buches gut „rüberzubringen“.

Nach den Textvorträgen, die auch einen nicht geübten Text einschlossen, fiel es der Jury schwer, einen Gewinner zu ermitteln. Schließlich setzte sich Emily Pilarsky (6b) mit knapper Mehrheit durch und wird das GaBö damit auch weiterhin im Vorlesewettbewerb vertreten.

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Die Teilnehmer am Vorlesewettbewerb der 6. Klassen.

Gemeinsam Leben - gemeinsam Sport treiben 2018

Am 13. Dezember 201818:00 UhrAVACON-Zentrale in Helmstedt

Was haben ein Türke, ein Basketballprofi und ein Model gemeinsam? Sie alle sind Tan Caglar! Als wenn das nicht schon genug wäre, stellt sich der Frauenflüsterer an, mit seinem Aktivrollstuhl „Hurricane“ die Comedybühnen des Landes zu entern. Getreu dem Motto „Inklusion ist, wenn ein Rollstuhl in der Gesellschaft dieselbe Akzeptanz erreicht hat wie ein Selfie-Stick“, bringt Tan in klassischer Stand-up- Comedy Manier seine Geschichten auf die Bühne. Und die haben es in sich!

Erfahren Sie in seinem ersten Soloprogramm „Rollt bei mir“, was hinter Randgruppen Flatrates steckt und wann im Gehirn eines Minderheitengegners die Leistungsgrenze erreicht ist. Vom Armageddon an der Wursttheke zur Anarchie auf dem Parkplatz – mit Tan wird ein ganz normaler Einkauf im Supermarkt zum Erlebnis.

Angefangen hat alles wie so oft ganz anders. Schon früh erfuhr Tan Caglar von seiner fortschreitenden Rückenmarkserkrankung und dass der Rollstuhl von nun an sein ständiger Begleiter sein wird. Nach und nach kämpfte sich der gebürtige Hildesheimer zurück ins Leben – bis ins Rampenlicht. Und seine ersten Schritte als Stand- up… Ach nee, Moment! Hier kommt Tan Caglar!

 

MIG-Planspiel bei der FIBAV

Wie es ist, nicht in der Schule zu lernen, sondern in einem Unternehmen und wie es sich anfühlt, in fremder Umgebung vor über hundert Gästen eine Marketing-Präsentation zu halten, das konnten 17 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Bötschenberg beim MIG-Spiel erleben. Dazu verließen sie für eine Woche ihre Klassenzimmer und tauschten diese mit Geschäftsräumen der FIBAV Unternehmensgruppe in Königslutter. Hier wurden sie in drei Gruppen eingeteilt und mussten als Vorstände eine Woche lang drei fiktive Unternehmen führen.

Das Planspiel MIG (Management Information Game), das das GaBö nun schon seit über zehn Jahren in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) anbietet, besteht aus drei Teilen: einer computergestützten Simulation, Fachvorträgen zu ausgewählten Wirtschaftsthemen und einer Präsentation vor geladenen Gästen. Als Jungunternehmer mussten die Schülerinnen und Schüler z.B. bei dem Planspiel Entscheidungen für „ihr“ Unternehmen treffen und konnten dabei lernen, welche Auswirkungen diesen Entscheidungen in der Realität hätten. Die Fachvorträge, die zum größten Teil von Mitarbeitern der FIBAV gehalten wurden, sollten den Schülern dabei helfen, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen, damit sie eine solide Grundlage für ihre Entscheidungen hatten.

Bei einer abschließenden Präsentation im Ausbildungszentrum der Elm Bau GmbH mussten alle Unternehmen eine Geschäftsidee vor über hundert potentiellen Kunden vorstellen und bekamen dafür Punkte. Die Marketingpräsentation stellt traditionell den Höhepunkt des MIG-Spiels dar. Die drei Unternehmen MFK, HFB und Craft Protection stellten dem staunenden Publikum einen innovativen Arbeitshandschuh vor. Dabei hatte jedes Unternehmen andere Ideen für die Gestaltung und den Vertrieb ihres „Superhandschuhs“ und versuchte damit die anderen vom Markt zu verdrängen. Ein Display zeigte z.B. Baupläne an, Leuchtdioden erleichterten die Nachtarbeit, die Handschuhe verfügten über eine eingebaute Heizung. Wasserdicht, schnittfest und atmungsaktiv waren sie sowieso. Auch die Marketing-Abteilungen überzeugten durch griffige Slogans: „Der Handschuh der Zukunft ist die Zukunft des Handschuhs“ und „Händige Handschuhe für handfeste Handwerker“ hieß es zum Beispiel. Die innovativen Produkte gaben Anlass für viele knifflige Rückfragen der potentiellen Kunden, auf die die Schüler jedoch immer eine Antwort parat hatten.

Unter diesen Umständen fiel es den Besuchern des Präsentationsabends schwer, einen Gewinner zu küren. Mit knappem Abstand gewannen die Vorstände des Unternehmens Craft Protection mit ihrer Präsentation eines Handschuhs mit Heizung und Bildschirm: „Dann bekommt man angezeigt, wann man Pause hat.“

Aber auch die beiden anderen Unternehmen bekamen großen Beifall und dürfen sich zu den Gewinnern zählen. Besonders hervorzuheben sind das Engagement von FIBAV-Geschäftsführer Sven Hansmeier, der schon zum dritten Mal als Gastgeber für das Planspiel und den Präsentationsabend fungierte, und aller weiteren Mitarbeiter der FIBAV, die mit Tagungsräumen, Material und Verpflegung für den richtigen Rahmen der Veranstaltung sorgten und den Schüler damit die Möglichkeit boten, einmal hinter die Kulissen eines Unternehmens zu schauen und Wirtschaft hautnah zu erleben.

Am 21.11.2018 kamen die Lehrkräfte des GaBös im Haus der helfenden Hände in Beienrode zusammen, um sich im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung mit dem wichtigen Thema Kommunikation zubeschäftigen.

Zu diesem Zweck war der Hamburger Diplom-Psychologe und Kommunikationsexperte Karl Benien angereist, der u.a. mit Prof. Dr. Schulz von Thun gearbeitet und so grundlegende Kommunikationskonzepte wie das „Kommunikationsquadrat“ mitentwickelt hat.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann auch gleich zur Sache. In einem unterhaltsamen Grundlagenvortrag vermittelte Herr Benien eindrucksvoll, auf welchen verschiedenen Ebenen Kommunikation stets und ständig stattfindet: Sachebene, Selbstkundgabe, Beziehungsebene und Appellebene – die vier Seiten des Kommunikationsquadrats, oder eben die vier Schnäbel, mit denen wir sprechen bzw. die vier Ohren, mit denen wir hören. In kurzen Übungsphasen mussten dann die Lehrkräfte wiederholt feststellen, dass das zwar zunächst einfach und einleuchtend klingt, in der täglichen Kommunikation aber nicht immer einfach anzuwenden ist.

Im Anschluss an die Mittagspause ging es dann in konkrete, die Schule betreffende Kommunikationssituationen, die in Form von Workshops und als „ActStorm“ vorbereitet und aufgeführt wurden: Gespräche zwischen der Schulleitung und Lehrkräften, den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern, Elterngesprächen sowie die Kommunikation innerhalb des Kollegiums. Die ausgespielten Situationen sorgten in der darauf folgenden Auswertung für anregende Diskussionen, wobei Herr Benien immer wieder unterstützend zur Verfügung stand und die jeweilige Kernproblematik einer Situation herausgearbeitet hat.

Kommunikation ist unser täglich Brot – die Fortbildung bei Herrn Benien hat uns dies noch einmal deutlich vor Augen geführt.

Update ERASMUS+: Schüler des Gabös spielen in Mailand und Lyon Theater

 

Schülerinnen und Schüler des 12. und 10 Jahrgangs sind in diesem Herbst im Rahmen des ERASMUS+ Projektes in Mailand und Lyon zu Gast, um die poitische Frage nach der gemeinsamen europäischen Identität mit Methoden des Theaters zu beantworten. Zunächst besuchten 7 Schüler mit Frau Herlt und Herrn Perner die italienische Modehauptstadt Mailand und die Partnerschule, das Collegio San Carlo. Das Motto: Looking over borders – Erzähl die Geschichten der anderen!

Die Vorbereitung der zweiten Schülermobilität verlangte eine Auseinandersetzung mit der Literatur und eben auch Kultur der Projektpartner. Im September in Mailand trafen nun diese Eindrücke aufeinander und verbanden sich zu einer neuen Theaterproduktion. Die entstandene Szenencollage orientierte sich an die szenischen Herangehensweise der Commedia Dell’Arte und betrachtete die Herausforderungen und Chancen die „Looking over borders“ mit sich bringt.

 

 

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In Lyon geht es nun weiter: 7 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse reisen nach Lyon. Zur Vorbereitung setzten sie sich intensiv mit den europäischen Idealen und Realitäten auseinander. Die szenische Umsetzung des Themas wurde unter anderem tatkräftig durch unsere ehemalige Schülerin Pauline Seidlich unterstützt, die als freie Tänzerin und Choreografin ihre Erfahrungen einbringen konnte.

Proud to be European! – Was ist europäische Identität?

Diese politische Fragestellung soll dann auch in Lyon mit den Schülern der Partnerschulen sowohl inhaltlich als auch performativ gefüllt werden. Ziel ist der Entwurf einer „neuen“ Europahymne.

Im Mai 2019 findet dann das Finale des prämierten Projektes in Helmstedt statt. Dann zum Thema EUROTOPIA – Wie stellst Du dir die Zukunft Europas vor? Mehr dazu in Kürze…

Die Klasse 9b sendet herzliche Grüße aus den Niederlanden


Wie bereits im vergangenen Schuljahr konnte die Klasse 8b das Angebot des ArtMobils – einer Kombination aus Shuttlebus und Workshop – wahrnehmen und das Kunstmuseum Wolfsburg besuchen.
Uns erwarteten nach einer kurzen Austauschphase über Werte insbesondere junger Menschen vor allem Geschichten über Respekt, Toleranz, Freundschaft und Freiheit.

Die Ausstellung „Museum für Werte“ präsentiert Exponate von Bürgern mit Erläuterungen, warum genau jene Gegenstände von so besonderer Bedeutung für den Einzelnen sind. Übrigens ist der Heißluftballon-Korb von Frau Cyrol, Lehrerin am GaBö und begeisterte Ballonfahrerin, gleich das erste Ausstellungsstück, das einem im Foyer des Museums begegnet.

Über die Begegnung mit emotional wertvollen Dingen gelang anschließend vielfach die Reflexion über eigene Werte und ganz persönliche Berührungspunkte unserer Schülerinnen und Schüler. Ein praktisch orientierter Workshop rief zum Abschluss dazu auf, selbst einen bedeutungsvollen Gegenstand zu schaffen.

Unsere Auseinandersetzung mit dem Thema Werte fasst die Äußerung einer unserer Schülerinnen treffend zusammen: „Wir erleben keinen Werteverlust, sondern einen Wertewandel“.

09.November 1918 – Revolution in Deutschland— Ausrufung der Republik

Bergbesteigung, Marathonlauf, Sprung über einen breiten Graben – sicher fallen euch noch viele weitere Vergleiche für die Helmstedter Universitätstage ein: Der Geschichtskurs ge92 hat die Herausforderung zusammen mit Frau Pfeiler und mir (Frau Grüger-Vollheide) angenommen und die Hürde mit Bravour gemeistert. Vom 20. bis zum 22.09. drehte sich alles um das Thema Revolution – verehrt – verhasst – vergessen.

Das Seminar der Schülerinnen und Schüler begann am Donnerstagnachmittag in der Begegnungsstätte St Ludgeri. Etwa zwölf Gabös (einige mussten zunächst noch ihre Matheklausur beenden) trafen auf etwa dreißig Schülerinnen und Schüler vom Julianum, aus Wittenberg und aus Haldensleben. Schon während Herr Kuck (Julianum) allen die Möglichkeit gab sich kennenzulernen, wurde deutlich, dass die Teilnehmer in diesem Jahr besonders aufgeschlossen und neugierig waren („Die Vorbereitung zum Film und zur Lesung war sehr gut. Man hatte so auch die Möglichkeit mit anderen Schülern ins Gespräch zu kommen“). Ohne Berührungsängste gingen alle aufeinander zu und kamen schnell miteinander ins Gespräch.

Erich Greifer [Public domain], via Wikimedia Commons

Anschließend wurde in Workshops der für den Abend geplante Kinobesuch vorbereitet. In kleinen Gruppen – vermischt von den verschiedenen Schulen – wurden der Inhalt des Films „Das Lied der Matrosen“ und sein historischer Hintergrund erschlossen („Frau Grüger, Sie haben ja gar keinen Witz gemacht, als Sie sagten, wir würden hier ganz viel mit Quellen und Texten arbeiten!!!“) Gut gewappnet konnten wir nach dem Abendessen einen anspruchsvollen Kinoabend im Roxy genießen („Dieser Film war eine Erfahrung für sich. Alleine wäre ich da nicht hingegangen.“ „Ohne die Vorbereitung wäre ich bei den ganzen Personen des Films nicht durchgestiegen“). Angereichert wurde dies noch durch die Podiumsdiskussion nach dem Film („Die anschließende Diskussion war auch interessant, weil der Historiker und der Filmhistoriker aus unterschiedlichen Orten stammten.“ „Es war überraschend, dass die Diskussionspartner so unterschiedliche Standpunkte vertraten.“)

Das umfassende Programm wurde am Freitag mit dem Frühstück fortgesetzt: Zunächst erfolgte mit Herrn Kuck eine Einführung in den Roman „Beste Absichten“. In Gruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den Personen der Handlung beschäftigt („Es war toll, dass die Aufgaben so gestaltet waren, dass man sich gut mit Schülern austauschen konnte, die man ja eigentlich gar nicht kannte.“) An der Vorstellung der Ergebnisse hat Thomas Brussig, der Autor des Romans, teilgenommen. Anschließend hat er sich gern den Fragen der Schüler gestellt, und es hat sich ein angeregtes und sehr ausführliches Gespräch zwischen dem Autor und seinen Lesern entwickelt. („Es war beeindruckend, dass der Autor sich so um uns bemüht hat.“ „Thomas Brussig ist ein cooler Kerl.“ „Es hat mich überrascht, dass sich Herr Brussig auch für uns interessiert hat und uns auch Fragen gestellt hat. Ob wir auch Interesse am Schreiben haben und so.“ „Mich hat besonders berührt, dass Herr Brussig meinte, die DDR sei für Geschichtenerzähler ausgelutscht. Man fragt sich jetzt, was wohl sein nächstes Projekt ist.“)

Nach dem Mittagessen waren wir mit Frau Sterly am Juleum verabredet. Von ihr erhielten wir einen Einblick in die Universitätsgeschichte der Stadt Helmstedt. Die Gründung der Universität und die Folgen für die Bürger waren wichtige Aspekte der Führung. Besonders interessant waren aber auch die Geschichten aus dem Alltag der Studenten in Helmstedt. Vielleicht war es für den einen oder anderen Schüler des Abschlussjahrgangs ein Blick in die Zukunft. („Der Einblick in die Universitätsgeschichte mit Frau Sterly war sehr gut. Die ganzen Vorbereitungen haben uns irgendwie in eine geschichtliche Atmosphäre reingebracht.“)

Am Nachmittag schloss sich das Schülerseminar der Hauptveranstaltung an: Wir nahmen an der Eröffnung der Helmstedter Universitätstage teil, hörten die Begrüßungen, erhielten durch Prof. Sabrow einen Überblick über die Revolutionserinnerungen 1848 – 1918 – 1989 und hinterfragten mit Prof. Machtan, ob die revolutionäre Begründung der Deutschen Republik am 9. November 1918 eine Legende ist. Das war ganz schön anspruchsvoll, und ich bin beeindruckt, dass die Schülergruppe hier ihre Kondition wie trainierte Sportler gezeigt hat. („Wir haben es halt versucht.“ „Ich war ganz schön überrascht, als ich merkte, dass ich insgesamt gut mitkomme, auch wenn ich nicht jedes Detail verstehe.“ „Ich habe viel gelernt.“ „Die Vorträge waren ganz schön hoch für uns, da habe ich irgendwann abgeschaltet.“)

Einige hatten nach dem Abendessen immer noch die Energie, um an der Lesung von Herrn Brussig im Juleum teilzunehmen, eine kleine Gruppe hat den Abend gemütlich im Pferdestall ausklingen lassen. („Schade, dass die Zeitplanung so eng war, dass wir nicht mehr an der Abendlesung teilnehmen konnte.“ „Am Abend war ich einfach zu müde.“)

Am Samstagmorgen haben nur noch einige wenige am Frühstück in der Begegnungsstätte St. Ludgeri teilgenommen. Zur Rundfahrt Grenzenlos waren jedoch alle wieder wie verabredet interessiert dabei. („Die Grenzenlosfahrt und Marienborn sind leider viel zu kurz gekommen. Wir haben leider nur den Turm gesehen.“ „Es lohnt sich auf jeden Fall, die Grenzenlosfahrt zu wiederholen.“ „Die Reiseführerinnen waren sehr gut und haben uns informiert. Leider war alles etwas abgehetzt. Man ist so durchgehuscht.“)

 

Das Programm von Donnerstagnachmittag bis Samstagmittag war unglaublich vielfältig, abwechslungsreich und anspruchsvoll. Am meisten haben mich jedoch die Schülerinnen und Schüler beeindruckt, die sich etwas getraut haben. Sie haben bildlich gesprochen einen Achttausender bestiegen, sind einen Marathon gelaufen und haben den Sprung über den Graben nicht gescheut. Sie haben die Herausforderungen angenommen, ihr Bestes gegeben, und die meisten haben mit viel Kondition an der Veranstaltung teilgenommen.

Rouvens Fazit: „Ich war überrascht, denn es war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte.

Andere meinten, dass die Helmstedter Universitätstage unbedingt bekannter sein sollten und mehr Werbung dafür gemacht werden müsste:

Ich hätte nicht gedacht, dass hier in Helmstedt so eine Veranstaltung angeboten wird und nicht in Braunschweig oder einer anderen Großstadt. Ich glaub, das weiß gar keiner.

 

Bei dem Artikel handelt es sich um eine Mischung von einfacher Berichterstattung von Fr. Grüger-Vollheide und originalen Schülerzitaten. Die Zitate sind jeweils fett in Klammern gesetzt.

 

Fotos

Fotos: Andreas Greiner-Napp

 

Auszug aus dem Zeitungsartikel der Braunschweiger Zeitung vom 05.11.2018

Tolle Lokalmatadore: Die „Flying GaBös“ werden mit stehenden Ovationen gefeiert.

Von Jens Neumann, Felix Weitner und Jens Semmer

Bad Helmstedt. Es wurde gelacht, gelauscht und vor allem gestaunt!

Das Showprogramm der 18. Sportlerehrung des Kreissportbundes Helmstedt, die wie gewohnt von den Helmstedter Nachrichten präsentiert wurde, war traditionell abwechslungsreich und bescherte den Besuchern im vollbesetzten Bad Helmstedter Brunnentheater einen kurzweiligen Abend.

Einen großen Anteil daran hatten die „Flying GaBös“: Die Lokalmatadore vom Gymnasium am Bötschenberg legten einen klasse Auftritt hin, der das Publikum einfach nur begeisterte. Die 30 Schülerinnen und Schüler, die Spitzenleistungen im Bodenturnen und im Trampolinspringen ablieferten, wurden völlig zu Recht mit stehenden Ovationen gefeiert.

Und das, obwohl die Schützlinge von Christiane und Friedrich Jungenkrüger einen großen Umbruch hinter sich haben: Im Vergleich zum Vorjahr schieden gleich elf Stammkräfte nach dem Abitur aus – Nachwuchssorgen scheinen den „Flying GaBös“ aber fremd zu sein. Doch auch für sie gilt: ohne Fleiß keinen Preis. Die 10- bis 17-jährigen Talente legten für den 17. Auftritt bei der 18. Sportlerehrung 16 zusätzliche Proben ein. Sonderschichten, die sich ausgezahlt hatten!

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Eine Bildergalerie vom Gala-Abend gibt es online unter:

helmstedter-nachrichten.de

 

Fotos

Wie wollen wir in Europa leben? Welche europäischen Themen sind für uns und unseren Alltag wichtig? Diese Fragen stellten sich 102 Schüler und Schülerinnen beim europäischen Jugendforum im Landtag in Hannover. Neben 27 Schülern/innen des Gymnasiums am Bötschenberg nahmen Schüler von fünf weiteren Schulen aus dem Netzwerk Europaschulen an der Veranstaltung teil, die im Interimsplenarsaal in Hannover stattfand.

Eröffnet wurde das Jugendforum durch Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg (CDU), der deutlich machte, aus welchen ganz persönlichen Gründen Europa für ihn wichtig ist. Anschließend ging es in die Ausschussarbeit. Die drei Parlamentsausschüsse „Handel“, „Umwelt“ und „Ernährung“ erarbeiteten insgesamt sechs Beschlussvorlagen, die sie dem Plenum zur Diskussion und Abstimmung vorlegten.

Berichterstatter aus jedem Ausschuss (u.a. Lasse Gehrmann, Hannes von Cramer und Robin Gerloff) stellten die Gesetzesvorlagen vor und begründeten diese. Anschließend wurde diskutiert und abgestimmt. Dabei ging es unter anderem um die Verstärkung des lokalen Handels, Ernährung als Pflichtfach im Unterricht, um die Vermeidung von Plastikabfällen und um die Legalisierung von Cannabis. Online-Abstimmungen per Smartphone im Vorfeld der einzelnen Beratungen („Wert trennt seinen Müll?“, „Wer hat schon einmal gekifft?“) ermöglichten die schnelle Visualisierung von persönlichem Verhalten und lockerten den Ablauf der Debatte auf.

Alle Beschlussvorlagen, die die Ausschüsse erarbeitet hatten, wurden vom Jugendforum angenommen. Im Anschluss daran hatten die Schüler/innen Gelegenheit, mit den Europaabgeordneten Gesine Meissner (FDP/ALDE), Tiemo Wölken (SPD) und den Landtagsabgeordneten Miriam Staudte (Die Grünen) und Frank Oesterhelweg (CDU) über ihre Vorstellungen zur Weiterentwicklung Europas zu sprechen. Dabei wurde deutlich, dass die ambitionierten Vorschläge der Schüler/innen von den Politikern begrüßt und sehr ernst genommen wurden. Es wurde aber auch deutlich, dass die politische Umsetzbarkeit nicht immer so einfach ist („Der Teufel steckt im Detail.“) und dass bei jedem Vorschlag gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten sind.

Ein Presseteam der Jugendpresse Deutschland hat weitere interessante Berichte zur Veranstaltung verfasst und diese in einem Blog veröffentlicht:

https://politikorange.de/thema/EPjugendforum