Am 24. April 2018 veranstalteten die Bundesländer Niedersachen und Sachsen-Anhalt ihren diesjährigen länderübergreifenden Schülerprojekttag in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn. Als eine von nur drei Schulen in ganz Niedersachsen nahm das Gymnasium am Bötschenberg an diesem Projekttag teil, der dieses Mal unter dem Motto „Aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen. Der DDR-Grenzübergang Marienborn – an der Grenze durch Europa“ stattfand.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c wurden morgens gemeinsam mit den 220 Schülerinnen und Schülern der anderen Schulen vom niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Staatssekretärin im Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt Eva Feußner begrüßt. Beide würdigten sowohl das Interesse der Schüler als auch das besondere Engagement  der Schülerlotsen, die sich bereits am 10. April in der Gedenkstätte eingefunden hatten und sich zu Gedenkstättenlotsen ausbilden ließen. Dazu gehörten auch sechs Schülerinnen des GaBö (Elisa Störmann, Ann-Kathrin Breyer, Caroline Tischer, Anna Biesterfeld, Emma Golmer, Sophie Scholz).

Die Gedenkstättenlotsen führten zu Beginn den Kultusminister und die Staatssekretärin über das Gelände, nach der offiziellen Begrüßung übernahmen sie die Aufgabe, kleine Schülergruppen zu führen und über den Grenzübergang zu informieren. An dieser Stelle bedankt sich das GaBö noch einmal ausdrücklich für das Engagement dieser Schülerinnen, die ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert haben.

Nach der Führung über das Gelände hatten die Schülerinnen und Schüler noch die einmalige Gelegenheit, direkt mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen und ihre persönliche Geschichte zu hören. Beispielsweise erzählte Rolf-Joachim Erler von seinem Fluchtversuch, der in Marienborn endete. Erst nach einer längeren Haftstrafe gelangte er über den Häftlingsfreikauf doch noch in den Westen.

Nach einer kurzen Abschlussreflexion fuhren die Schülerinnen und Schüler des GaBö am Ende des Schülerprojekttages mit vielfältigen Eindrücken vom historischen Ort und den Geschichten der Zeitzeugen zurück nach Helmstedt.