Der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs steht Frage und Antwort auf die Fragen von den Schülern des Gymnasiums am Bötschenberg

Am Freitag, den 04.05.2018, war der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs, aus dem Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt, am Gymnasium am Bötschenberg zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Europatages zu Gast. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs mit Herrn Mohrs über die Themen Sozial-, Bildungs-, Umwelt, Innen- und Außenpolitik sowie Europapolitik diskutiert.

Nachdem sich Falko Mohrs kurz vorgestellt hatte, wurde die Diskussion von Merle Gask und Niklas Tilg moderiert. Besonderes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler an den Vor- und Nachteilen zur Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren. Falko Mohrs erklärte dazu, dass mit der Rückkehr den Schülerinteressen Rechnung getragen wurde und sie dadurch insgesamt weniger Stress und mehr Freizeit haben sollten, um auch außerschulischen Interessen nachgehen zu können.

Eine weitere Frage im Bereich der Bildungspolitik war, wie man körperlich, geistig und psychisch eingeschränkte Menschen auf „normale Schulen“ integrieren kann und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um dieses Ziel zu erreichen. Herr Mohrs führte dazu aus, dass die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssten, beziehungsweise ausgebildetes Personal zur Unterstützung sowie genügend Geld, was dafür erforderlich sei, bereitgestellt werden müsse. Hierzu verlangte  er auch die Aufhebung des Kooperationsverbots. Somit soll durch die Bundesregierung 11 Milliarden Euro für die Modernisierung und den Ausbau von Schulen zur Verfügung gestellt werden. Er wies auch darauf hin, dass dieses Geld nicht reichen werde.

Eine Frage, die zum Thema Sozialpolitik gestellt wurde, war, wie gegen die Kinderarmut vorgegangen werden kann. Herr Mohrs antwortete, dass das Kindergeld erhöht, Kindergartenplätze kostenlos und die Preise für Mittagessen in den Schulen gesenkt beziehungsweise übernommen werden müssten, sodass jeder den Zugang zu kostenloser Bildung habe.

Ein weiteres Thema, welches angesprochen wurde, ist die Digitalisierung in Deutschland und zwar besonders der Mobilfunk und schnelles Internet in kleinen Dörfern. Herr Mohrs antwortete dazu, dass es LTE bis Ende 2019 in Deutschland flächendeckend geben soll und außerdem würde es eine App geben, wo man Funklöcher melden kann, um diese später zu beheben. Auch Glasfaserleitungen sollen bis 2019/2020 in Deutschland ausgebaut werden.

Im Bereich der Umweltpolitik waren für die Schülerinnen und Schüler besonders der Umgang mit dem Dieselskandal und die Reaktion der großen Koalition von Interesse. Hierzu verwies Herr Mohrs auf die bereits von der Koalition umgesetzte Unterstützung und Förderung der Elektromobilität, welche aber insgesamt auch noch intensiviert werden müsse.

Zu der Frage nach der Qualität der Ausstattung der Bundeswehr antwortete Herr Mohrs ganz klar, dass diese unzureichend sei und unbedingt verbessert werden sollte. Was die Flüchtlingsfrage  betrifft, ist Falko Mohrs der Meinung, dass es keine Obergrenze geben soll und das aktuelle Asylrechtsystem bestehen bleiben soll. Eine Überforderung unseres Sozialsystems durch die Flüchtlinge  könnte er bisher nicht erkennen. Die Herausforderung für die Zukunft  wird darin bestehen, so schnell wie möglich die neuen Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wenn dies gelingen wird, wird es keine zusätzliche Belastung für die Gesellschaft werden. Dabei ist er optimistisch, da es auch prima mit den Italienern und anderen Nationalitäten nach dem Krieg z.B. in Wolfsburg geklappt habe.